300 Studenten, 75 Macs, und ein Ziel: Kreativität. Die private Hamburger Technische Kunstschule, kurz HTK, bildet jedes Jahr mehr als 100 neue Studenten zu Kommunikations-Designern aus. Die technische und kreative Ausbildung erfolgt hierbei auf rund 100 Computern, ausgestattet mit den Standard-Programmen aus DTP, Webdesign und Videoschnitt. Nur etwa ein Viertel aller Rechner basiert auf dem Windows-Betriebssystem, während es sich bei der Mehrzahl der eingesetzten Computer um Macs handelt. Auch die gesamte Verwaltung und Büroarbeit der Schule erfolgt auf dem Mac.
Gegründet wurde die HTK im Jahr 1987 als private Berufsfachschule für Kommunikations-Design. Das Studienangebot umfasst alle Aspekte des Grafikdesigns, von der Idee über die Konzeption und das Layout bis hin zum fertigen Produkt, beispielsweise eine Werbekampagne, eine Verpackung, ein Webauftritt oder ein Werbefilm. Da die moderne Kommunikation ohne digitale Technik heutzutage undenkbar ist, arbeiten die Studenten einen großen Teil ihres Studiums mit Computern, an der HTK vornehmlich mit den schuleigenen Macs, aber auch mit privaten MacBooks und iBooks.
Die Ausbildung dauert insgesamt drei Jahre und findet getrennt in Vormittags- und Nachmittags-Semestern statt. Nach einer Zwischenprüfung im 3. Semester wählen die Studierenden ein Spezialgebiet, wobei hier die Advertising, Editorial-Design, Multimedia und Illustration zur Auswahl stehen. Nach dem 6. Semester erfolgt die Abschlussprüfung und der Weg in die freie Wirtschaft. Ulf Wohlenberg, stellvertretender Schulleiter und IT-Manager der HTK schätzt, dass rund 80% aller erfolgreichen Schulabgänger eine unmittelbare Anstellung als Grafik- oder Kommunikations-Designer finden, wobei manche Schüler auch den Weg eines weiterführenden oder spezialisierteren Studiums wählen.
Die rund 30 Dozenten der Schule sind fast ausschließlich auf freier Basis in der HTK tätig und üben einen kreativen Hauptberuf in der Praxis aus. Diese Nähe zum wirtschaftlichen Leben sowie der tägliche Einsatz der unterrichteten Materialien und Stoffe in den Agenturen und Betrieben schaffen eine besonders vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Schülern und Dozenten, denn es wird überwiegend reales Praxiswissen vermittelt, weniger die trockene Theorie.
Die Bedienungsfreundlichkeit des Macs erleichtert die schnelle Zielerreichung. Die meisten Gestalter wollen sich weniger mit der Technik auseinander setzen als primär ihrer Kreativität schnell und unkompliziert Ausdruck verleihen.
Ulf Wohlenberg, stellv. Schulleiter der HTK
Während der ersten drei Semester der Ausbildung liegt der Fokus auf handwerklichen Gestaltungsübungen, dem Umgang mit Farben und Formen sowie den technischen Aspekten der Kommunikation und des Handwerks. Die Studenten lernen daher schon sehr früh den Umgang mit dem Computer. Zum Einsatz kommen hierbei rund 75 Macs und 25 Windows-Rechner, ausgestattet mit den gängigsten Programmen aus DTP, Webdesign und Videoschnitt, als da wären Adobe Photoshop, InDesign und Illustrator für Grafik, Cinema 4D für 3D-Rendering, Dreamweaver und Flash für Webdesign sowie Adobe After Effects, Apple Final Cut Pro und DVD Studio Pro für Film und DVD.
Ginge es nach Ulf Wohlenberg, würde die Schule ausschließlich Macs einsetzen, doch das entspricht leider nicht der gängigen Praxis. „Wir müssen unsere Studierenden darauf vorbereiten, dass sie in ihrer späteren Wirkungsstätte nicht nur Macs sondern mitunter auch Windows-Rechner vorfinden, was vornehmlich in Web-Agenturen der Fall sein wird. Von daher ist auch der plattformübergreifende Umgang mit den verschiedenen Betriebssystemen ein, wenn auch kleiner Teil der Gesamtausbildung.“ erläutert Wohlenberg.
