Branchenübliche Software
Alex Thurley ist für die Apple Ausstattung des Medienzentrums zuständig und bietet sogar einen speziellen Service für Studenten an, die beim Umgang mit oder Wechsel zu Apple Produkten Unterstützung benötigen. Außerdem können die Studenten die IT-Ausstattung des Zentrums durch den Kauf eigener Apple Hardware und Software über das "Apple on Campus" Programm ergänzen.
"Die Apple Technologie wird in unserem Medienzentrum immer wichtiger", so Alex Thurley. "Unsere berufstätigen Studenten setzen die professionellen Apple Programme im Arbeitsalltag ständig ein. Deshalb müssen wir hier natürlich auch mit dieser Standardsoftware arbeiten."
Die RFH hatte sich als AATCe beworben, um Apple Training für ihre eigenen Medienwirtschaftler und Mediendesigner zu erhalten und für die Studierenden Apple Zertifizierungen – ein möglicher Vorteil auf dem Arbeitsmarkt – anbieten zu können. Da Alex Thurley und seine Kollegen in der Vergangenheit erfolglos versucht hatten, Softwaretraining auf Expertenniveau in andere Kurse zu integrieren, entschieden sie sich nun, die Apple Kurse als eigenständige Trainingseinheiten anzubieten.
Allerdings stellte sich hierbei eine entscheidende Frage: Würden die künftigen Medienwirtschaftler und Mediendesigner Apple Training und Qualifizierungen als wichtig genug ansehen, um dafür zu bezahlen? Bevor die ersten Kurse offiziell anliefen, forderte das Medienzentrum die Studierenden aller Fakultäten auf, ihr Interesse via Intranet zu bekunden.
Keine Zusatzkosten oder Überschneidungen bei Kursinhalten
Die große Zahl der Online-Voranmeldungen ließ keinen Zweifel mehr daran, dass der AATCe Status den Lehrplan der Studenten bereichern und ihre Zukunftschancen verbessern würde.
"Die Gebühren sind nicht hoch – sie betragen etwa ein Zehntel der marktüblichen Kosten –, da wir nur die Fachbereichskosten damit abdecken", erklärt Alex Thurley. "Dennoch war es ein entscheidender Test, um herauszufinden, wie wichtig unseren Studenten das Profi-Software-Training ist. Außerdem hätten wir die Kurse leicht wieder absetzen können, wenn kein Interesse bestanden hätte."
Das Training im Umgang mit professionellen Programmen fügt sich nahtlos in die stark praxisbezogene Lehrstrategie der RFH ein. Die Tatsache, dass die Medien- und Designstudenten ihre Kurse selbst bezahlen, bedeutet, dass der Universität und dem Fachbereich für Medien und Design keine Zusatzkosten entstehen. Hinzu kommt, dass keine Kollisionen mit anderen Kursinhalten auftreten, da die Kurse für professionelle Software eigenständige Trainingseinheiten sind.
Alex Thurley meint dazu: "Es ist interessant zu sehen, dass unter den Voranmeldungen für unsere Profi-Software-Kurse auch zahlreiche Studenten anderer Fachbereiche wie z. B. Informationsmanagement zu finden sind."
Der Zeitfaktor hätte zum Problem werden können, weil der Studienplan eng gefasst ist, damit die Studenten so schnell wie möglich ihre Prüfungen ablegen können. Um dem vorzubeugen, wurden die Kurse für professionelle Software an den Semesterbeginn verlegt, also in einen Zeitraum, bevor andere Kurse zu intensiv werden, oder an den Anfang der Semesterferien.
Nahtlose Integration von Hardware und Software
Alex Thurley ist davon überzeugt, dass die Fähigkeiten und Kenntnisse im Umgang mit der Software, die sich die Fachbereichsmitglieder durch das Apple Training innerhalb des AATCe Programms aneignen, überaus positiv auf die Lehrqualität des gesamten Fachbereichs auswirken werden. Außerdem sieht er Vorteile darin, dass die Universität enger mit Apple in Verbindung gebracht wird: "Apple bedeutet nahtlose Integration von Software und Hardware, wodurch sich komplexe Zusammenhänge einfacher verwalten lassen. Das ist die Definition für exzellentes Engineering in der Computerbranche. Deshalb ist der RFH die Entscheidung für Apple sehr leicht gefallen", erklärt er.
Am meisten profitieren die Studenten davon. "Wir haben viel Kontakt mit Medienunternehmen, denen wir die Arbeiten und Fertigkeiten unserer Studenten zeigen. Studenten, die ein Apple Zertifikat für den souveränen Umgang mit branchenüblicher Profi-Software vorweisen können, haben bei künftigen Arbeitgebern gute Karten, denn sie besitzen nicht nur profunde theoretische Kenntnisse, sondern auch Erfahrung in der praktischen Anwendung."
Apple Training im Umgang mit der Final Cut Pro, Motion und DVD Studio Pro Software ist für drei Mitarbeiter des Medienzentrums der RFH geplant.
Alex Thurley hofft, dass sich aus der Beziehung mit Apple Möglichkeiten für einen engeren Kontakt mit der Industrie und Jobnetzwerke für die Medien- und Designstudenten ergeben.
"Tatsächlich ist es ein weiterer Schritt in unserer Lehrphilosophie", so Alex Thurley. "Wir hoffen, dass unser AATCe Status ein Katalysator für Peer-to-Peer-Beziehungen sein wird. Dies könnte für unsere Studenten eine Wertsteigerung bedeuten, die wir uns jetzt noch nicht vorstellen können."
Tipps
- Studenten können mitunter den Wert neuer Kurse am besten beurteilen, insbesondere, wenn sie die Kurse bezahlen müssen.
- Kreative Kurse wie Mediendesign und Medienwirtschaft erfordern praxisorientierte Inhalte, wenn die Studenten gute Erfolgschancen auf dem Arbeitsmarkt haben sollen.
- Die Softwarefertigkeiten und -kenntnisse der Dozenten müssen von hoher Qualität sein, denn sie unterrichten die künftigen Mitarbeiter der kreativen Branchen.