Mac und BootCamp in der Architektur

casinoIT an der Universität Stuttgart

Das Architekturstudium an der Universität Stuttgart soll den Studierenden einerseits ein solides Fachwissen vermitteln und es ihnen andererseits ermöglichen ihre Kreativität und Individualität zu entfalten.

Diesen Ansatz unterstützt das casinoIT – untergebracht in einem ehemaligen Essenscasino von Siemens, daher der Name – als zentraler Computerpool der Fakultät unter der Leitung von Professor Ertel auf ganzer Linie. Die Studierenden sollen weder in der Wahl ihrer Software noch im Betriebssystem eingeschränkt werden. Außerdem bietet das casinoIT neben dem normalen Poolbetrieb einige weitere Einrichtungen, um die Studierenden individuell zu unterstützen.

Bisher war ein Angebot von mehreren Betriebssystemen nur unter großen Anstrengungen in einem sehr heterogenen System aus Windows- und Apple-Computern möglich. Als Apple vergangenes Jahr den Wechsel von IBM- auf Intel-Prozessoren ankündigte, änderte sich die Situation, da auf einem Mac mit Intel-Prozessor sowohl Mac OS X als auch ein Windows-Betriebssystem mittels BootCamp ohne Geschwindigkeitseinbußen lauffähig sind. So wurde im Rahmen der letzten großen Sachmittelinvestition in Zusammenarbeit mit einem kleineren Pool aus der Fakultät Physik beschlossen, die neue BootCamp-Technologie von Apple und die damit verbundenen Vorteile zu nutzen.

"Klar, ich kann mich hundertprozentig auf meine Mitarbeiter verlassen. Aber dass der Umstieg auf Apple so problemlos laufen würde, hätte wohl niemand für möglich gehalten."

Professor Hanno Ertel, Leiter des casinoIT

Im Bereich casinoPOOL stehen den Studenten nun acht Mac mini zum Surfen, 76 iMac 20“ für normale Arbeiten und 16 MacPro für rechenintensive Aufgaben zur Verfügung. Diese sind den Studenten 350 Tage im Jahr, 17 Stunden am Tag (mit einer „Nachtarbeitserlaubnis“ sogar rund um die Uhr) zugänglich. Die iMacs sind komplett mit BootCamp ausgerüstet und besitzen neben Mac OS X 10.4 eine Partition mit Microsoft Windows XP. Dadurch können sich die Studierenden mittels eines Neustarts das Betriebssystem ihrer Wahl aussuchen und haben unter beiden Systemen Zugriff auf ihr 4 GB großes Home-Verzeichnis. Sogar der Desktop ist synchron. Dadurch sind Workflows zur optimalen Leistungsausnutzung der beiden Systeme möglich. So kann ein 3D-Objekt unter Windows in 3D Studio Max erzeugt und anschließend unter Mac OS X in Cinema 4D mit voller Ausnutzung der 64Bit-Power der iMacs gerendert werden.

Die Studierenden können untereinander Daten mittels eines gemeinsamen 250 GB-Laufwerks austauschen. Ein zusätzlicher Vorteil für die Studierenden ist somit auch, dass sich die Wartezeiten auf einen freien Rechner insgesamt verkürzen, da jeder jeden Rechner nutzen kann.

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