Fenster zu einer wilden Welt: Colin Prior
Als er vor fünf Jahren sein eigenes Publishing-Unternehmen gründete, begann Colin Prior mit Mac Computern zu arbeiten. "In der Publishing-Branche muss man einfach mit Macs arbeiten", sagt er. "Aber sobald man das erste Mal mit einem Mac gearbeitet hat, will man nicht mehr zu Windows zurück."
"Meiner Meinung nach verleiht die Technologie ihren Benutzern mehr Potenzial, aber dabei müssen wir die Meister und die Technologie der Sklave sein. Bei Windows ist das genau umgekehrt. Die Mac Umgebung ist jedoch enorm benutzerfreundlich. Außerdem gibt es keine Viren, die einem Ärger machen können", fügt er hinzu.
Die Aperture Software ist eine echte Evolution. Sie hat die Technologie entmystifiziert und dem Fotografen vielleicht zum ersten Mal seit der Entstehung der Digitalfotografie wieder die Macht über seine Bilder zurückgegeben.
Prior macht ausgiebigen Gebrauch von Aperture, importiert Bilder im RAW-Format direkt von seiner Kamera, bearbeitet sie und passt sie an. Ihm gefällt der All-in-One-Charakter dieser Lösung. "Eines gefällt mir besonders: Wenn ich Bilder per E-Mail an einen Bildeditor oder Kollegen sende, kann ich dazu das integrierte Verteilungssystem von Aperture nutzen." Als unglaublich hilfreich empfindet er auch die Möglichkeit, mit der Software ganze Bilderstapel zu konvertieren.
Während seiner Arbeit nimmt Prior zahllose Bilder auf. Wichtig ist daher für ihn die einfache Verwaltung von Metadaten mit Aperture und die integrierte Funktion für das Gruppieren von Bildern nach Aufnahmedatum oder anderen, vom Benutzer festlegbaren Kriterien, basierend auf den EXIF-Daten, die mit den Bildern von der Kamera exportiert wurden. Damit kann er sein stetig anwachsendes Fotoarchiv auf effiziente Weise verwalten. "Das macht den gesamten Bearbeitungsprozess so viel einfacher", sagt er. "Die Stapelverarbeitung ist weitaus intuitiver als in Photoshop."
Prior sieht Aperture als digitales Äquivalent zur Arbeit in einem Fotolabor an: "Die Software setzt Informationen Ihrer Kamera in Informationen um, die Ihr Gehirn versteht", sagt er. Schnell und einfach Schlagwörter und andere Informationen zu individuellen Bildern und Bildergruppen hinzufügen zu können, "gibt mir die Fähigkeit, mit diesen Bildern zu kommunizieren".
"Die Aperture Software ist eine echte Evolution", betont er. "Sie hat die Technologie entmystifiziert und dem Fotografen vielleicht zum ersten Mal seit der Entstehung der Digitalfotografie wieder die Macht über seine Bilder zurückgegeben. Ich denke, die Evolution wird weitergehen und diesen gesamten Prozess noch weiter straffen."
Der Wechsel zur Digitalfotografie war eine Herausforderung und zwang Prior dazu, viele Aspekte des Fotografierens neu zu erlernen. "Wenn Sie verstehen wollen, was hinter der Programmtaste an Ihrer Kamera steckt, müssen Sie weiterhin die grundlegenden Prinzipien der Fotografie erlernen."
Prior hat drei Bücher veröffentlicht. Ein viertes, "The World’s Wild Places" soll im Oktober 2006 erscheinen. Dieses Buch, an dem er zehn Jahre gearbeitet hat, zeigt die abgelegensten Flecken der Erde – von der Wüste Atacama bis hin zu den Ofoten-Inseln nahe Norwegen. "The World’s Wild Places" wird mit einer Ausstellung im OXO Tower in London eingeführt, die vom 5. bis zum 22. Oktober 2006 läuft.
Einmal verbrachte Prior vier Jahre damit, Fotos für den Firmenkalender von British Airways aufzunehmen. "Zu der Zeit reiste ich über eine Million Meilen in 35 verschiedene Länder", erzählt er. "Meine Karriere wurde durch meine Leidenschaft für unberührte Landschaften vorangetrieben. Obwohl ich Digitalaufnahmen mache, suche ich nach wie vor nach denselben fotografischen Möglichkeiten. Ich nehme weiterhin die gleichen Dinge wahr und lasse die Landschaft in gleicher Weise auf mich einwirken. Das kann die Technologie nicht ersetzen."

