Logic, kreative Prozesse und Erdbeertorte
Gitarrist Richard Kruspe (Rammstein)
Fotografie: Matthias Matthies
Rammstein. Der Name steht für den zurzeit erfolgreichsten deutschsprachigen Export in der Musikwelt. Das vierte Rammstein Album „Reise, Reise“ eroberte im September 2004 europaweit die Top 10 der Albumcharts. Rammstein ist damit laut Billboard Charts die weltweit erfolgreichste deutschsprachige Band aller Zeiten. Auf ihrem großartigen Erfolg ruhen sich Rammstein jedoch nicht lange aus. Kurz nach der „Reise Reise“ Tour 2004/2005 begeben sich die Jungs in ein Berliner Studio, um die Aufnahmen des fünften Album, das gerade aktuell unter dem Titel „Rosenrot“ erschien, fortzusetzen. In kürzester Zeit steht das Album auf Platz 1 der Top 10 Charts. Bei den MTV Music Awards in Lissabon räumen Rammstein noch einmal so richtig ab: Sie gewinnen in der Kategorie „Best German Act“ und sind neben Coldplay und Gwen Stefani mit „Keine Lust“ als Best Video international nominiert. Jüngst wurden Rammstein für die Grammys 2006 nominiert.
An einem Sonntag treffen wir Richard Kruspe, der neben Paul Landers für die unvergleichliche „Gitarrenwand“ sorgt, in einem Café irgendwo auf dem Prenzlauer Berg im Herzen des Berliner Ostens. Obwohl die Band Tag und Nacht im Studio arbeitet und Richard am Vortag stundenlang Gitarrenlicks eingespielt hat, sieht er beneidenswert frisch und erholt aus.
Anders sein und anders denken – das ist ein wichtiger Erfolgsgarant für die Band. Richard sieht hier Parallelen zwischen den Marken Rammstein und Apple, denn „Apple zeigt der Musikbranche wie man andere Wege gehen kann.“
“Apple zeigt der Musikbranche wie man andere Wege gehen kann…”
— Richard Kruspe
Richards erster Apple Computer ist ein Performa 5200er aus der ersten Power Mac Generation mit dem Betriebssystem System 7. Angefangen hat jedoch alles mit ATARI und Cubase. Erst dann kam der Umstieg auf Apple Hardware bei Weiterverwendung von ProTools für Audio und Cubase für MIDI, wobei er die Programme synchronisiert und parallel genutzt hat. „Das war eine Katastrophe, total kompliziert und hat nie so richtig funktioniert“, erinnert sich Richard. „Trotzdem,“ so Richard weiter „war es ein bestehendes Prinzip. Ich hatte Angst, zu Logic zu wechseln. Dabei waren die Möglichkeiten mit Logic schon damals gigantisch.“ So stieg die Band letztendlich doch auf Logic um und ist bis heute dabei geblieben, denn „Musiker wollen Musik machen und sich nicht ewig mit komplizierter Technik beschäftigen“, so Richard. „Besonders die klare Struktur des Programms kommt uns entgegen, da wir selbst sehr geplant vorgehen. Es ist die Art und Weise, wie wir Musik machen.“
Bei der ausschließlichen Arbeit am Computer käme nach Richard allerdings die emotionale Seite zu kurz, die Auseinandersetzung im Studio würde fehlen. Für die Produktion des vierten Albums entschied sich die Band daher folgerichtig für die Proberaumatmosphäre. Jedes Bandmitglied trägt seinen eigenen Teil zu den Songs bei. Durch die gemeinsame kreative Arbeit im Proberaum hat sich die Stärke der Band herauskristallisiert.
Neben Berlin haben Rammstein ihre Alben in den größten Studios von Spanien, Belgien, Holland und Schweden produziert. Voraussetzung für die Studioausstattung sind auch Apple Computer mit ProTools Hardware sowie Logic Pro.





