Erfahrungen im 1-zu-1 Projekt am Gymnasium
Kaiser-Friedrich-Ufer in Hamburg
Apple 1-zu-1-Lernen Warum 1-zu-1? Umfassende 1-zu-1-Lösungen Einfluss auf das Lernen

„Es geht nicht darum, mit den Notebooks einem modischen Trend zu folgen. Das Werkzeug iBook hilft der Klasse, hilft mir, Qualität und Nachhaltigkeit im Lernen zu erreichen.“Hannes Beecken, Gymnasium Kaiser-Friedrich-Ufer in Hamburg

Das "Kaifu"Das „Kaifu“ setzt seit 1983 auf Apple Rechner. 1992 gab es die ersten Internet-Projekte, 1996 wurde die Schule als Apple Modellschule ausgezeichnet, von 2000 bis 2002 war sie am Netzwerk der Bertelsmann Medienschulen beteiligt. Im Rahmen einer landesweiten Medien-Initiative stieg die Schule 1999 mit einer iBook-Klasse in ein 1:1-Projekt ein. Mittlerweile gibt es die dritte iBook-Klasse.

Anfänglich geäußerte Befürchtungen:

Die Schüler werden auf dem Weg nach Hause überfallen, weil sie mit den wertvollen iBooks unterwegs sind.

„Es gab kein einziges Mal auf dem Heimweg Probleme aufgrund der iBooks.“

Die Schüler haben zu schwer zu tragen, wenn sie zusätzlich zu Ihren Schulbüchern Ihr iBook tragen müssen und bekommen dadurch Haltungsschäden.

„Ein Jahr lang wurde von den Eltern so argumentiert - das war 1999. Wir reagierten, indem wir durch einen zusätzlichen Schrank ermöglichten, alle nicht zu Hause benötigten Schulbücher in der Schule zu lassen. Da im Klassenraum ein Stahlschrank vorhanden ist, könnten die Schüler auch ihr iBook in der Schule lassen, aber das wollen sie natürlich nicht. Seit 2000 ist dieses Argument nicht wieder vorgetragen worden, auch nicht bei neu eingerichteten iBook-Klassen.“

Das Internet ersetzt die Bücher bei der Informationssuche. Insgesamt wird dadurch deutlich weniger und schlechter gelesen.

„Wir definieren die Rolle der Bücher und der Schulbücher neu. Es gibt weiterhin Lektüren und Schulbücher. Schulbücher enthalten den Lernstoff übersichtlich zusammengefasst, sind Nachschlagewerke, helfen bei der Ergebnissicherung, dienen zum Lernen und Nachlernen und sind eine der Informationsquellen bei Projekten. Tatsächlich bestätigen die Schüler, dass sogar mehr gelesen wird als in vergleichbaren Klassen. Ursache hierfür sind die Projektarbeiten.“

Die Schüler vergraben sich hinter ihren Computern und reden nicht mehr miteinander.

„Das Gegenteil ist richtig. Die Kommunikationsdichte ist bei weitem höher als in Klassen ohne iBooks. Ständig muss etwas abgesprochen werden. Die eigenverantwortliche Arbeit an Projekten und die Lehrtätigkeit der Schüler erfordert und bewirkt das. Es gibt erheblich mehr unterrichtliche Gesprächsanlässe.“

Die Schüler verlernen ihre Handschrift, ihre "Klaue" verschlimmert sich.

„Auch für mich überraschend ist das Gegenteil richtig. Die Schüler schreiben nach vier Jahren deutlich besser als vergleichbare Lerngruppen. Ich vermute folgende Ursachen: Am Computer und bei Präsentationen spielen Gestaltungskriterien eine große Rolle. Die Ansprüche an Layout und Gestaltung steigen. Da soll die Handschrift nicht nachstehen. Außerdem: Wenn nach einem Jahr die Nutzung der iBooks Routine wird und der anfängliche Hype keine Rolle mehr spielt, überlegen die Schüler genau, ob es im speziellen Fall effektiver ist, mit dem iBook oder auf dem Notizblock zu schreiben. Dann wird auch wieder mehr (und besser) mit der Hand geschrieben.“

Das Rechtschreibprüfprogramm nimmt den Schülern die Arbeit ab, so dass sie die Rechtschreibung nicht richtig lernen.

„Das Gegenteil ist richtig. Die Verwendung der Rechtschreibprüfung führt zu einer bewussten Betrachtung des Rechtschreibproblems, zu einer bewussten Entscheidung, deren Wirkung sehr positiv ist. Nicht nur ich habe das bemerkt. Es gibt dazu eine wissenschaftliche Untersuchung, die das beweist. Es ist ganz wichtig, die Benutzung des Rechtschreibprogramms nicht nur zu erlauben, sondern die Benutzung zu erklären und zu üben.“

Die Schüler sind so sehr damit beschäftigt, die Software zu erlernen, dass für die Inhalte keine Zeit mehr bleibt und die Schüler gegenüber den Anforderungen des Lehrplans den Anschluss verlieren.

„Tatsächlich ist mehr als sonst zu erlernen: Der Umgang mit dem iBook, dem Netzwerk, der Software, die Methodik selbstständigen Lernens, Präsentieren usw. - und natürlich die Inhalte. Tatsächlich müssen die Schüler weit mehr als ihre Mitschüler ohne iBook lernen. Nach zwei Jahren stellen sie das auch fest: "Wir arbeiten ja viel mehr als die Schüler in den Parallelklassen!" Ja - und ich finde das genau richtig. Und die Schüler sind schließlich auch stolz auf sich und ihre Leistung.“

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