"Der Computer unterstützt und ergänzt meinen Unterricht sinnvoll, wird ihn aber niemals ersetzen. Das ist auch nicht das Ziel."
Reto Kaser, Primarlehrer und Apple Distinguished Educator
Für Reto Kaser ist klar, wie sich der Unterricht in den nächsten zehn Jahren entwickeln wird: «In fortschrittlicheren Kantonen wird jede Schülerin, jeder Schüler am eigenen Laptop arbeiten. Lehrerinnen und Lehrer werden ihre Schülerinnen und Schüler online begleiten, beispielsweise Aufgaben stellen oder Fragen beantworten.» Trotz aller Vorteile sieht er auch die eine oder andere Schattenseite: «Ein grosses Problem, das nicht nur die Schule betrifft, ist die Informationsflut. Wir werden lehren und lernen müssen, wie wir die Spreu vom Weizen trennen, wie wir Informationen bewerten und beurteilen. Das wird eine der Kernkompetenzen im Informations- und Wissenszeitalter sein.»
Lehren und lernen, den Mac im Unterricht zu nutzen
Weil er an den computerunterstützten Unterricht glaubt, engagiert sich Reto Kaser seit 2005 als Apple Distinguished Educator (ADE). Damit gehört er zu den weltweit rund 600 Pädagoginnen und Pädagogen, die sich für den Einsatz von Computern im Allgemeinen und Apple im Besonderen stark machen. In der Schweiz tun das 20 ADEs; sie beweisen täglich, wie viel mehr und besser Schülerinnen und Schüler dank IT lernen, und zeigen ihren Kolleginnen und Kollegen, wie sie diese Werkzeuge gezielt einsetzen. So unterrichtet Reto Kaser an der Pädagogischen Hochschule Solothurn, die zur Fachhochschule Nordwestschweiz gehört, und organisiert Kurse für andere Lehrerinnen und Lehrer.
MacBook im Einsatz
Die Schweizer ADEs sind vernetzt und tauschen sich mehr oder weniger regelmässig aus. So haben sie auf .mac eine Gruppe mit Kalender, Datenbank und Mailingliste eingerichtet. Ausserdem treffen sie sich, wenn sie an einem der von Apple speziell für sie organisierten Workshops teilnehmen. Dort ist allerdings oft die Zeit zu knapp, um Themen oder Probleme aus dem Schulalltag zu besprechen. Das vermisst Reto Kaser ein wenig und weiss selbst am besten, wie schwierig es für einen ADE ist, neben seiner Arbeit sowie seiner Aus- und Weiterbildung Zeit für ein Gespräch unter Kollegen zu finden. Darum schätzt er den Austausch im virtuellen Team über .mac umso mehr.
Die Nachfrage der Lehrerinnen und Lehrer ist riesig
«Ich unterrichte für mein Leben gern», bringt Reto Kaser seine Motivation auf den Punkt, sich als ADE zu engagieren, «und zwar junge und erwachsene Menschen». Darum sagte er ja, als ihn Apple via Pädagogische Hochschule Solothurn angefragt hatte, ob er sich dafür interessiere. Die Entscheidung hat er bis heute nicht bereut, obwohl er viel Zeit in diese Aufgabe investiert. So muss er alle drei Monate mindestens einen Kurs durchführen. Die Nachfrage ist riesig: Immer mehr Lehrerinnen und Lehrer wollen lernen, wie sie den Computer sinnvoll in ihren Unterricht einbauen und ihre Stunden dank Programmen wie GarageBand, iDVD oder iPhoto abwechslungsreicher gestalten.
Reto Kaser glaubt, er könnte mehr Kurse anbieten, selbst wenn die solothurnischen Gemeinden anders als im Aargau oder in Zürich traditionell PC-orientiert sind. Nur entlang der Kantonsgrenze setzen Schulen auf Apple. Doch die Reaktionen der Lehrerinnen und Lehrer beweisen ihm, auf dem richtigen Weg zu sein. «Alle sind überrascht, wie rasch sie mit den iLife-Programmen kreativ arbeiten können», fasst er zusammen, «sie spüren, wie abwechslungsreich, erlebnisreich und motivierend lernen sein könnte, wenn sie ihren Unterricht mit dem Computer unterstützen.» Für ihn ist der Mac der ideale Computer für Schulen nicht erst, seit er ADE ist, nicht nur, weil er ADE ist…


