Unabhängig von Zeit und Ort studieren, effizient und effektiv
Eidgenössische Technische Hochschule Zürich
Die Eidgenössische Technische Hochschule Zürich ist weltweit bekannt für ihr hohes Niveau in Forschung und Lehre. Nicht zuletzt, weil die technisch-naturwissenschaftliche Universität offen ist für innovative Ideen. Eine davon sind Podcasts. Das Angebot wächst und wird immer stärker genutzt, die Studierenden und Dozierenden sind überzeugt davon.
1855 wurde die Eidgenössische Technische Hochschule – kurz ETH Zürich – als Eidgenössisches Polytechnikum gegründet. An der grössten technisch-naturwissenschaftlichen Universität der Schweiz lehren, lernen, forschen und arbeiten 18'000 Menschen aus 80 Nationen; 350 Professoren unterrichten und forschen in 16 Departementen. Seit ihrer Gründung wurden nicht weniger als 21 Professoren oder Absolventen der ETH mit einem Nobelpreis ausgezeichnet – ein eindrücklicher Beweis für die anerkannt hoch stehende Forschung und Lehre im technischen, mathematischen und naturwissenschaftlichen Bereich.
Selbstständig und eigenverantwortlich lernen
Die ETH steht an der Spitze, weil sie offen ist für innovative Ideen und umsetzt, was pädagogisch sinnvoll sein könnte. Ein Beispiel dafür ist das Podcast-Portal, das seit Anfang 2007 online ist. Die Idee dahinter ist einfach, Herr Roger A. Rebetez bringt sie auf den Punkt: «Podcasts sind für uns eine Alternative zum Frontalunterricht im Hörsaal oder Klassenzimmer. Sie spiegeln einen Trend – die Studierenden wollen selbstständig und eigenverantwortlich lernen, unabhängig von Zeit und Ort. Dank Podcasts werden sie flexibler, weil sie sich an keinen Stundenplan halten müssen oder Vorlesungen nochmals anschauen können.»
Herr Rebetez ist innerhalb der Multimedia Services (MMS) der Informatikdienste für die Schnittstelle zwischen AV und IT (Audio, Video und Computer) verantwortlich. Mit seinen Kolleginnen und Kollegen unterstützt er ausserdem alle mit Rat und Tat, die einen Podcast produzieren wollen. Das sind noch nicht viele, werden aber immer mehr. Im Moment produzieren die Multimedia Services und die e-Learning-Spezialisten vom NET fast alle Podcasts. Das Angebot auf dem Portal ist umfangreich und wird laufend ausgebaut. «Wir stellen nicht nur Vorlesungen online, sondern auch interessante Podiumsdiskussionen oder Gespräche mit Menschen, die etwas zu sagen haben.»
Unterschiedliche Formate, verschiedene Kanäle
Die Podcasts werden unterschiedlich stark genutzt. «Eine Vorlesung, die für 100 Studierende wichtig ist, wird natürlich nicht so oft heruntergeladen wie die Diskussion mit dem Dalai Lama und Bundesrat Pascal Couchepin», erklärt Herr Rebetez, «doch eines ist klar: Das Angebot wird immer häufiger genutzt.» Damit alle davon profitieren können, bieten die Multimedia Services alle Episoden in unterschiedlichen Formaten über verschiedene Kanäle an: Natürlich als Podcast für Geräte wie iPod oder Mobiltelefon und in hoher Qualität für den Computer, aber auch als Streaming (MPEG-4) oder als MP3-Datei (nur Audio).
Das Podcast-Portal ist öffentlich, der Zugang nicht eingeschränkt. Das hat seinen Grund: «Die Podcasts sind für uns natürlich auch Öffentlichkeitsarbeit», gibt Herr Rebetez zu, «wir beweisen damit, wie nahe wir uns am Puls der Zeit bewegen.» Seit Juni 2007 schalten darum US-amerikanische Universitäten ihre Vorlesungen auf iTunes U(niversity) online. So bietet die renommierte Berkeley-Universität ganze Lehrgänge an, etwa 250 Dateien über Biologie oder 400 Dateien über Computerwissenschaften. Auch die Eidgenössische Technische Hochschule Zürich will Vorlesungen über iTunes U verbreiten, sobald das in Europa rechtlich und technisch möglich ist.
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