«Die Medien als Chance» heisst die Philosophie der MedienFalle, der Medienwerkstatt beider Basel. Mit Idealismus und ungewöhnlichen Ideen bringen die Medienpädagogen den Jugendlichen die digitalen Medien näher. Nicht, um ihre technische Kompetenz zu entwickeln, sondern ihre Persönlichkeit– und so ihr Selbstwertgefühl zu verbessern.

So schwierig wie heute war es für Schulabgängerinnen und -abgänger noch nie, eine Lehrstelle zu finden. Zum einen drängen geburtenstarke Jahrgänge auf den Lehrstellenmarkt, zum anderen bieten die Unternehmen nicht genügend Lehrstellen an. Besonders angespannt ist die Situation in Basel, wo die Behörden zu lange nur zugeschaut haben. Darum hat die MedienFalle das Projekt «Förderband» ins Leben gerufen.

«Förderband» ist ein Projekt für Schulabgängerinnen und -abgänger, die (noch) keine Lehrstelle gefunden haben, und dauert drei Monate. Die rund 20 Jugendlichen drehen einen Film und porträtieren Menschen, die ihren Berufsweg eingeschlagen haben. Das Ziel ist nicht, eine professionelle DVD zu produzieren, wie der Medienpädagoge Attila Gaspar erzählt: «Das Projekt fördert die Fähigkeiten dieser jungen Menschen und hilft ihnen, ihre Vorlieben und persönlichen Stärken in ein Projekt einzubringen.»

Garageband auf dem MacBook Pro

Die Jugendlichen lernen, Verantwortung zu übernehmen
In erster Linie geht es darum, die Medienkompetenz der Jugendlichen zu entwickeln, ihnen Erfolgserlebnisse zu vermitteln und so ihr Selbstwertgefühl zu verbessern. Das ist auch nötig, denn die meisten dieser Jugendlichen haben sich 60-mal, 70-mal, 80-mal oder noch öfter um eine Lehrstelle beworben. Ohne Erfolg. Das hinterlässt Spuren. Die jungen Frauen und Männer suchen während dieses Projekts Antworten auf Fragen wie «Welche Möglichkeiten habe ich in der Berufswelt?» oder «Wie bewerbe ich mich?».

Dank Apple lernen diese Jugendlichen, wie einfach es ist, mit einem Computer zu arbeiten.

Attila Gaspar, Medienpädagoge, MedienFalle Basel

Bei der Suche nach Antworten werden sie von erfahrenen Fachleuten begleitet. Einer von ihnen ist Attila Gaspar, der – je nach Situation – coacht, moderiert oder Regie führt. «Selbstverständlich lernen die Jugendlichen, wie sie ein Interview führen, einen Film drehen oder einen Radiospot produzieren», erklärt Gaspar die Idee hinter «Förderband», «doch sie lernen vor allem, Verantwortung zu übernehmen und mit anderen ein Ziel gemeinsam zu verfolgen und auch gemeinsam zu erreichen.»

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