
Was kann die vollständig konforme Unix Technologie in Leopard? Sie kann beliebigen POSIX konformen Quellcode ausführen. Sie kann Ihnen dabei helfen, Multicore-Systeme bestmöglich zu nutzen. Sie kann Ihnen eine neue Terminal Oberfläche mit Tabs an die Hand geben. Sie kann eine Vielzahl neuer Funktionen bereitstellen, die das Leben jedes Entwicklers erleichtern. Die Frage ist also vielmehr: Was kann diese Technologie nicht ?
Unix Zertifizierung
Leopard ist jetzt ein registriertes Open Brand UNIX 03 Produkt, das die SUSv3 und POSIX 1003.1 Spezifikationen für die C API, Shell Dienstprogramme und Threads erfüllt. Da Leopard all Ihren vorhandenen Unix Code kompilieren und ausführen kann, lässt es sich in Umgebungen einsetzen, die vollständige Konformität voraussetzen - einschließlich Programmierungen, um die Kompatibilität mit vorhandener Software zu gewährleisten.
Terminal 2.
Das Programm "Terminal" in Leopard nutzt die nativen Text- und Grafikfunktionen des Systems unter Verwendung von Input Manager und Core Text, um auch andere Sprachen als Englisch komplett zu unterstützen. Die aktualisierte Layout-Engine sorgt dafür, dass Text im ASCII-, ISO- und Unicode-Format rasant schnell gerendert wird. Dank einer neuen Benutzeroberfläche können Benutzer auf der ganzen Welt jetzt das Leistungspotenzial von Unix nutzen. Mit dem vereinfachten Informationsfenster und einem integrierten Bereich für Einstellungen ist es denkbar einfach, die Arbeit mit der Terminal Oberfläche und ihr Erscheinungsbild nach Wunsch zu ändern.
TCP mit Selbsteinstellung.
Ob Breit- oder Schmalbandnetzwerk - Leopard erzielt durch eine Optimierung der Puffergrößen entsprechend den vorherrschenden Ressourcen und dem Verbindungstyp immer die bestmögliche Bandbreite. Das Starten mit einem größeren Fenster hilft TCP bei der kontinuierlichen dynamischen Optimierung. Dies ist besonders bei Verbindungen zu Netzwerken mit hoher Bandbreite/hoher Latenz wie dem FiOS von Verizon nützlich, die früher spezielle Werkzeuge wie den Broadband Tuner erforderten.
Autofs.
Die brandneue Multithreading-Dateisystemebene "autofs" analysiert, welche Pfade sich auf entfernten AFP, SMB oder NFS File-Server-Diensten - oder sogar auf einem symbolischen Link - befinden und aktiviert automatisch den entsprechenden Server. Der Finder und andere Programme müssen nicht warten, bis eine Aktivierung abgeschlossen ist, um eine weitere anzufordern. Jetzt können Sie für Ihr ganzes Unternehmen Pfade für die automatische Aktivierung festlegen und dabei auf die standardmäßigen Automounter-Maps (z. B. NIS) zurückgreifen, die von Linux oder Solaris unterstützt werden.
64-Bit-Programme.
Leopard ist das erste etablierte Betriebssystem, das sowohl 64-Bit- als auch 32-Bit-Programme vollständig und nahtlos auf einer Plattform unterstützt und dabei alle vorhandenen Geräte verwenden kann. Selbst wichtige Grafiksystembibliotheken - darunter Cocoa, X11 und OpenGL - sind für 32-Bit- und 64-Bit-Prozessoren verfügbar.
Für mehrere Prozessorkerne optimiert.
Leopard überzeugt durch verbesserte Koordination, Speicherverwaltung und Prozessoralgorithmen und ermöglicht es Ihnen so, Multicore-Systeme noch besser zu nutzen. Mehrere Subsysteme (TCP-Netzwerkbetrieb, autofs, NFS Server) wurden neu geschrieben, damit sie in vollem Umfang für Multithreading-Vorgänge geeignet sind. Zudem wurde die POSIX Threadzuweisung optimiert, um die neuen NSOperation APIs zu unterstützen.
DTrace.
DTrace ist ein systemnahes Debugging- und Profiling-Werkzeug für die detaillierte Überwachung fast aller Programmaspekte. Diese Technologie, die auf dem Solaris Open Source-Projekt basiert, wurde von Apple in den Darwin Kernel integriert. Darüber hinaus wurden Java, Ruby, Python und Perl erweitert, um DTrace zu unterstützen. Auf diese Weise besteht eine bisher nicht dagewesene Möglichkeit, die Leistungsmerkmale dieser Sprachen zu überwachen.
Scripting Bridge.
Mac OS X ist jetzt die ideale Plattform für skriptbasierte Entwicklungsarbeiten aller Art. Sprachen wie Ruby 1.8.6 und Python 2.5 eignen sich hervorragend für die Mac Entwicklung - dank Cocoa Bridging, Unterstützung für Xcode und Interface Builder, DTrace Überwachung und Framework-Builds sowie AppleEvent Links über die neue Scripting Bridge. Auch für die Entwicklung für Ruby on Rails ist Leopard durch Rails, Mongrel und Capistrano die wichtigste Plattform.
E/A-Streaming.
Das neue IOStream Modell stellt eine hochwertige API für die Verwaltung von direkten Speicherzugriffen und anderen Datenübertragungen mit hoher Bandbreite bereit, ohne dass dafür Cache-Strategien für unterschiedliche Hardwarearchitekturen optimiert werden müssen. Es bildet auch die Grundlage der neuen IOVideo Familie, die für die Unterstützung professioneller Videokarten konzipiert wurde. Mit diesen neuen APIs können Entwickler die Vorteile neuer, innovativer und älterer Hardware gleichermaßen ausschöpfen.
NFS mit Kerberos.
Leopard NFS unterstützt jetzt die Kerberos Authentifizierung als Alternative zu den Unix Benutzerkennungen, um festzulegen, wer auf ein bestimmtes Volume zugreifen darf. Darüber hinaus erzeugt jedes Host-System automatisch seinen eigenen Kerberos v5 Principal, mit dem es mit Kerberos authentifizierte Dienste bereitstellen kann.
Verzeichnisdienste.
Mit dem Dienstprogramm "Verzeichnisdienste" lassen sich an einem Ort alle lokalen und entfernten Verzeichniseinträge und -dienste in grafischer Form verwalten. Bisher waren für diese Aufgabe komplizierte Operationen auf Befehlszeilenebene erforderlich.
UNIX ist in den USA und weiteren Ländern eine eingetragene Marke von The Open Group. Änderungen an allen auf der Mac OS X Leopard Web-Site genannten Funktionen bleiben vorbehalten.
