CoopPresse, Basel: Die CoopPresse hat sich für Mac OS X – und damit für Apple – entschieden

Die drei Coop-Kundenzeitungen sind die am meisten gelesenen Printprodukte in der Schweiz. Die Produktion der CoopPresse baut auf Mac OS X auf, weil das Betriebssystem eine sichere, stabile, kostenoptimierte und zukunftsorientierte Plattform für die Zeitungsproduktion ist.

Coopzeitung, Coopération und Cooperazione erscheinen wöchentlich. Mit einer Auflage von insgesamt 2'360'228 Exemplaren (Quelle: WEMF, AG für Medienforschung; 2006) erreichen diese Zeitungen der Coop Presse über 3.3 Millionen Leserinnen und Leser, das entspricht einer Reichweite in der gesamten Schweizer Bevölkerung von knapp 57 Prozent. Damit sind die drei Coop-Kundenzeitungen die am häufigsten gelesenen Printprodukte in der Schweiz und eine interessante Plattform für Werbekunden – ihre Inserate erreichen eine Beachtungsquote von teilweise mehr als 50 Prozent, womit sie von teilweise über 1.5 Millionen Menschen gesehen werden.

Die CoopPresse hat die Auflage ihrer Zeitungen in den letzten Jahren kontinuierlich gesteigert. Zum einen, weil Coop mehr Kundinnen und Kunden hat als früher, zum anderen, weil die Redaktionen ihre Zeitungen laufend verbessern. Leserinnen und Leser schätzen die bunte, lesenswerte und informative Mischung aktueller Themen aus Familie und Gesellschaft, Konsum und Wirtschaft, Fitness und Gesundheit, Kultur und Reisen. Für viele von ihnen ist ihre Coopzeitung, Coopération, Cooperazione neben den wöchentlichen Aktionsangeboten der Coop eine wichtige neutrale Informationsquelle.

Drei komplett unterschiedliche Zeitungen

Die Redaktionen arbeiten unabhängig voneinander. Coopération und Cooperazione sind nicht einfach französisch- beziehungsweise italienischsprachige Übersetzungen der auflagenstärkeren Coopzeitung, sondern eigenständige Ausgaben mit eigenem Themenmix. Trotzdem sind alle Redaktionen in Basel zu Hause, auf demselben Stockwerk an der Tellstrasse. So wissen die Redaktorinnen und Redaktoren stets, womit sich die anderen gerade beschäftigen; der Austausch funktioniert über Sprachgrenzen und Kulturunterschiede hinweg.

“Neben Stabilität und Sicherheit hat uns das Betriebssystem als zukunftsorientierte Plattform für die Zeitungsproduktion überzeugt.”


Patric Thommen, Leiter Mac-Infrastruktur

Ein paar Stockwerke tiefer arbeiten die Mac-Informatiker. Unter ihnen Patric Thommen, Leiter Mac-Infrastruktur. Coop Presse setzt seit den frühen 1990er-Jahren auf Hardware und Software von Apple. «Damals gab es neben den grossen Systemen nur wenige Alternativen», erinnert sich Thommen, «ausserdem setzte Apple die Standards in der grafischen Gestaltung und Zeitungsproduktion.» Weil Coop Presse unabhängig von Grosssystemen sein wollte, entschied sie sich damals für Apple. Eine Entscheidung, die bis heute niemand bereut hat.

Eine Entscheidung aus Kostenüberlegungen

Coop Presse ist Apple über all die Jahre treu geblieben. «Wir haben, wie andere Verlage auch, die Situation immer wieder gründlich analysiert», erzählt Patric Thommen, «und arbeiten aus Kostenüberlegungen weiterhin mit Hardware und Software von Apple.» Der Aufwand, die Infrastruktur für alle Redaktionen zu betreuen, sei geringer, ausserdem ginge das grosse Know-how der Informatiker und Anwenderinnen nach einem Systemwechsel verloren. «Und», fügt Thommen an, «die Redaktorinnen und Redaktoren lieben ihre Macs.»

Das war nicht immer so. Als Coop Presse ihre Redaktionen mit Macs ausrüstete, waren viele Redaktorinnen und Redaktoren skeptisch. Allerdings nicht lange: «Anwenderfreundlichkeit und Leistungsfähigkeit haben sie rasch überzeugt», erklärt Thommen, «ausserdem laufen ihre Systeme stabiler und sind sicherer vor Angriffen.» Er kann sich an keinen ernsthaften oder gar erfolgreichen Angriff von aussen erinnern – ausser an den einen oder anderen Versuch mit E-Mails, die über einen Exchange-Server eingegangen sind.

Die Produktionssicherheit ist entscheidend

Stabilität und Sicherheit vor Angriffen sind zwei wichtige Pfeiler der Produktionssicherheit. Und die ist für eine Zeitung entscheidend, weil der Zeitplan immer eng ist. Die Weisheit «es gibt nichts Älteres als die Zeitung von gestern» gilt zwar nicht zwingend für eine Wochenzeitung, doch keine Redaktorin, kein Redaktor will zu spät erscheinen. Immerhin warten über 3,3 Millionen Menschen auf ihre Coopzeitung, ihre Coopération, ihre Cooperazione. Die Produktionssicherheit ist einer der Gründe, warum CoopPresse auf Mac OS X migriert hat.

«Wir haben im Mai 2006 migriert, also relativ spät», erzählt Thommen, «weil wir auf Nummer sicher gehen wollten. Darum haben wir gewartet, bis das Betriebssystem wirklich ausgereift war und alle Programme, die wir einsetzen, einwandfrei darauf laufen.» Auch damals waren einige skeptisch, ob es sinnvoll sei zu migrieren. «Vor allem Leute, die noch nie auf einem Mac gearbeitet haben, stellten diese Frage», erinnert sich Thommen, «Macs sind innerhalb der Coop Gruppe nur spärlich vertreten, 95 Prozent aller Rechner sind windowsbasiert.»

Ein verlängertes Wochenende für die Migration

Dennoch hat sich Coop Presse für Mac OS X und für Apple entschieden. «Neben Stabilität und Sicherheit hat uns das Betriebssystem als zukunftsorientierte Plattform für die Zeitungsproduktion überzeugt», begründet Patric Thommen die Entscheidung. Die letzten Zweifel beseitigte die Migration, während der die Produktion nahtlos weiterlief. Redaktorinnen und Redaktoren arbeiteten bis Donnerstag mit OS 9, dann migrierten die Informatiker das Betriebssystem, am Montag nahmen Redaktorinnen und Redaktoren ihre Arbeit mit Mac OS X auf.

Die Migration verlief reibungslos, weil sie gut geplant war. Patric Thommen plante jeden Schritt mit Fachleuten von A+F Computersysteme, Apple und der BaslerZeitung, wo die Coop Presse ihren File-Server stehen hat. Weil jeder Partner wusste, wann er was zu tun hatte, klappte alles wie am Schnürchen. Das ist alles andere als selbstverständlich, weil die Coop Presse nicht nur das Betriebssystem, sondern auch noch drei wichtige Applikationen migrierte: von Quark Publishing System zu Woodwing, von QuarkXPress zu InDesign, von QuarkCopyDesk zu InCopy.

Die grosse Vorfreude auf Mac OS X Leopard

Nach anfänglichen Schwierigkeiten, als Betriebssystem und Redaktionssystem nicht 100 Prozent perfekt zusammenarbeiteten, funktioniert inzwischen alles einwandfrei. Dank dieser positiven Erfahrungen mit der Migration auf Mac OS X Tiger sieht Patric Thommen dem nächsten Schritt zuversichtlich entgegen: «Ich freue mich auf Leopard, weil einige der angekündigten Funktionen meine Arbeit und die Arbeit der Grafikerinnen und Grafiker noch einfacher machen werden. Ich denke da beispielsweise an Time Machine oder Spaces.»

Neben der Migration auf Mac OS X Leopard plant CoopPresse kurz- bis mittelfristig nicht, grundlegend etwas an der Informatikinfrastruktur zu ändern. Grafikerinnen und Grafiker arbeiten mit leistungsstarken Mac Pro, Redaktorinnen und Redaktoren mit Power Mac G5 und Platz sparenden Mac Mini oder, wenn sie unterwegs sind, mit MacBook. Der File-Server steht im nahe gelegenen Rechenzentrum der BaslerZeitung und ist über einen Glasfaserring in das Netzwerk der Coop Presse eingebunden.

Die Informatikstrategie wird laufend hinterfragt

2009 wird Coop die Informatikstrategie neu überdenken, dann ist Patric Thommen wieder gefordert. Was danach kommt, wissen die Götter. Nur etwas wagt er vorauszusagen: «In zehn Jahren werden wir dezentraler arbeiten als heute und uns über das Internet austauschen.» Gut möglich, dass dann die Redaktorinnen und Redaktoren vermehrt von zu Hause aus arbeiten werden. Wir bleiben dran.

 
 
 
 
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