Krieg, Schlupp, Bürge / Springer & Jacoby
Werbeagentur AG, Zürich
Immer einen Schritt weiter denken
Kaum eine andere Schweizer Werbeagentur ist je so rasch gewachsen. Und kaum eine andere hat je so früh so grosse Erfolge gefeiert. Krieg, Schlupp, Springer & Jacoby oder kurz KSBSJ ist die Schweizer Newcomer-Agentur des Jahres 2005 und hat im vergangenen Jahr den grössten Pitch in der Schweiz gewonnen. Aus der Zwei-Mann-Agentur ist innerhalb von 22 Monaten eine Fullservice-Agentur mit 35 Mitarbeitenden geworden.
Im April 2004 gründeten Daniel Krieg und Uwe Schlupp die Zwei-Mann-Werbeagentur Krieg, Schlupp, Springer & Jacoby in Zürich. Für die meisten kaum der ideale Zeitpunkt, um ihr gemachtes Nest in einer grossen, bekannten, etablierten Agentur zu verlassen und sich selbstständig zu machen. Doch für die zwei hoch dekorierten Kreativen, die zusammen mehr als 400 nationale und internationale Preise gewonnen haben, war es genau der richtige Moment. Nur 18 Monate später wählte die renommierte Fachjury des "Jahrbuchs der Werbung" aus dem Econ-Verlag KSBSJ zu einer der zwei Newcomer-Agenturen des Jahres 2005 im deutschsprachigen Raum. KSBSJ ist erst die fünfte Schweizer Werbeagentur, die sich diese grosse Ehre verdient hat.
Top 15 dank 4e und 4K
Dieser Erfolg ist kein Zufall, er ist das Ergebnis harter Arbeit. Das Prinzip dieser Arbeit ist einfach: 4e. E für einfach, exakt, einfallsreich, einzigartig. So steht es in den Markenwerten, so denken, arbeiten und sind die Menschen, die hinter KSBSJ stehen. Und das sind inzwischen 35 Art Directors, Art Buyer, Berater, Desktopper, Grafiker, Texter und viele mehr. Die Zwei-Mann-Agentur hat sich in nicht einmal zwei Jahren zur Fullservice-Agentur entwickelt. Mit einem Honorarvolumen von gegen zehn Millionen Franken gehört KSBSJ im inoffiziellen Agentur-Ranking bereits zu den Top 15 in der Schweiz. Die jungen Wilden, wie sie viele immer noch sehen, haben sich inzwischen etabliert, sind aber immer noch wild. Und wie.
Wild sind sie auf einzigartige Werbung. Das ist das zentrale Kundenversprechen von KSBSJ, das Daniel Krieg auf den Punkt bringt: „Nur einzigartige Werbung erzielt einzigartige Resultate.“ Denn, so fährt er fort, „Kunden gewinnt und hält man kurzfristig durch hervorragende Ideen, mittelfristig durch hervorragende Beratung und langfristig durch hervorragende Resultate, welche die Kunden mit unseren Arbeiten erzielen.“ Für Krieg ist nachhaltiger, langfristiger Erfolg das Ziel die frühen Erfolge sind Meilensteine auf dem Weg zum Ziel. Um dieses zu erreichen, hat KSBSJ die 4K zum Managementprinzip erklärt: Kunde, Kreation, Kultur, Kasse. Nur wenn alle Elemente im Gleichgewicht sind, kann KSBSJ erfolgreich sein. Darauf baut das Businessmodell auf.
“Wir arbeiten mit Hirn, wir stellen eigentlich "nichts" her darum müssen wir allen unseren Mitarbeitenden die IT zur Verfügung stellen, mit der sie optimal arbeiten können.”
Daniel Krieg, Geschäftsführer Kreation, Krieg, Schlupp, Bürge / Springer & Jacoby Werbeagentur AG
IT aus der Konkursmasse
Daniel Krieg, Uwe Schlupp und Christoph Bürge, der als Berater und Mitinhaber die Geschäftsleitung ergänzt, überlassen nichts dem Zufall. Das Wachstum nach dem selbst finanzierten Start die deutsche Agentur Springer & Jacoby hält zehn Prozent des Aktienkapitals, den Rest teilen sich die drei Geschäftsleiter war geplant. So mieteten sie sich in ein bald 100 Jahre altes Haus ein, in dem früher der Club Gothic zu wilden Parties einlud, und das KSBSJ genügend Raum für Wachstum bietet. Immer einen Schritt weiter denken, lautet Kriegs Motto. Das gilt auch für die Informatikinfrastruktur, die (fast) ausschliesslich auf Hardware von Apple aufbaut. Im ganzen Haus steht ein einziger Windows-Rechner, auf dem die spezielle Finanzadministrations-Software „Advertizer“ läuft.
Roger Barak, der für die Informatikinfrastruktur verantwortlich ist, erinnert sich an die ersten Tage, die noch gar nicht so lange zurück liegen: „Die ersten Rechner und Monitore, natürlich von Apple, kauften die Gründer aus der Konkursmasse von Weber Hodel Schmid.“
Diese einst erfolgreichste Schweizer Werbeagentur war 1992 Newcomer-Agentur des Jahres; dort kreuzten sich 1996 auch die Wege von Krieg und Schlupp zum ersten Mal. „Am Anfang war ich noch selbstständig und half KSBSJ in meiner Freizeit, die Infrastruktur aufzubauen“, fährt Barak weiter, „bis mich Daniel Krieg eines Tages fragte: ‚Was machst du, wenn wir den Coop-Pitch gewinnen?’“.
Dank Coop in den SchlagzeilenKSBSJ gewann den mehrstufigen Coop-Pitch. Gegen diverse grosse Agenturen. Zum ersten Mal konzentriert der Detailhändler, der nach Migros so viel Geld wie sonst niemand in der Schweiz in die Werbung investiert, alle relevanten Werbemassnahmen bei einer einzigen Agentur. Von Plakaten und Anzeigen über Fernsehspots bis hin zu Tragtaschen. Zum Jahreswechsel 2005/2006 stellte KSBSJ den neuen Claim „Für mich und dich“ in einem Zwei-Minuten-Spot vor, der auf allen TV-Stationen lief. Ziel der Kampagne ist es, Coop charmant, emotional, witzig und ehrlich als den Detailhändler zu positionieren, der die mit Abstand grösste Vielfalt bietet. Diese Aussage wird formatübergreifend und über alle Angebote hinweg inszeniert und dramatisiert.
Coop für mich und dich. Und für alle Tage. KSBSJ bringt die Vielfalt immer wieder überraschend auf den Punkt.
Roger Barak entschied sich nach dem Coop-Pitch: „Ich habe meine Selbstständigkeit aufgegeben und bei KSBSJ angefangen.“ Zuerst musste er die Informatikinfrastruktur ausbauen, schliesslich gewann KSBSJ letztes Jahr neben Coop noch ein halbes Dutzend weiterer hochkarätiger Kunden hinzu und stellte darum viele neue Mitarbeitende ein. Das Wachstum war kein Problem, wie Barak erzählt: „Ich hatte das Glück, von der Geschäftsleitung freie Hand zu bekommen.“ Die Entscheidung für Apple lag für ihn nahe: „Zum einen arbeiten die meisten Kreativen mit Apple, zum anderen sind wir alle Apple-Freaks.“ Heute ist die Infrastruktur aufgebaut, vereinheitlicht, standardisiert: Die Geschäftsleiter arbeiten mit PowerBook G4, die Kreativen mit PowerMac G5 mit 20“ Cinema Display, die Art Directors mit 20“ iMac G5, die Berater mit 17“ iMac G5.
Für die Zukunft gerüstet
Für Daniel Krieg ist Apple die einzige IT-Lösung, die zu KSBSJ passt: „Unser Kapital sind unsere Mitarbeitenden. Wir arbeiten mit Hirn, wir stellen eigentlich "nichts" her darum müssen wir allen unseren Mitarbeitenden die IT zur Verfügung stellen, mit der sie optimal arbeiten können. Und das ist Apple.“ Am meisten schätzt er, wie einfach und intuitiv das neue Betriebssystem Mac OS X Tiger zu bedienen ist, wie stabil Soft- und Hardware laufen. Das ist gerade für Werbeagenturen, die dauernd unter Zeitdruck stehen, ein nicht zu unterschätzender Vorteil. „Als wir zehn Mitarbeitende waren, fragten wir uns, ob es einen Grund gebe, zu Windows zu wechseln,“ erzählt Krieg und schaut den einzigen Windows-Rechner im Haus an, „die Antwort war klar: nein.“
Darüber dürfte Roger Barak froh sein, der die Probleme fürchtete, zwei Betriebssysteme in einem Neztwerk unter einen Hut bringen zu müssen. „Wir setzen voll auf Apple. Das Herz unseres Netzwerks bilden zwei redundante Xserve G5 und ein Xserve RAID mit 3,5 Terabyte Speicherkapazität. Den Verkehr zwischen Server und Client regelt ein Gigaswitch.“ Die Server seien genügend schnell, der Speicherplatz genügend gross, um wachsen zu können, ohne die Serverinfrastruktur anpassen zu müssen. Offenbar denken bei KSBSJ alle einen Schritt weiter... Wer wird wohl als Nächster die Kundenliste ergänzen, die neben Coop so unterschiedliche Auftraggeber wie BenQ Siemens Mobile, KPMG, Maurice Lacroix, Malik MZSG, SF Snowboard Fahrschule Laax und seit neuestem Lumimart und Sinalco enthält?