MoldSolutions AG, Kriens
Von Kriens an die Weltspitze in einem Jahr

Die Schweizer Industrie ist konkurrenzfähig, wenn sie innovative Ideen konsequent und professionell umsetzt. Die MoldSolutions AG, die Formen für die optische Industrie herstellt, ist ein Beispiel dafür – innerhalb eines Jahres ist sie zur Weltmarktführerin aufgestiegen. Nicht zuletzt dank der starken und durchdachten IT-Infrastruktur, die auf zwei Apple Xserve G5 aufbaut.

Offenbar hatte Ruedi Suter die richtige Idee zum richtigen Zeitpunkt, als er 2004 die MoldSolutions AG gründete. Damals begann er mit einer Mitarbeiterin; heute, nur ein Jahr später, ist seine Firma Weltmarktführerin, zwanzig Fachleute arbeiten für ihn. MoldSolutions entwickelt und stellt Formen her für die Produktion von Gleitsichtgläsern, einfachen oder doppelten asphärischen und atorischen Gläsern. Die Formen sind in der Regel aus Mineralglas.

Präzision ist das A und O in der Augenoptik
Ruedi Suter und seine Mitarbeitenden haben einen weltweit einmaligen Prozess entwickelt, um die so genannten Molds nicht nur genauer, sondern auch schneller und preiswerter herzustellen. Ausserdem können ihre Formen rascher an neue Gleitsichtgläser oder andere Werte für die Brechung des Lichts angepasst werden. MoldSolutions beliefert Kunden aus der optischen Industrie in der ganzen Welt, vor allem in den USA, in China und im südasiatischen Raum, aber auch in Europa und in Lateinamerika.

In der Produktion kommt es auf Tausendstelmillimeter an. Modernste, computergesteuerte Maschinen schleifen und polieren die so genannten Freiformflächen. Sobald die Formen fertig sind, werden sie gründlich geprüft. Die Qualitätssicherung ist ein mehrstufiger Prozess: Zuerst werden sämtliche Formen mit laserbasierten und optischen Messverfahren kontrolliert, dann werden alle Daten erfasst, dokumentiert und ausgewertet. Die Produktion von Formen für die optische Industrie erlaubt nur Toleranzen im Nanobereich.

“Unsere IT-Supportkosten sind so marginal, wir budgetieren sie gar nicht.”


Ruedi Suter, Gründer und CEO, MoldSolutions AG

Xserve G5: Die Kraft der zwei Herze
Bei einer Toleranz im Nanobereich stellt die Produktion besonders hohe Anforderungen an die Informatikinfrastruktur. Zwei Xserve G5 sind das Herz des hybriden Netzwerks: In der Administration arbeitet MoldSolutions ausschliesslich mit Mac-Rechnern, die Roboter in der Produktion werden mit einem Windows-Betriebssystem gesteuert. Darum hat sich Ruedi Suter für das hybride Netzwerk entschieden: «Mit dem Mac geht alles einfacher. Er ist extrem benutzerfreundlich und viel angenehmer zum Arbeiten. Ausserdem sind die Mac-Systeme zuverlässiger und weniger fehleranfällig.»

Auch die Mitarbeitenden sind mehr als zufrieden mit ihren Mac-Rechnern. «Am Anfang machte ich mir einige Gedanken, weil ich mich an das für mich noch unbekannte Betriebssystem gewöhnen musste», schildert Sanja Fetko, Executive Assistant, ihre Erfahrungen, «heute würde ich mir auch für zu Hause einen Mac kaufen; mit meinem PC habe ich immer Probleme wegen der Viren.»

Ruedi Suter arbeitet zu Hause mit zwei Macs, genauer mit einem PowerBook sowie einem iMac für die Hauslogistik. Am liebsten würde er in der ganzen Firma, auch in der Produktion, nur noch Macs einsetzen: «Immer, wenn es auf einem Mac läuft, ist es einfach.»

Eine Lösung für alle Betriebsabläufe

Auf den beiden Xserve G5 läuft die zentrale Softwaredatenbank für Kundenverwaltung, Kommunikation, Lagerbewirtschaftung, Rechnungswesen und Produktionssteuerung. MoldSolutions arbeitet mit boaTOOLS. Ruedi Suter legt grossen Wert darauf, für alle Prozesse eine einheitliche Softwarelösung einzusetzen. «Mit boaTOOLS organisieren und automatisieren wir die Betriebsabläufe und halten so unsere Arbeitsqualität nachweislich auf einem hohen Niveau», bringt er die Vorteile der plattformübergreifenden Branchenlösung auf den Punkt.

Was heisst...

… asphärisch? Teil einer Rotationsfläche, deren Krümmung sich kontinuierlich vom Scheitelpunkt zur Peripherie hin ändert.

… atorisch? Fläche, die zwei zueinander senkrechte Hauptschnitte unterschiedlicher Krümmung besitzt, und bei der der Schnitt durch mindestens einen der Hauptschnitte nicht kreisförmig ist.

… Gleitsichtglas? Brillenglas mit kontinuierlicher Änderung der brechenden Wirkung vom Fern- über den Zwischen- bis zum Nahbereich.

Quelle: Carl Zeiss


Die Power Solutions GmbH aus Luzern ist für den IT-Support bei MoldSolutions verantwortlich. Die Informatikdienstleister haben allerdings nicht viel zu tun... «Unsere IT-Supportkosten sind so marginal, wir budgetieren sie gar nicht», erzählt Ruedi Suter. Die Kosten lägen bei 10 bis 15 Prozent der Kosten für reine PC-Systeme, die meistens von einem angestellten, teuren Supporter betreut werden müssen.

Kostenbewusst, flexibel und ausbaubar
Für Ruedi Suter sprechen noch andere betriebswirtschaftliche Überlegungen für Apple. Etwa die geringere Virenanfälligkeit, die höhere Einbruchsicherheit, die bessere Stabilität oder die tieferen Softwarekosten. Ausserdem ist OS X Server für ihn das flexiblere Betriebssystem, wenn es darum geht, andere Betriebssysteme einzubinden. Gerade eine stark und rasch wachsende Firma wie MoldSolutions ist darauf angewiesen, die Informatikinfrastruktur modular ausbauen zu können. Das ist dank der standardisierten Schnittstellen und den weit verbreiteten Softwarelösungen mit Apple kein Problem. Die nächsten Ausbauschritte sind denn auch schon geplant: Die Produktion wird mit Strichcodelesern automatisiert, natürlich mit Apple Xserve und boaTOOLS im Zentrum.

 
 
 
 
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