"Ich vergleiche die Produkte von Apple gerne mit Bang & Olufsen – das Design ist ähnlich wegweisend, aber die Preisdifferenz zu 0815-Produkten ist nicht so gross."

Spillmann/Felser/Leo Burnett, Zürich:
Newcomer mit grauen Schläfen und frischen Ideen

Für viele Schweizer Werbeagenturen sind die Zeiten des Wachstums vorbei. Nicht so für Spillmann/Felser/Leo Burnett: In nur dreieinhalb Jahren hat sich die Agentur zu einer der grösseren und – vor allem – kreativsten und damit erfolgreichsten Agenturen entwickelt. Die Newcomer-Agentur des Jahres 2004 ist heute etabliert und überrascht dennoch immer wieder mit frischen Ideen. Spass an der Arbeit ist das SFLB-Erfolgsgeheimnis.

Ende Januar 2006 hat der Art Directors Club (ADC) die Arbeit der Schweizer Werberinnen und Werber im Jahr 2005 bewertet. Von den 1'123 eingereichten Arbeiten wurden 235 prämiert: eine mit einem goldenen, zehn mit einem silbernen, 46 mit einem bronzenen Würfel und 178 mit einem Platz auf der Shortlist. Seit zehn Jahren haben die Werberinnen und Werber nicht mehr so viele Arbeiten eingereicht, noch nie hat der ADC so wenige davon ausgezeichnet. Die Jury hat dieses Jahr bewusst strenger bewertet, die Jury-Mitglieder haben die Arbeiten so beurteilt, wie sie auch international beurteilt werden: härter als bisher in der Schweiz.

Eine Agentur, die trotzdem zufrieden – aber sicherlich nicht selbstzufrieden – auf das Jahr 2005 zurückblickt, ist Spillmann/Felser/Leo Burnett in Zürich. An der ADC-Jurierung gewann SFLB, wie die Kreativschmiede in der Szene heisst, drei Mal Silber, fünf Mal Bronze und 24 Plätze auf der Shortlist. Nur eine Agentur hat noch mehr Auszeichnungen gewonnen. In den Top Ten der Schweizer Kreativagenturen, die das Fachblatt Werbewoche erstellt, erscheint SFLB auf Rang vier – vor vielen grossen, etablierten Wettbewerbern. Nicht schlecht für eine Agentur, die knapp dreieinhalb Jahre alt ist und 2004 zur Newcomer-Agentur des Jahres gewählt wurde.

Ein Dutzend Kunden nach einem Jahr

Die Newcomer sind alles andere als Neulinge. Martin Spillmann, Peter Felser, Rolf Zimmermann, Peter Brönnimann und Michael Waeber führten jahrelang Advico Young & Rubicam, eine der grossen Schweizer Agenturen. Als eine britische Finanzholding AY&R kaufte, wagten die „Newcomer mit grauen Schläfen“ (Peter Felser) den Schritt in die Selbstständigkeit und gründeten am 1. Juli 2002 ihre Agentur an der Ämtlerstrasse in Zürich. SFLB ist in Schweizer Händen: 80 % der Aktien gehören den lokalen Partnern, das internationale Netzwerk Leo Burnett ist mit 20 % am Aktienkapital beteiligt.

Spillmann/Felser/Leo Burnett begann mit 15 Mitarbeitenden. Eine mutige Entscheidung; einerseits sanken die Werbeausgaben, andererseits nahmen die ehemaligen AY&R-Kaderleute keine Kunden mit, sie fingen bei null an. Mit ihrer guten Arbeit – Spillmann und Brönnimann gehören zu den am meisten prämierten Kreativen – und ihrem guten Ruf – Felser gilt als Markenfachmann – überzeugten sie im ersten Jahr ein Dutzend Kunden.

42 Mitarbeitende nach dreieinhalb Jahren

Heute erwirtschaften 42 Art Directors, Berater, Creative Directors, Desktopper, Grafiker, Konzepter und Texter rund 9 Millionen Franken Honorareinnahmen. Damit gehört SFLB zu den 15 bedeutendsten Agenturen in der Schweiz. Doch das ist nicht, was die Agenturgründer motiviert. „Herausragende kreative Werbung für Kunden machen, die das auch wirklich wollen, und dabei gemeinsam Spass haben“, bringt Peter Felser die Motivation für die harte kreative Arbeit auf den Punkt. Diese Philosophie ist erfolgreich: In einer Umfrage der Media Research Group bestätigten die Wettbewerber SFLB kürzlich, sowohl strategisch als auch kreativ spitze zu sein.

Als Spillmann, Felser, Zimmermann, Brönnimann und Waeber SFLB gründeten, stand die Frage im Raum, wer für die Informatikinfrastruktur verantwortlich sein sollte. Die Wahl fiel rasch auf den Finanzchef. Michael Waeber sagte zu – aber nur, wenn Hardware und Software von Apple die Basis dieser Infrastruktur bilden würden. Keiner hatte etwas dagegen, im Gegenteil: Fast alle Kreativen, vor allem Grafiker und Desktopper, arbeiten traditionell mit einem Mac. Und Waeber, der als Finanzchef in der Windows-Welt gross geworden ist, ist privat seit zehn Jahren bekennender Macianer. Doch das ist nur ein Grund, warum er sich für Apple stark macht(e).

Kleinere Auswahl als grosser Vorteil

Als Finanzchef sind für ihn die geringen Unterhaltskosten das gewichtigste Argument. Nur für besondere Arbeiten wie die Cisco-Switches und den Mailserver konfigurieren oder die Server auf Mac OS 10.4 migrieren hat Waeber externe Berater beigezogen. Bis im September 2005, als SFLB zwölf neue Mitarbeitende einstellte, betreute er die Informatikinfrastruktur mehrheitlich allein. Seither unterstützt ihn ein externer Supporter, doch die Kosten dafür halten sich in Grenzen. Ein weiterer Pluspunkt ist für Waeber das Betriebssystem, das er schon kannte und darum auch schätzte. OS X laufe stabil, die Rechner fielen selten aus – etwas, das alle schätzen, die unter Zeitdruck arbeiten. Und das ist in einer Werbeagentur Alltag. Ausserdem sei OS X intuitiv zu bedienen, orientiere sich am Menschen und nicht an der Maschine, schliesst Waeber ab.

Bei SFLB werden inzwischen rund 50 Mac eingesetzt. PowerMac G5 für die Grafiker und Desktopper, iMac G5 und PowerBook G4 für die Berater, iMac G4 für die Texter. Ausserdem steht im schlichten, eleganten Empfangsbereich ein Mac mini, über den preisgekrönte Spots auf einem Plasmabildschirm abgespielt werden. Etwa „Heute trinken wir auf den Reissverschluss“ für Feldschlösschen, mit dem SFLB einen silbernen ADC-Würfel gewann. Waeber selber arbeitet auf einem PowerMac G5, auf dem unter anderem die Finanz-, Kreditoren-, Debitoren- und Lohnbuchhaltung laufen. „In diesem Bereich gibt es weniger Software für den Mac“, gibt er zu, „doch die kleinere Auswahl hat einen grossen Vorteil: Ich muss nicht x Programme vergleichen."

Das Netzwerk stösst an seine Grenzen

Alle Rechner sind miteinander vernetzt. Im Moment sind zwei Xserve G4 der ersten Generation die Schaltzentrale; einer als Fileserver, der andere als Mail-, FTP- und Webserver. Dieses Netzwerk ist mit der Agentur gewachsen, heute stösst es wegen des starken Wachstums in den vergangenen Monaten an seine Grenzen. „Ich denke, nach vier Jahren ist es an der Zeit, aufzurüsten“, erklärt Waeber. Er denkt daran, neue Xserve G5 anzuschaffen und die bisherigen Server als Backup einzusetzen. Ausserdem überlegt er sich, die Netzwerkinfrastruktur allenfalls mit Xsan auszubauen. Dank dieser Massenspeicherlösung können mehrere Rechner gleichzeitig über ein extrem schnelles Fibre-Channel-Netzwerk auf mehrere Terabyte Daten zugreifen.

Für den Zahlenmenschen sprechen nicht nur geringere Unterhaltskosten oder leistungsfähigere Hardware und Software für Apple. „Das Design spielt auch eine grosse Rolle“, erzählt Michael Waeber und schaut sich seinen PowerMac G5 und das 30“ Cinema Display an, „ich vergleiche die Produkte von Apple gerne mit Bang & Olufsen – das Design ist ähnlich wegweisend, aber die Preisdifferenz zu 0815-Produkten ist nicht so gross.“ Damit beweist Waeber, dass in einer Werbeagentur auch der Finanzchef den Sinn für das Schöne lebt, nicht nur in Franken und Rappen denkt... und dennoch betriebswirtschaftlich sinnvoll entscheidet.

 
 
 
 
Weitere Infos
Weitere Infos

Produkte im Apple Store

Kaufen Sie online oder rufen Sie 0800 801 078 an.

Apple Händler finden