Der iMac ist für einen Redaktionsarbeitsplatz ideal, weil er wenig Platz braucht und mehr als genügend Leistung zu einem fairen Preis bietet.

Südostschweiz Presse AG, Chur:
Lokal und doch grenzenlos: die "Südostschweiz"

Anfang 2005 hat die Südostschweiz Presse AG ihre Informatikinfrastruktur rundum erneuert und auf Mac OS X migriert. Gegen 200 Arbeitsplätze von Redaktoren, Layouterinnen und Produzenten wurden mit PowerBook G4, iMac G5 oder Power Mac G5 aufgerüstet und mit Xserve G5 vernetzt. Über 360 Kilometer Standleitungen verbinden die Redaktionen zwischen Zürichsee, Walensee und Engadin.

Wer in der Schweiz über Zeitungen redet, denkt vor allem an die Verlagshäuser in Zürich, Bern, Basel. Chur vergessen viele. Zu Unrecht, ist doch Chur Sitz der Südostschweiz Mediengruppe, einem der zehn grössten Medienhäuser des Landes. Zur Gruppe gehört unter anderem die Südostschweiz Presse AG, die mit der „Südostschweiz“ die sechstgrösste Tageszeitung (Auflage knapp 140'000 Exemplare) in der deutschsprachigen Schweiz herausgibt. In der Zeitungs- und Verlagsfirma der Gruppe sind die Redaktionen aller Tages- und Wochenzeitungen in Graubünden, Glarus und Teilen des Kantons St. Gallen vereinigt. Ausserdem gehören die technischen Abteilungen, die diese Zeitungen herstellen, aber nicht drucken, sowie der Verlag, die Marketingabteilung und das Abonnentenwesen dazu.

Als klassische Lokalzeitung beginnt die „Südostschweiz“ mit dem Lokalteil. Dadurch unterscheidet sie sich nicht nur von überregionalen Zeitungen, sondern auch von allen anderen Lokalzeitungen. Die Blattstruktur ist ein Bekenntnis zu ihren Wurzeln: Die „Südostschweiz“ entstand 1997 aus dem „Bündner Tagblatt“ und „La Quotidiana“ und wurde mit der Zeit um das „Liechtensteiner Volksblatt“, den „Sarganserländer“, den „Werdenberger & Obertoggenburger“, das „Liechtensteiner Vaterland“, den „Gasterländer“, die „Seepresse“, die „Bündner Zeitung“, die „Glarner Nachrichten“ und die „Rheintalische Volkszeitung“ ergänzt.

15 Jahre Erfahrung mit Hardware und Software von Apple

Alle Redaktorinnen und Redaktoren arbeiten mit Hardware von Apple – unterwegs mit einem PowerBook G4, im Büro mit einem iMac G5. Die Entscheidung zu Gunsten von Apple geht auf das Jahr 1991 zurück, erinnert sich Toni Thoma, Leiter Technik und Mitglied der Geschäftsleitung der Südostschweiz Presse: „Bei der Tschudi Druck und Verlag AG in Glarus, die wir später in die Südostschweiz Mediengruppe integriert haben, stellten wir vor 15 Jahren auf Apple um.“

Diese Entscheidung hat die Südostschweiz Presse bis heute nicht bereut. Im Gegenteil. Ende 2004 beschloss die Geschäftsleitung, die Informatikinfrastruktur zu erneuern und auf das Betriebssystem Mac OS X v10.3 Panther zu migrieren. Alle, die Texte erfassen, schreiben, redigieren oder Korrektur lesen, Bilder bearbeiten, Seiten gestalten oder die „Südostschweiz“, verschiedene Wochenzeitungen und Kundenaufträge produzieren, arbeiten mit Hardware und teilweise auch Software von Apple. Um diese rund 200 Arbeitsplätze optimal zu vernetzen und möglichst einfach zu verwalten, setzt die Südostschweiz Presse vier Xserve G5 ein, auf denen unter anderem NetRestore und Workgroup Manager laufen.

Der iMac G5 eignet sich ideal für Redaktionsarbeitsplätze

Alle Redaktorinnen und Redaktoren arbeiten mit einem iMac G5 mit 17“ oder 20“ Flachbildschirm. „Der iMac G5 ist für einen Redaktionsarbeitsplatz ideal, weil er wenig Platz braucht und mehr als genügend Leistung zu einem fairen Preis bietet“, erklärt Toni Thoma. Die Layouterinnen und Produzenten arbeiten mit einem Power Mac G5.

Für Thoma ist der problemlose und kostengünstige Unterhalt neben der schnellen Einführung, dem grossen Know-how der Systemverantwortlichen und Anwender sowie der einfachen Schriftenverwaltung der wichtigste Grund, mit Apple zu arbeiten: „Wir haben zwei Supporter, die sich um die ganze Apple-Infrastruktur kümmern – ausserdem betreuen sie verschiedene modular aufgebaute Produktionssysteme wie das Anzeigensystem AdFs, das Fotoarchiv Fotostation, die Datenprüftools ASURA oder das Redaktionssystem QPS.“ Der einfache Unterhalt ist besonders wichtig, wenn die Informatikinfrastruktur wie bei der „Südostschweiz“ dezentral aufgebaut ist. Darum setzt die Südostschweiz Presse auch Apple Remote Desktop ein.

Zwei Systemtechniker betreuen 200 Mac

Trotz Apple läuft nicht immer alles rund. „Gegen 80 Power Mac funktionierten zu Beginn nicht einwandfrei“, erzählt Toni Thoma, „die Techniker der A&F Computersysteme AG entdeckten einen Systemfehler in den Logic Boards, Apple tauschte diese umgehend aus, und seither läuft alles wie am Schnürchen.“ Das war seit langem der erste Auftrag für die Techniker des Systemintegrators A&F Computersysteme aus Sursee, welche die Migration am Rande begleitet hatten. „Ja“, bestätigt Thoma lächelnd, „A+F hat nicht besonders viel Arbeit mit uns, weil alles funktioniert, wie es muss, und wir die kleinen Alltagsprobleme ohne Schwierigkeiten selber lösen.“

In die komplette Umstellung der Soft- und Hardware hat die Südostschweiz Presse 1,2 Millionen Franken investiert. Die Ausbildung kostete nicht viel – den Redaktorinnen und Redaktoren genügte ein halber Tag, um zu lernen, wie das Betriebssystem funktioniert und wie sie am meisten aus ihrem Mac herausholen. Die Anwender arbeiten sehr gerne mit den neuen Mac.

Neues Layout und eine siebte Ausgabe für die Südostschweiz

Dank der Migration ist die Südostschweiz Presse auf die Zukunft vorbereitet. Die hat zwischen Zürichsee, Walensee und Engadin schon begonnen. Anfang April 2006 wird die „Südostschweiz“ neu aufgemacht und in einer vereinfachten Blattarchitektur erscheinen, die noch mehr Gewicht auf den Lokalteil legt. Und Anfang Mai 2006 wird die „Südostschweiz am Sonntag“ als siebte Ausgabe der „Südostschweiz“ erscheinen – als einzige deutschschweizer Sonntagszeitung, die weder an der Dufourstrasse noch an der Falkenstrasse noch an der Werdstrasse in Zürich zu Hause ist. Diese Schritte zeigen, wie nah der Südostschweiz Presse ihre Wurzeln sind.

 
 
 
 
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