Zentrum elektronische Medien ZEM, Bern:
«Die beste Lösung für möglichst wenig Geld»
Im Zentrum elektronische Medien ZEM produzieren Mitarbeitende, externe Fachleute und Militärdienstleistende jedes Jahr mehrere 100 anspruchsvolle Projekte. Und das mit Erfolg, wie zahlreiche Preise, Diplome und Auszeichnungen beweisen. Apple hilft ihnen, die knappe Zeit und die knappen Mittel effizient und effektiv zu nutzen.
Die Geschichte des Zentrums elektronische Medien ZEM beginnt mit Henri Guisan (1874 bis 1960). Der General der Schweizer Armee gründete während des Zweiten Weltkriegs den Armeefilmdienst, der Kurzfilme produzierte, um den Wehrwillen seiner Truppen und der zivilen Bevölkerung zu stärken. 14 Jahre nach Kriegsende wurde mit einer Verfügung des Bundesrates der Armeefilmdienst geschaffen. Damals produzierten drei Mitarbeitende einige wenige Filme im Jahr – heute realisiert das Zentrum elektronische Medien ZEM Jahr für Jahr mehr als 100 audiovisuelle und multimediale digitale Projekte, vor allem für die Armee, mehr und mehr aber auch für die ganze Bundesverwaltung.
Mit der «Armee XXI»-Reform bündelte der Bereich Verteidigung des Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport VBS seine Ressourcen in einer zentralen Medienproduktionsstelle. Aus verschiedenen Bereichen entstand am 1. Januar 2004 das ZEM als Kompetenzzentrum für audiovisuelle, multimediale und digitale Medien, gedruckte und elektronische Kommunikationslösungen sowie interaktive Programme für die Ausbildung und Information. Die 44 Mitarbeitenden und Auszubildenden konzipieren und produzieren Ausbildungs- und Informationsvideos, Reportagen, Dokumentationen, alle militärischen Reglemente auf Papier sowie Zeitungen für die Mitarbeitenden und die Truppen. Ausserdem beliefern sie die Medien (Fernsehanstalten, Zeitungen, Zeitschriften) mit Bild- und Filmmaterial.
Spezialisten leisten Militärdienst im ZEM
Die Mitarbeitenden arbeiten in Teams mit freien Mitarbeitenden, externen Produktionsfirmen und Militärdienstleistenden. Das ist einer der wichtigsten Gründe, warum das ZEM mit Hardware und Software von Apple arbeitet: «Jedes Jahr leisten rund 300 Angehörige der Armee ihren Dienst bei uns», erklärt Hans-Peter Käser, Chef Produktionsinfrastruktur, «darum brauchen wir standardisierte, leistungsfähige Arbeitsplätze und Prozesse sowie Programme, die intuitiv zu erlernen sind und sofort qualitativ überzeugende Ergebnisse liefern.» Die AdAs leisten in der Regel zwei bis drei Wochen Militärdienst im Jahr, in dieser Zeit müssen sie ihren Teil zum Projekt fertig gestellt haben.
Die Projekte, die sie realisieren, sind spannend, aber nie geheim: ein Film der Luftwaffe, ein Ausbildungsvideo zum Schutz- und Wachtdienst, ein Werbefilm für Berufsmilitärs und Stellungspflichtige, ein TV-Spot zum Schutz vor Blindgängern, ein Dokumentarfilm über den Armeeeinsatz am G8-Gipfel in Genf.
Die Ergebnisse ihrer Arbeit lassen sich sehen – Schweizer Armeefilme gewinnen regelmässig Preise, Diplome und Auszeichnungen an nationalen und internationalen Festivals. Im Jahr 2006 beispielsweise für «Chasch schwümme?», ein Film über die militärische Katastrophenhilfe, oder «Beyond enemy lines», ein Dokumentarfilm über zwei Fallschirmaufklärer-Patrouillen.
Final Cut Pro hat alle überzeugt
Auf diese Auszeichnungen ist das ZEM stolz, sie sind im modernen Neubau an der Berner Stauffacherstrasse, mitten im Business Park Gelände, ausgestellt. Hier ist das ZEM im Frühjahr 2005 eingezogen; damals noch mit vier Xserve, heute mit zwölf Xserve. Die inzwischen 35 Terrabyte Daten, Tendenz stark steigend, verteilen sich auf 14 kleinere und grössere Xserve RAID. Allein der Aufbau des xSan-Dateisystems und die Ablösung von Avid durch Final Cut Pro verdoppelten die Anzahl der Speicherlösungen. Heute besitzt das ZEM noch einen Avid-Schnittplatz für ältere Produktionen, sonst arbeiten die Medienfachleute ausschliesslich mit der integrierten Studiolösung Final Cut Studio.
Als das ZEM vor einem Jahr Final Cut Pro einführte, regte sich zuerst Widerstand: «Avid war weiter verbreitet, darum waren nicht alle glücklich mit der Entscheidung», erinnert sich Hans-Peter Käser, «doch nach der ersten Produktion waren alle, selbst die Zweifler, überzeugt.» Heute würde niemand mehr den Schritt zurück machen wollen. Nicht nur, weil Final Cut Pro die ideale Komplettlösung für die Postproduktion ist und der Kreativität keine Grenzen setzt. «Die Soft- und Hardware ist letztlich auch preiswerter», zählt der Chef Produktionsinfrastruktur einen weiteren Vorteil auf. Die Kosten sind für das ZEM immer ein Thema.
Eine einfache Investitionsstrategie
Die Investitionsstrategie ist einfach: «Die beste Lösung für möglichst wenig Geld». Darum hat sich das ZEM in den 1990er-Jahren für Apple entschieden, wie Hans-Peter Käser bestätigt: «Wir können unsere Hardware länger produktiv nutzen, das steigert den Return on Investment.» Käser hat die Hardware standardisiert und einen Austauschzyklus eingeführt, um sie effektiv und effizient einzusetzen. Neue Geräte gehen zuerst in die audiovisuelle, dann in die DVD- oder Printproduktion. Nach drei bis vier Jahren wird eine Generation ausgetauscht. Ein weiterer Vorteil war ganz klar der Umstand, dass Apple Geräte sehr einfach und intuitiv zu bedienen sind, und somit nur beschränkte personelle Ressourcen gebraucht werden.
Im Netzwerk sind rund 220 Rechner miteinander verbunden, davon ungefähr 150 Macs, vom Laptop bis zum komplexen Schnittplatz oder Tonstudio. Hans-Peter Käser ist nun daran, schrittweise auf Intel-Macs umzustellen und drei Xserve abzulösen, gleichzeitig möchte er Produktionssystem und Serverinfrastruktur komplett redundant aufbauen, sobald neue Xserve RAID verfügbar sind. Im Moment überlegt er sich, wann und wie er auf Mac OSX v10.5 Leopard und Final Cut Pro 6 aktualisieren soll.
