mymuesli

Apple als perfekte Zutat

Das Unternehmen mymuesli verwendet Apple Software und Hardware, um seine Online-Produkte zu entwickeln und das bisher recht unscheinbare Image von Müsli zu wandeln.

„Wie bei den meisten Start-ups sind wir ein kleines Team und unsere Ressourcen sind begrenzt. Dass wir die ganze Technik selbst einrichten und bedienen können, ist für uns ein großer Pluspunkt.“

Max Wittrock, Mitbegründer von mymuesli

Müsli hatte ein Imageproblem. Gesund, aber irgendwie langweilig. Doch das wird sich jetzt dank der Start-up-Idee dreier Jungunternehmer aus Passau ändern. Die drei haben mit Hardware und Software von Apple ein innovatives Online-Produkt entwickelt und Müsli damit ein radikal neues Image verpasst. Aus einer verrückten Idee entstand so ein florierendes E-Commerce-Unternehmen.

„Seit April 2007 bieten wir das weltweit erste Bio-Müsli an, das sich jeder ganz individuell zusammenstellen kann“, erzählt Max Wittrock, der mymuesli zusammen mit Hubertus Bessau und Philipp Kraiss gegründet hat. Müslifans in Deutschland, Österreich, der Schweiz, den Niederlanden und Großbritannien (und davon gibt es, wie es scheint, doch nicht so wenige) können sich jetzt ihre ganz eigene Müslimischung aus 80 Biozutaten mischen lassen.

Die Kunden melden sich an und wählen zunächst eine Müslibasis. Diese können sie dann mit beliebigen Zutaten aus dem umfangreichen Angebot ergänzen – von Goji-Beeren aus Tibet bis hin zu Hanf ist alles dabei. Mit einem Mausklick wird die Bestellung bestätigt und das persönliche Müsli gemischt und direkt nach Hause geliefert. Etwa zwei Drittel des mymuesli Geschäfts sind wunschgemäß abgemischt und über 50 Prozent sind Wiederholungsaufträge.

Zeitlose Nahrung, moderne Technologie

Natürlich ist eine so clevere Geschäftsidee abhängig von einer Technologie, die ihren Erfolg möglich macht. In diesem Fall vom Internet, das den elektronischen Handel und die vielen Anpassungsvarianten ermöglicht, und von der Apple Technologie, auf die sich der gesamte Betrieb von mymuesli stützt.

Die drei Gründer sind mit kaum mehr als ihren eigenen Apple Computern, 3.500 € Anfangskapital und ihrem Unternehmergeist an den Start gegangen. „Während des Studiums und auch danach haben wir verschiedene Ideen umgesetzt“, erzählt Hubertus Bessau. „Einen automatisierten Videoladen, eine Online-Plattform für Bauunternehmer und Websites für kleine Unternehmen, um nur einige zu nennen.“

„Bei der Gründung konnten wir problemlos unsere privaten Macs benutzen. Das hat uns teure Investitionen erspart“, fügt er hinzu. Damit stand das Unternehmen von Beginn an auf einer soliden Basis, denn neue Geräte wurden erst gekauft, als die entsprechenden Mittel vorhanden waren.

„Die Entscheidung für Apple Technologie erlaubte es uns, unser Unternehmen ohne komplexe Büro- oder Firmenstrukturen zu gründen.“

Philipp Kraiss, Mitbegründer von mymuesli

Wachstum vereinfachen, Mobilität fördern

Mittlerweile beschäftigt das Unternehmen 150 Mitarbeiter (viele davon in Teilzeit) und hat drei Ladengeschäfte eröffnet: in München, Regensburg und in Passau, dem Firmensitz von mymuesli. Büro, Fabrik und Einzelhandel nutzen Geräte und Zubehör von Apple.

Beispielsweise arbeitet das Büropersonal mit iMacs, während die Mitarbeiter im Außendienst MacBook Pro und MacBook Air Computer und neuerdings auch iPads und iPad minis verwenden. Für einen Großteil der anfallenden Geschäftsaufgaben setzt man bei mymuesli auf Apple Software. So wird die Korrespondenz, die Gestaltung von Werbeflyern und das Schreiben von Rechnungen mit Pages erledigt. Kaufmännische Rechnungen und die Buchhaltung werden mit Numbers abgewickelt und Keynote für alle firmenbezogenen Präsentationszwecke verwendet. Für die automatische Datensicherung setzt mymuesli Time Machine ein. „Wir sind sehr zufrieden mit diesem Setup“, sagt Wittrock. „Wir verlassen uns darauf, dass die Teammitglieder ihre eigenen Maschinen verwalten können, und die Geräte sind einfach zu verwalten und zu aktualisieren.“

Das Team nutzt auch regelmäßig die Kalender App für die Terminplanung sowie iMovie, Mail und Nachrichten. „Wir sind ein sehr kleines Team, und da hat sich die Nachrichten App echt bewährt“, so Kraiss. Mit dem Apple IM-Programm, das mit Text, Audio und Video arbeitet, kann das Team immer in Kontakt bleiben und auch schnell und einfach Dateien austauschen. „Wir verlassen uns wirklich sehr auf dieses schnelle, zuverlässige Tool“, erzählt er. „Und mit der Bildschirmfreigabe können wir so zusammenarbeiten, als würden wir alle am gleichen Tisch sitzen.“

Die zwei Produktionsstätten werden von einer iPad App gesteuert („Weniger einschüchternd als der Betrieb einer großen Maschine“, sagt Wittrock), während die mymuesli Mitarbeiter in der Fabrikhalle unterwegs sind. Die Ladengeschäfte in Passau, München und Regensburg setzen voll und ganz auf Apple.

„iPads sind die zentrale Schaltstelle für unsere Geschäfte. Wir verwenden sie als Ladenkasse mit der neuen App orderbird eines deutschen Unternehmens, um Bestellungen anzunehmen und die Musik in den Geschäften zu steuern. Dabei wird die Technologie weder von Kunden noch Mitarbeitern als einschüchternd empfunden. Sie ist bestens durchdacht, jeder kann in Minutenschnelle damit umgehen.“

Max Wittrock, Mitbegründer von mymuesli

Einfach und elegant

Die Oberfläche für die Website zu entwickeln war eine der größten Herausforderungen für das Unternehmen. „Ich habe 2006 mit der Programmierung angefangen“, erklärt Bessau. „Es dauerte vier Monate, die kundenorientierten Aspekte der Website zu entwickeln, aber jetzt sind wir sehr zufrieden damit.“ Bessau erledigte die Programmierung zunächst auf seinem MacBook, doch mittlerweile beschäftigt mymuesli einige Vollzeitprogrammierer und setzt zusätzlich Freiberufler ein.

Die einfache und elegante Website von mymuesli läuft auf mehreren Servern, die von einem Anbieter in Nürnberg gehostet werden. Der firmeneigene Quad-Core Mac Pro spielt mittlerweile eine zentrale Rolle im Setup von Passau.

mymuesli erreicht dies mithilfe der servereigenen, Wiki-gesteuerten Intranet-Website, was Bessau als „kleine Revolution“ bezeichnet. „Es ist eine sehr effektive Art der Zusammenarbeit und macht zudem noch Spaß – ich freue mich jeden Tag darüber“, sagt er.

Laut Wittrock ist die Strategie des Unternehmens dreigeteilt: online wachsen, offline entwickeln und Produktangebot oder -mix erweitern und dabei im Premium-Frühstückssegment bleiben. „Zu Beginn dachten wir, die internationale Expansion wäre eine einfache Sache: mit der Website online gehen und dann in neue Märkte durchstarten. Doch unsere Erfahrung hat uns eines Besseren belehrt. Wir brauchten idealerweise eine Präsenz vor Ort.“

Auch diese Anforderung kann die Apple Technologie erfüllen – mit minimalem Zusatzaufwand für das Start-up-Unternehmen. „Unsere Zweigstelle in der Schweiz begann zunächst als Ein-Frau-Unternehmen mit Sarah Kraiss [Philipp Kraiss' Schwester] in Basel“, erzählt Wittrock. „Das Einzige, was wir brauchten, war das Apple Notebook, das wir in Passau hatten und das wir mit einem Drucker verbunden haben.“

Obwohl mymuesli eine kleine Bürofläche hatte, nutzte Sarah das Apple Notebook als „mobiles Büro“. „Sie kann über das Notebook auf unseren gesamten Server zugreifen und ist in keiner Weise eingeschränkt“, so Wittrock. „Für andere ist es ein Laptop, doch für uns ist es mymuesli Schweiz.“

„Was andere europäische Märkte anbelangt, werden wir nur von unseren Sprachkenntnissen gebremst“, sagt Kraiss. „Was die Technologie angeht, so muss man nur eine andere Sprachoption auf dem Mac auswählen.“ Beispielsweise nutzt das Unternehmen alle vorhandenen Marketingvorlagen für Großbritannien und ersetzt dann lediglich eine Sprache durch eine andere. „So einfach ist das“, sagt Kraiss. „Wir können dieses Modell auch für andere Länder verwenden.“

Neue Zahlungsoptionen

Offline plant mymuesli die Eröffnung neuer Ladengeschäfte, zunächst in Deutschland und Österreich. Laut Wittrock prüft das Unternehmen derzeit Zahlungsoptionen und Kundentreueprogramme mit dem iPhone: „Viele unserer Kunden haben iPhones. Es wäre toll, wenn sie mit ihrem Mobiltelefon zahlen könnten. Wir möchten auch gerne Kunden unabhängig von ihrem Kaufverhalten belohnen, also egal, ob sie vom Online- zum Offline-Kauf wechseln. Wir entwickeln eine starke Bindung zu unseren Kunden, und es wäre toll, mehr über ihre Gewohnheiten zu erfahren.“

Der letzte Teil der Strategie, die Erweiterung der Produktpalette, ist bereits im Gange. mymuesli hat zwei neue Projekte ins Leben gerufen: Oh!Saft und Green Cup Coffee. Ersteres ist ein Abo-Dienst für wöchentlich frische Orangen, der sich an Saftfans richtet, und Letzteres ein Fairtrade-Kaffeedienst, bei dem sich die Bohnen bis zur jeweiligen Finca zurückverfolgen lassen. Im Dezember hat Green Cup Coffee seinen ersten Laden in München eröffnet. Wittrock arbeitet gemeinsam mit 10stamps, einem lokalen Start-up-Unternehmen, an einem App-basierten Treueschema für Kunden. Jeder zehnte Kaffee soll gratis sein. „Es wird zu 100 Prozent in unser Verkaufssystem integriert“, sagt er.

Dank ihrer Benutzerfreundlichkeit und ihres breiten Funktionsspektrums hat die Apple Technologie letztendlich den drei Jungunternehmern geholfen, ihre E-Commerce-Pläne in ein höchst erfolgreiches und expandierendes Geschäft umzusetzen. „Wir wachsen beständig weiter“, so Wittrock. „Und Apple hat einen großen Anteil daran.“

Unternehmensprofil

Ausstattung

Hardware:

  • Mac
  • iPad
  • iPad mini

Software:

  • Pages
  • Numbers
  • Keynote
  • iMovie
  • Nachrichten
  • Mail
  • Kalender
  • Time Machine