
Für mymuesli die perfekte Zutat: Apple
Müsli - das ist für die meisten Menschen zwar lecker, aber wohl kaum spannend oder interessant. Doch das wird sich jetzt dank der Start-up-Idee von drei Jungunternehmern aus Passau ändern. Die drei haben mit Hardware und Software von Apple ein innovatives Online-Produkt entwickelt und Müsli damit ein radikal neues Image verpasst: Die Getreidemischung ist jetzt hip statt langweilig. Aus einer verrückten Idee entstand so ein florierendes E-Commerce-Unternehmen.
"Seit April 2007 bieten wir das weltweit erste Bio-Müsli an, das sich jeder ganz individuell zusammenstellen kann", erzählt Max Wittrock, der mymuesli zusammen mit Hubertus Bessau und Philipp Kraiss gegründet hat. Müslifans in ganz Europa (und davon gibt es, wie es scheint, nicht wenige), können sich jetzt ihre ganz eigene Müslimischung aus 75 Biozutaten mischen lassen. Wittrock zufolge sind 566 Billiarden Kombinationen der einzelnen Zutaten möglich, eine Zahl, die von einem unabhängigen Mathematiker bestätigt wurde.
Das Konzept ist denkbar einfach: Die Kunden melden sich an und wählen zunächst eine Müslibasis. Diese können sie dann mit beliebigen Zutaten aus dem großen Angebot ergänzen - von Goji-Beeren aus Tibet bis hin zu Gummibärchen ist alles dabei. Mit einem Mausklick wird die Bestellung bestätigt und das persönliche Müsli gemischt und direkt nach Hause geliefert.
Natürlich ist eine so clevere Geschäftsidee abhängig von einer Technologie, die ihren Erfolg möglich macht. In diesem Fall vom Internet, das den elektronischen Handel und die vielen Anpassungsvarianten ermöglicht, und von der Apple Technologie, auf die sich der gesamte Betrieb von mymuesli stützt.
Die drei Gründer sind mit kaum mehr als ihren eigenen Apple Computern und ihrem Unternehmergeist an den Start gegangen. "Während des Studiums und auch danach haben wir verschiedene Ideen umgesetzt, z. B. an einem automatisierten Videoladen, einer Online-Plattform für Bauherren und an Webseiten für kleine Unternehmen. Schon damals hat sich die Verlässlichkeit der Apple Computer ausgezahlt", erzählt Hubertus Bessau.
"Bei der Gründung konnten wir problemlos unsere privaten Macs benutzen. Wir haben einfach einen zusätzlichen Benutzer angelegt. Das hat uns teure Investitionen erspart", fügt er hinzu. Damit stand das Unternehmen von Beginn an auf einer soliden Basis, denn neue Geräte wurden erst gekauft, als die entsprechenden Mittel vorhanden waren.
Die Entscheidung für Apple Technologie erlaubte eine relativ einfache Unternehmensstruktur. "So kamen wir ohne komplexe Büro- oder Firmenstrukturen aus", so Philipp Kraiss.
Für einen Großteil der anfallenden Geschäftsaufgaben setzt man bei mymuesli auf Apple Software. So wird die Korrespondenz, die Gestaltung von Werbezetteln und das Schreiben von Rechnungen mit dem iWork Programm "Pages" erledigt, Geschäftsberechnungen und die Buchhaltung mit Numbers abgewickelt und Keynote für alle firmenbezogenen Präsentationszwecke verwendet. Für die automatische Datensicherung setzt mymuesli Time Machine ein.
Daneben sind iCal für die Terminplanung, iMovie und Mail sowie iChat regelmäßig im Einsatz. "Wir sind ein sehr kleines Team, und da hat sich iChat echt bewährt", so Kraiss. Mit dem Apple IM-Programm, das mit Text, Audio und Video arbeitet, kann das Team immer in Kontakt bleiben und auch schnell und einfach Dateien austauschen. "Wir verlassen uns wirklich sehr auf dieses schnelle, zuverlässige Tool", erzählt er, "und mit der Bildschirmfreigabe können wir so zusammenarbeiten, als würden wir alle am gleichen Tisch sitzen."
Auch Mac OS X Leopard bekommt beim mymuesli-Team gute Noten. Kraiss zeigt sich beeindruckt: "Die neuen Funktionen in Leopard sind wirklich toll, insbesondere Spaces für die Organisation der Arbeit und mit der schnellen Vorschaufunktion - das ist meiner Meinung nach eine der besten Funktionen auf dem Mac!"
Benutzerfreundlichkeit spielt beim Einsatz der Software eine entscheidende Rolle. "Wie bei den meisten Start-ups sind wir ein kleines Team und unsere Ressourcen sind begrenzt. Es ist uns deshalb nicht möglich, Externe damit zu beauftragen, sich um die Computer kümmern", so Wittrock. "Dass wir die ganze Technik selbst einrichten und bedienen können, ist für uns ein großer Pluspunkt. Hubertus [Bessau] kümmert sich normalerweise darum, aber selbst er hat noch Zeit, sich daneben anderen Geschäftsaufgaben zu widmen."

