Für mymuesli die perfekte Zutat: Apple

Eine der größten Herausforderungen für das kleine Unternehmen war die Entwicklung der Oberfläche für die Website. "Im November 2006 habe ich mit der Programmierung angefangen", erinnert sich Bessau. "Die Entwicklung der kundenspezifischen Teile hat vier Monate gedauert, aber jetzt sind wir wirklich zufrieden damit." Die Programmierung hat Bessau auf seinem MacBook fertiggestellt. Inzwischen erhält mymuesli allerdings auch Unterstützung von einigen freiberuflichen Programmierern.

Die einfache, übersichtliche Website von mymuesli läuft über mehrere Server, die bei einem Drittanbieter in Nürnberg stehen. Der Quad-Core Mac Pro bildet dagegen das Herzstück im Passauer Büro. "Er ist extrem leistungsstark und wird für File Sharing und Speicherzwecke sowie als Hub für die gesamte Firmenkommunikation genutzt", erzählt Bessau. Dabei hilft eine über den Wiki-Server laufende Intranet-Website, die für Bessau eine kleine Revolution ist: "Das ist eine sehr effektive Art der Zusammenarbeit, und es macht Spaß ihn zu verwenden - das macht mir jeden Tag Freude."

Der Erfolg des mymuesli-Konzepts ist so groß, dass das Geschäft bereits auf weitere Länder ausgeweitet wurde. "Der Weg nach Österreich war ganz unkompliziert", sagt Wittrock. Das lag vor allem an der geografischen Nähe von Passau zu Österreich und an den fehlenden sprachlichen Hürden.

Der Start von mymuesli in der Schweiz war dagegen etwas komplizierter. "Für Kunden sind die Zollvorschriften in der Schweiz ziemlich streng und auch sehr teuer. Statt das Produkt zu importieren haben deshalb unsere erste separate Müsli-Manufaktur außerhalb Deutschlands gegründet", erklärt Wittrock.

Diese Lösung wurde von der Apple Technologie komplett unterstützt, und das bei minimalem zusätzlichem Kostenaufwand für das Start-up. "Angefangen hat das Ganze als Ein-Frau-Unternehmen mit Philipps Schwester Sarah in Basel", so Wittrock. "Wir brauchten eigentlich nur ein PowerBook G4 - das hatten wir noch in Passau -, das wir an einen Drucker angeschlossen haben."

Obwohl ein kleiner Büroraum vorhanden war, war das PowerBook das "tragbare Büro" für Sarah. "Sarah kann mit dem PowerBook auf unseren gesamten Server zugreifen und ist so, was die Technologie angeht, in keinster Weise eingeschränkt", erzählt Wittrock. "Für andere ist es nur ein Laptop, aber für uns ist es unsere Schweizer Niederlassung."

Die Dependance in der Schweiz ist schon jetzt ein Erfolg und bringt zusätzliche Einnahmen für das noch junge Unternehmen, und das bei sehr geringem Investitionsaufwand auf Seiten von mymuesli: "Als Start-up haben wir nicht die Möglichkeit, große Investitionen zu tätigen, und deshalb war es uns wichtig, dass wir uns auf die bereits vorhandenen Technologien verlassen konnten, um unsere Absatzmärkte zu erweitern", so Wittrock. "Rein unternehmerisch ist mymuesli Switzerland sehr komplex, weil es sich um eine separate Firma handelt, aber technisch gesehen läuft alles reibungslos - wir nutzen es einfach."

In den vergangenen Wochen haben die drei ihr Geschäft auch auf den britischen Markt ausgeweitet und setzen die Produkte von der deutschen Zentrale aus ab. Zwar gab es hier sprachliche Hürden zu überwinden, aber die Apple Technologie sorgte erneut für einen einfachen Start. "Auf dem Mac muss nur eine andere Sprachoption gewählt werden, wenn wir ins Ausland expandieren. Ich wünschte, wir selbst könnten ebenso schnell Fremdsprachen lernen", so Kraiss. Alle bereits vorhandenen Marketingvorlagen werden auch für den britischen Markt verwendet, indem einfach eine Sprache durch eine andere ersetzt wird. "Es ist wirklich so einfach. Wir können dieses Modell auch für andere Länder verwenden. Ich weiß nicht, welches Land wir als Nächstes ansteuern, aber ich weiß, dass die einzige Hürde unsere Kenntnisse in einer bestimmten Sprache ist, nicht aber die Technologie", so Kraiss.

Die Apple Technologie hat den drei Jungunternehmern mit ihrer Benutzerfreundlichkeit und der Vielfalt ihrer Funktionen dabei geholfen, ihre E-Commerce-Idee umzusetzen, und das mit großem Erfolg. "Wir wachsen ständig weiter", sagt Wittrock, "und Apple hat daran einen großen Anteil.".