Twitter

Twitter. Der Triumph der Menschlichkeit.

Der kometenhafte Aufstieg von Twitter ist ein positiver Beweis dafür, dass sich trotz aller Komplexität auf der Welt einfache Lösungen immer wieder durchsetzen. Twitter beeinflusst  Social Networking stärker als die meisten anderen Kommunikationsmittel, die man bisher erlebt hat. Es ist eines dieser universellen Phänomene, bei dem sich aus dem Produktnamen ein Verb entwickelt hat: Das Austauschen über Twitter nennt man "twittern".

Biz Stone, einer der Mitbegründer des Unternehmens und der Leiter der Kommunikationsabteilung, hätte sich nie vorstellen können, dass dieser Dienst für Echtzeit-Kurzmitteilungen einen derart unmittelbaren Einfluss auf die Art und Weise haben könnte, in der Menschen miteinander kommunizieren. Mit Twitter weiß jeder in einem Netzwerk mit Kontakten, was im Leben der anderen passiert - vom ganz banalen Alltag bis hin zu dramatischen Ereignissen. Twitter Nachrichten sind auf 140 Zeichen beschränkt und werden über mehrere Netzwerke und Geräte gesendet. Sie haben das Leben von Menschen berührt, die bei Naturkatastrophen Hilfe brauchen, haben Fremde zu Freunden gemacht und Politiker ihren Wählern näher gebracht.

Die Geschäftsräume von Twitter liegen in der obersten Etage einer alten Lagerhalle im Zentrum von San Francisco. Dort sind jede Menge Vögel an den Wänden angebracht und mittags wird gemeinsam gesund gegessen. Dem Mac begegnet man hier überall und Apple Lösungen sorgen jeden Tag für Kreativität. Entsprechend der lockerern Atmosphäre mit offenen Büros sind die Gemeinschaftsbereiche bei Twitter mit Mac mini und iMac Systemen, Bluetooth Tastaturen und Mäusen für Präsentationen und Demos sowie mit Apple Cinema Displays ausgestattet.

Am Anfang von Twitter stand eine ganz einfache Idee. Mitbegründer und Vorstandsvorsitzender Jack Dorsey fand, es wäre äußerst nützlich, eine Statusmeldung in Form einer Kurzmitteilung, z. B. "Hol grad Kaffee" oder "Keine Zeit zum Quatschen" in einem Tool bereitzustellen könnte. Aus dieser Idee wurde ein Phänomen, das das Senden eines aktuellen Status in Echtzeit erlaubt - vom Büro oder unterwegs. Stone und viele andere sind immer wieder überrascht, dass die einfache Frage "Was machst du gerade?" seit dem Start von Twitter 2006 ein solcher Renner geworden ist.

"Wir freuen uns besonders, dass Twitter vielmehr ein Triumph der Menschlichkeit denn der Technologie geworden ist", sagt Stone. Ob es nun darum geht, trotz knapper Kraftstoffreserven Benzin zu finden, sofort nach einem Erdbeben etwas darüber zu senden oder Tsunami-Opfern in Schwarzafrika zu helfen - die Menschen sind instinktiv von Twitter angezogen und nutzen die Plattform auf eine Art und Weise, die ihre Gründer nie für möglich gehalten hätten.

"Zehntausende haben die Berichte zur Landung der unbemannten Marssonde Phoenix verfolgt, als der Kommunikationsbeauftragte der NASA wichtige Informationen dazu in Echtzeit twitterte. Twitter hat eine völlig neue Art des öffentlichen Interesses für die Wissenschaft geschaffen. Als die Pressemitteilung zur Marsmission veröffentlicht wurde, war das schon Schnee von gestern", erzählt Stone. Er bemerkt außerdem, dass Millionen von Menschen Twitter inzwischen auch als ernsthaftes Geschäftswerkzeug nutzen - sei es für Kommunikation und Branding oder für die Abschätzung der Erfolgschancen eines Produkts auf dem Markt.

Twitter hat weniger als 30 Mitarbeiter und deshalb ist die soziale Verantwortung sehr ausgeprägt. In der Büroküche stehen große Krüge mit gefiltertem Zitronen-Gurken-Wasser, damit die Mitarbeiter keine Plastikflaschen brauchen. Und die Twitter Mitarbeiter vergessen dabei nicht, dass eine Milliarde Menschen jeden Tag kein sauberes Trinkwasser zur Verfügung hat. Das Umweltbewusstsein der Firma spiegelt sich auch in der Technologiewahl wider.

Einer der vielen Gründe, warum man bei Twitter mit dem MacBook und dem MacBook Air arbeitet, ist der geringe Stromverbrauch, der das Umweltbewusstsein des Unternehmens unterstreicht. "Wir haben unsere Energieeinsparungen noch nicht gemessen, aber der Umweltaspekt der Mac Systeme und die Tatsache, dass sie ohne schädliche chemische Verbindungen auskommen, die man in älteren PCs findet, ist für uns sehr wichtig und beeinflusst unsere Kaufentscheidung", so Stone.

Die Softwareingenieure bei Twitter nutzen Macs mit der neuesten Mac OS X Version. Die Plattform wurde mit Softwaretools wie Ruby on Rails entwickelt, das als Teil von Mac OS X bereitgestellt wird. Lead Engineer Alex Payne gibt außerdem an, dass die Entwickler und Ingenieure auch andere Tools wie TextMate verwenden, einen benutzerfreundlichen und leistungsstarken Editor, den es nur für den Mac gibt.

Die Softwareingenieure, von den viele Twitter wegen der Mac Affinität als Arbeitgeber schätzen, sind begeistert, dass das Mac OS X Betriebssystem von Grund auf für ernsthafte Entwicklungsarbeiten konzipiert wurde. Und auch die Sicherheit wird groß geschrieben, denn Macs sind von Natur aus sicherer als andere Systeme, sodass sich Twitter weniger Sorgen darum machen muss, seinen Code und sein geistiges Eigentum zu schützen.

Die Designteams von Twitter testen die Website, indem sie zwischen Safari und Firefox wechseln. Für die Tests in einer Windows Umgebung steht ein virtuelles System mit VMware auf den Macs zur Verfügung.

Die Twitter Mitarbeiter können zwar wählen, welchen Computer sie für ihre Arbeit verwenden wollen, aber die Wahl fällt immer ausnahmslos auf den Mac. Geschäftlich gesehen haben sie mit Apple und Software von Drittanbietern alles, was sie brauchen. Alle Mitarbeiter erstellen Präsentationen in Keynote und nutzen Numbers und Pages, die alle zum iWork Softwarepaket gehören.

Natürlich arbeiten die Twitter Mitarbeiter via Twitter zusammen. Wenn aber andere Methoden der Zusammenarbeit nötig sind, kommen auch iChat und Bonjour zum Einsatz. Freitags trifft man sich nachmittags zu einem Videochat mit iChat, um die Woche Revue passieren zu lassen. Dann schalten sich auf MacBook Systemen rund um den Besprechungstisch die Mitarbeiter zu. Für Gruppenchats verwenden die Softwareingenieure Campfire, einen webbasierten Dienst für Gruppenchats, den es für den Mac und das iPhone gibt. Für den Austausch von Dokumenten wird mit DropBox ein weiteres Drittanbieterprogramm eingesetzt.

Bei Twitter gibt es ganz klar eine Affinität zu Apple Lösungen, aber die Anziehung geht in beide Richtungen. Dazu Stone: "Wir leisten einen Beitrag zum Mac Ökosystem, indem wir Entwicklern eine Oberfläche bereitstellen, mit der sie Clients für Mac und iPhone erstellen können. Und auf Twitter gibt es immer viel Aktivität zum Mac selbst. Während der letzten Macworld war das Tweetaufkommen enorm. In der Vergangenheit haben die Leute den Mac eher als ein Gerät für Unterhaltung oder Grafiken angesehen, aber jetzt erkennen sie den Wert des Mac als ernsthaftes Business-Tool. Das Gleiche gilt für Twitter."

Die Mitarbeiter, die ein MacBook Air verwenden, geben offen zu, dass es Mobilität für sie völlig neu definiert hat. Sie müssen nicht mehr einen abgespeckten Computer mit zu Events nehmen. Die MacBook Air Computer, mit denen sie unterwegs sind, sind genau dieselben, die sie auch für die Softwareentwicklung verwenden.

Das iPhone macht es möglich, auch von anderswo zu arbeiten und mit dem Twitter Team in Verbindung zu bleiben. Twitter bleibe beim iPhone, so Stone, obwohl andere Hersteller ihnen kostenlose Geräte anbieten.

Natürlich ist Twitter Unterhaltung und macht Spaß, gibt Stone zu. "Aber wir sehen auch Einsatzmöglichkeiten, die uns zeigen, dass Twitter ein minimalistisches und doch leistungsstarkes Kommunikationswerkzeug ist", so Stone. "Mit dem Mac verhält es sich ebenso. Er bietet ein cooles Design, einfache Eleganz und ein System, das unglaublich flexibel und leistungsstark ist."