Die Medienwelt ist derzeit im stetigen Umbruch. Um mit den neuen Zeiterscheinungen Schritt zu halten, steigen die Anforderungen an die Ausbildungsstätten. Dabei geht es nicht nur um das Lehren an sich, sondern auch darum, wie man solche neuen digitalen Medien für den Unterricht einsetzen kann. Die Rheinische Fachhochschule (RFH) in Köln hat sich dieser Herausforderung gestellt und kam zu der Erkenntnis: "Mit Apple-Technologien können wir uns jederzeit den aktuellen Bedürfnissen anpassen."
Eine wesentliche Maxime der RFH ist die Gruppenarbeit. Die Studenten sollen von Anfang an gemeinsam an Projekten arbeiten, um sie somit für den Arbeitsalltag praxisgerecht vorzubereiten. Gerade diese Vorgehensweise hebt diese private Hochschule von den Staatlichen ab und hat ihr in der freien Wirtschaft einen guten Ruf nicht nur in diesem Fachbereich eingebracht.
Damit die digitale Technologie diesen Anforderung gerecht wird, ist ein funktionierendes Netzwerk erforderlich. Digitale Medien sind aber nicht nur Texte, Bilder, Präsentationen und Layouts, sondern auch Filme in verschiedenen Formaten. Da die Vorlesungen das Erstellen von Filmen an Hand von Final Cut Pro vorsehen, entstehen zwangsweise Datenmengen in Terabyte-Größe.
Damit zeitgleich drei verschiedene Lehrveranstaltungen mit bis zu 20 Studenten stattfinden können und alle auf ihre jeweiligen Daten gleichzeitig zugreifen wollen, sind die Anforderung an das Managementsystem des Servers, an die Geschwindigkeit innerhalb des Netzwerkes und an das Speichersystem nicht zu unterschätzen.
Das Netzwerk
Vor dieser Aufgabenstellung stand auch Diplom-Ingenieur Alex Thurley, Leiter des Medienzentrums der RFH, der seit dreieinhalb Jahren unter anderem für die Technologie im Medienzentrum zuständig ist. So fand er anfangs einen Xserve vor, der schon damals die Managementaufgaben des Netzwerkes makellos bewerkstelligte. Aber das angeschlossene RAID-System brach bei hoher Beanspruchung sofort ein und stürzte regelmäßig ab. Er schaffte Abhilfe:
"Seit wir Anfang des Jahres 2006 ein Xserve RAID mit 4 TB Speicherkapazität im RAID-Level 5 angeschlossen haben, sind gerade bei extremer Belastung keine Probleme mehr vorhanden. Außerdem war die Einrichtung innerhalb der mitgelieferten Bedienoberfläche geradezu ein Kinderspiel im Vergleich zum vorherigen System."
Alex Thurley, Leiter des Medienzentrums
Die Labore
Drei verschiedene Mac-Labore stehen für die Lehrveranstaltungen zur Verfügung. Das Älteste hat zwar noch eMacs, doch soll sich dieses im Sommer 2007 ändern. Ansonsten sind iMacs überall anzutreffen, da sie für den Bildungsbereich die beste kompakte Lösung darstellen und für alle Belange des Mediendesigns einsetzbar sind.
Zudem wird gerade an der Einrichtung eines Projektraumes gearbeitet, indem die Studierenden Semesterprojekte außerhalb der Vorlesung und unabhängig von Raumbelegungen erstellen können. Somit bietet die RFH den Studenten neben den Lehrveranstaltungen mit praktischen Anteilen die zusätzliche Möglichkeit, Video- und Audioprojekte, die sich aus Vorlesungen und Projekten ergeben, direkt am Campus zu erarbeiten und selbst zu lösen.
Die Studenten selbst beginnen das Studium meist mit eigenen Laptops verschiedener Hersteller und mit unterschiedlichen Betriebssystemen. Das bleibt aber nicht so:
"Spätestens ab dem dritten Semester hat jeder eigenständig die Entscheidung getroffen, nur noch mit einem Apple-Laptop weiterzuarbeiten, da sie die Vorteile hier in dieser Hochschule automatisch kennengelernt haben."
Prof. Dr. Martin Gertler, Studiengangsleiter Fachbereich Mediendesign
Das Studio
Ein weiterer Raum wurde komplett als Studio ausgestattet. Zusätzlich zum Apple-Computer für den Einsatz von Logic Pro und ProTools sind hier eine Digi002 per FireWire angeschlossen, ein weiteres Audio-Mischpult, ein Monitor zur Überprüfung des TV-Signals, ein paar Studiolautsprecher und zusätzliche Effektgeräte, die in einem Rack installiert sind. Eine speziell gedämpfte Sprecherkabine dient zur Nachvertonung von Audioproduktionen. Studierende der RFH produzieren dort regelmäßig eigene Beiträge für das Kölner Studentenradio Köln Campus.
Prof. Dr. Martin Gertler nutzt das Studio auch zur Erstellung von Podcasts. Auf der nächsten Seite erfahren Sie, wie Podcasting in der RFH eingesetzt wird.