@radical.media. Wegbereiter

In den bald 20 Jahren seit der Firmengründung 1993 hat sich @radical.media zu einem der weltweit größten und meistprämierten Produktionshäuser entwickelt. Das Unternehmen ist der führende Produzent von Werbespots in den USA und zählt Marken wie Nike, Intel und Dos Equis zu seinen Kunden. Es ist auch verantwortlich für beliebte Fernsehformate wie Iconoclasts (Sundance Channel), Konzertprojekte für Drake, Arcade Fire, Jay-Z und Britney Spears sowie für den 2012 für den Oscar nominierten Dokumentarfilm Paradise Lost 3: Purgatory, der beim Sundance Film Festival uraufgeführt wurde und sogar bewirkte, dass drei unschuldig zum Tode verurteilte Männer freigelassen wurden.

Nicht weniger eindrucksvoll als die Liste der Kunden ist auch die Art und Weise, in der das Unternehmen seine Kunden darstellt. Von Anfang an war @radical.media bekannt dafür, kompromisslos auf technologische Fortschritte zu setzen, wenn es darum geht, Marken voranzubringen und die Visionen seiner Kunden umzusetzen. Eines der charakteristischen Tools des Unternehmens ist Final Cut Pro, das seit über einem Jahrzehnt im Mittelpunkt des innovativen digitalen Videoworkflows steht. In der jüngsten Phase dieser Entwicklung entschloss sich das Unternehmen, sein in New York ansässiges Postproduktionsstudio komplett auf Final Cut Pro X umzustellen.

Medienübergreifende Verarbeitung

Der Aufwand und der Facettenreichtum, den diese Aufgaben mit sich bringen, machten die kürzlich erfolgte Umstellung zu einer absoluten Grundsatzentscheidung. Das Unternehmen ist auf mehreren Etagen in einem großen Industriegebäude in der Nähe des Meatpacking Districts in Manhattan zu Hause. @radical.media beschäftigt einen Stamm von über 150 Mitarbeitern weltweit und dazu noch hunderte Freiberufler. Die Umstellung auf Final Cut Pro X erforderte daher eine sorgfältige Planung und umfangreiche Tests.

„Mir gefällt das neue Schnittmodell. Alles läuft flüssiger, einfacher und effizienter. So kann ich mich ganz auf die eigentliche Arbeit konzentrieren.“ Evan Schechtman, CTO bei @radical.media, erzählt, dass dieser Wechsel auf eine geschäftliche Bedarfslage zurückzuführen war. „Wir arbeiten seit über zehn Jahren mit Final Cut Pro, und diese neueste Version ist so revolutionär wie die erste“, so Schechtman. „Als transmediales Unternehmen müssen wir die Story eines Kunden unabhängig von der Plattform umsetzen können. Wir müssen also in der Lage sein, das bei uns eingehende Material in allen Formaten und Standards zu verarbeiten und in Projekten zu nutzen, deren Wiedergabe jederzeit höchsten Qualitätsansprüchen genügen muss. Mit seiner nativen, hochgradig optimierten Schnitt-Engine löst Final Cut Pro X dieses Problem, und damit können wir wirklich aus allen Projekten das Optimum herausholen.“

Schechtman erzählt, dass das Unternehmen bereits 25 % seiner laufenden Projekte auf Final Cut Pro X umgestellt hat, darunter eine große Werbekampagne für Grey Goose Wodka sowie eine neu geschnittene Fassung des Films zum 25-jährigen Jubiläum des Albums Graceland von Paul Simon.

Workflow mit Turbo

Die Umstellung auf Final Cut Pro X hat den Workflow schon jetzt in allen Bereichen verbessert. Zu den wichtigsten Vorteilen zählt nicht zuletzt die Geschwindigkeit. Liz Mason, Geschäftsführerin bei @radical.media, sagt, dass das Feedback der ersten Kunden, deren Projekte mit Final Cut Pro X geschnitten wurden, eindeutig ausfiel: „Geschwindigkeit ist das Erste, was allen auffällt.“

Vieles von dieser Beschleunigung geschieht, noch bevor die Cutter die Dateien überhaupt anfassen. Nach dem Importieren der Master-Dateien aus den verschiedensten Quellen – von Webcams bis hin zu hochwertigen ARRI ALEXA Digitalkameras – werden die Dateien mit der neuen Funktion für die automatische Inhaltsanalyse in Final Cut Pro X im Hintergrund gescannt. Dabei werden Metadaten erstellt, die die Organisation der Projekte von Anfang an deutlich beschleunigen. Die Verarbeitung des Materials mit Geschwindigkeitseffekten, Übergängen, Konvertierung der Bildrate und Rendering lief wesentlich schneller, weil das Programm die 64-Bit Architektur von OS X optimal nutzt. Und dank Schlagwort-Engine und Skimmer können Assistenten und Cutter die Medien deutlich schneller durchgehen und mit eigenen, sequenzbezogenen Schlagwörtern kennzeichnen.

„Mit Final Cut Pro X können wir all die verschiedenen Formate verarbeiten, die wir brauchen, um unsere ebenso interessanten wie innovativen Produktionen realisieren zu können“, so Mason. „Und das Material wird von Anfang an so schnell verarbeitet, dass Wartezeiten gar nicht erst entstehen. Das ist einer der Gründe, warum wir bereit sind, mit dem neuen Programm so frühzeitig in konkrete Projekte einzusteigen.“

Chief Technical Manager Randy Main führt einen Teil dieser hohen Vorabgeschwindigkeit auf eine der eindrucksvollsten neuen Funktionen von Final Cut Pro X zurück. „Das wichtigste Feature bei der Organisation zu Projektbeginn ist für uns das Metadaten-Tagging. Damit können wir diesen Schritt viel schneller erledigen als mit allen anderen nichtlinearen Schnittprogrammen, die ich kenne.“ Wie Main weiter erzählt, sind die Schnittassistenten „total hin und weg, weil sie noch nie ein so ausgereiftes Tool für ihren Job zur Verfügung hatten.“

Cy Christiansen arbeitet am Werbespot für „Grey Goose“ in Final Cut Pro X.

Schnellerer Schnitt

Schechtman zufolge überträgt sich diese Schnelligkeit im Vorlauf auch auf den eigentlichen Schnittprozess: „Das Mantra von Final Cut Pro X ist offenbar, dass einfach nichts den Schnittverlauf stören sollte. Die gesamte Benutzeroberfläche wurde optimiert und setzt genau dort an, worum es beim Schneiden geht. Der Gewinn an Geschwindigkeit, Leistung und Arbeitsfluss ist geradezu exponentiell.“

Grey Goose

Eines der ersten @radical.media Projekte, das von diesen neuen Möglichkeiten profitiert, ist ein Werbespot für Grey Goose zur Markteinführung der neuen Geschmacksvariante Cherry Noir. „Das ist eine ziemlich umfangreiche und wichtige Kampagne, um neue Software daran zu testen“, sagt Schechtman. „Und Final Cut Pro X hat den Test bestanden.“

Der Spot unter der Regie und Produktion von @radical.media wurde in New York mit der ARRI ALEXA Kamera aufgenommen und in den Formaten ARRIRAW und Apple ProRes 4444 aufgezeichnet. Das Material wurde auf G‑Technology G‑RAID Laufwerken an @radical.media geliefert und sofort auf RAID 5 Laufwerken und LTO-5 Band gesichert. Anschließend wurde das Material in Final Cut Pro X erfasst und zur Bearbeitung in Apple ProRes Proxy umcodiert.

Bei clientgesteuerten Schnittsitzungen verwendete der Cutter „Auditions“, um schnell verschiedene Effekte auf derselben Aufnahme durchzugehen. Nach dem Schnitt in Final Cut Pro X wurde das Video für DaVinci Resolve und Autodesk Smoke auf dem Mac für Farbkorrektur, Effekte und Endbearbeitung exportiert. Mit Marquis X2Pro wurde das Projekt dann in eine AAF-Datei konvertiert, um sie in Avid Pro Tools für die Tonabmischung zu importieren. Das Projekt bewies @radical.media, wie gut die XML-Exportfunktion von Final Cut Pro X mit den übrigen Postproduktionssystemen für Farbkorrektur und visuelle Effekte harmonierte.

„Bei einem neuen Programm kommt es vor allem darauf an, dass es nahtlos in unsere Finishing-Tools integriert werden kann“, so Main. „Und Final Cut Pro X überzeugt in dieser Hinsicht komplett.“

Schechtman ergänzt: „Da mussten wir uns schon eine Menge beweisen, nämlich dass wir in der Lage sind, dieses unglaublich schnelle und flüssige Storytelling-Tool optimal zu nutzen und dabei weiter mit den anderen professionellen Tools zu arbeiten, die wir bei unseren Projekten verwenden.“

Doku-Projekte

@radical.media schneidet auch eine Reihe abendfüllender Dokumentarfilme mit Final Cut Pro X. Diese Projekte kombinieren Videoaufnahmen auf ARRI ALEXA, Canon 5D Mark II und Sony PMW-EX3 Kameras mit umfangreichem Archivmaterial in nahezu allen Formaten, Bildraten und Größen, die die Cutter dann zur Gestaltung der fertigen Videos zusammenschneiden. „In Dokumentarfilmen beschreiben wir die Welt, in der wir leben“, erzählt Schechtman. „Und das ist der perfekte Job für Final Cut Pro X.“

Schechtman erklärt, dass Umfang und Vielfalt der Projekte einen ganz anderen Schnitt-Workflow erforderlich machten. „Diese großen Projekte im Cinéma-Vérité-Stil sagen wirklich etwas darüber aus, wie mehrere Cutter in der Lage sind, dasselbe Material unterschiedlich zu interpretieren, um ihre Geschichte umzusetzen. Wir arbeiten in einer gemeinsamen Speicherumgebung mit einer sehr großen Xsan Implementierung. Das Tolle bei Final Cut Pro X ist auch: Das Programm weiß, dass wir einen gemeinsamen, zentralen Speicher haben, und es ermöglicht uns die Nutzung dieses Speichers auf völlig neue Weise. Da Xsan in OS X Lion und Lion Server integriert ist, müssen wir keine Xsan Lizenzen für jeden einzelnen Computer anschaffen. Das ist ein Riesenvorteil für uns.“

Einer der Cutter für diese Projekte ist Cy Christiansen, der zum ersten Mal mit Final Cut Pro X gearbeitet hat. „Mir gefällt das neue Schnittmodell“, erzählt er. „Die Oberfläche stört nicht bei der Arbeit, und deshalb läuft alles flüssiger, einfacher und viel effizienter. So kann ich mich ganz auf die eigentliche Arbeit konzentrieren. Die Trimmfunktion wurde besser umgesetzt als je zuvor. Und beim Verschieben von Clips sorgt die Magnetic Timeline dafür, dass alles dort ist, wo man es haben will. Für mich ist es eine völlig neue Art des Arbeitens, und das klappt wirklich gut.“

Weitere Veränderungen

Angesichts der positiven Auswirkungen des Wechsels zu Final Cut Pro X vertraut Schechtman voll auf die neue Richtung, die sein Unternehmen eingeschlagen hat – und er scheut sich auch nicht, diese Lösung anderen zu empfehlen.

„Ich habe nur wenige wirklich bedeutende Veränderungen in unserer Branche erlebt“, sagt er. „Final Cut Pro X ist definitiv eine davon. Als Technologieprofi hat es mich immer vorangebracht, solche Veränderungen anzunehmen, und ich finde, das hier sollte eigentlich jeder als Chance begreifen. Sonst geht sie an einem vorbei.“