Trim Editing

Eine kleine Postproduktion für die größten Marken der Welt.

„Wenn ich dem Regisseur eine schon bearbeitete Version zeige, höre ich oft: ,OK, dann mach doch mal eben die Änderungen.‘ Dann sage ich: ,Kein Problem, schon erledigt.‘ Und wir springen zurück und sehen sie uns noch mal an. Die Leute können nicht glauben, dass ich die Änderung wie nebenbei gemacht habe, bevor die Wiedergabe überhaupt beendet war.“
Cutter Thomas Grove Carter

In seinem Studio in East London setzt Trim Editing Kampagnen für Marken wie Audi, Nike, Adidas, Guinness und Perrier um. Ihre Arbeit wird in der Branche sehr geschätzt. Besonders der geniale interaktive Werbefilm The Other Side für Honda, der zahlreiche Preise gewann, unter anderem zwei Löwen in Cannes und den renommierten Creative Circle Gold of Golds. Und auch beim Publikum kommen ihre Projekte bestens an: So wurde der beliebte Weihnachtsspot für die John Lewis Warenhäuser von 2015 online über 24 Millionen Mal angesehen. Dabei ist Trim ganz anders aufgestellt als die großen Post‑Studios in Soho. Mit nur ein paar Edit Suites, sieben Cuttern und handelsüblicher Hard- und Software hat sich die Firma in nur etwas mehr als zehn Jahren als eine der kreativsten Posts für Schnitt etabliert.

Für visionäre Regisseure ist Trim die erste Wahl, um ihre Träume auf den Bildschirm zu bringen. „Bei Trim legen wir großen Wert auf die Zusammenarbeit mit den Regisseuren. Unabhängig vom Budget erzielen wir mit dem besten Regisseur auch die besten Resultate“, erklärt Cutter Thomas Grove Carter. „Wenn man gute Arbeit abliefert, ist man irgendwann auch erfolgreich.“

Mittlerweile zahlt sich Trims gute Arbeit tatsächlich aus, auch dank der Flexibilität ihrer Videoschnitt-Software Final Cut Pro X. Mit der App können die Cutter direkt mit den Regisseuren zusammenarbeiten und ihre kreativen Visionen mit minimalem Aufwand und maximaler Flexibilität optimal umsetzen. Final Cut Pro X erlaubt es den Cuttern in Sessions mit dem Kunden, spontan Änderungen vorzunehmen, während die Timeline weiterläuft. So können die Kunden dank schnellerer Bearbeitung ihre neuen Ideen noch früher auf dem Bildschirm sehen.

Dominic Leung ändert den Schnitt auf seinem MacBook.

Fokussiert auf Kreativität.

Trim wurde 2004 eher zufällig gegründet. Die jetzigen Partner Tom Lindsay und Dominic Leung taten sich zunächst mit dem Gründer Paul Hardcastle zusammen, um einen gemeinsamen Ort zum Bearbeiten von Musikvideos zu haben. „Am Anfang war es nicht unser Ziel, eine Firma für Videoschnitt zu sein“, sagt Lindsay. „Es ging darum, die Miete zu teilen.“ Als das Trio dann von immer größeren Kunden und für anspruchsvollere Projekte angefragt wurde, erforderte das eine professionellere Struktur.

Trims technologische Infrastruktur basiert auf Apple Hardware und einfachem Zubehör von anderen Anbietern. „Von kostspieligem externen Equipment haben wir die Finger gelassen“, so Leung. „Unseren Kram kann man praktisch überall bekommen.“ Mit den Macs hat das Team bezahlbare und leistungsstarke Computer, die einfach ihren Job erledigen. Und dadurch mehr Zeit und Geld, um in die besten kreativen Ideen zu investieren.

Cutter Thomas Grove Carter, der bereits im Studium Final Cut Studio benutzt hatte, führte das Trim Team in die Arbeit mit Final Cut Pro X ein. Als es dann noch um wichtige neue Funktionen erweitert wurde, war Final Cut Pro X für Trim endgültig das ideale System. „Mit Version 10.1 änderte sich die Dateiverwaltung (um Mediatheken einzubinden), das war eine große Sache. Es war einfach ein sinnvoller und logischer Schritt“, sagt Lindsay. „Viele kleinere Firmen haben damals sehr davon profitiert, auch Trim.“

Thomas Grove Carter und Dominic Leung diskutieren verschiedene Schnittversionen.

Bearbeiten und dabei wirklich zusammenarbeiten.

Passend zum wachsenden Auftrags- und Umsatzvolumen entwickelte sich auch der Workflow bei Trim. So konnte das Team schneller und produktiver arbeiten. „Man hat eine Idee und kann sie 20 % schneller umsetzen. Das ist einfach besser für den kreativen Flow“, sagt Leung.

Anstatt den vorher geänderten Schnitt den Regisseuren zu präsentieren, können Trims Cutter mit den Regisseuren und Kunden in Echtzeit zusammenarbeiten. Dadurch wird der Prozess ungewöhnlich kooperativ. „Manchmal sind zehn Leute oder mehr in deiner Edit Suite“, so Leung. „Schnitt ist für uns etwas, das wir gemeinsam machen.“ Carter fügt hinzu: „Wenn jemand eine Idee hat, gibt es keinen Grund, sie nicht auszuprobieren, denn es ist so unkompliziert.“

Final Cut Pro X beschleunigt die grundlegende Medienverwaltung, indem die Cutter viel schneller als früher taggen, filtern und einzelne Aufnahmen finden können. „Die Kunden sagen: ,Oh, was ist mit dieser Aufnahme? Und was ist mit dieser?‘ Und noch während jemand danach fragt, hast du die Aufnahme schon fast gefunden“, freut sich Leung. Sobald der Schnitt so weit ist, dass man damit arbeiten kann, hilft das System den Cuttern, ihn weiter zu verbessern. „Final Cut Pro X spart mir so viel Zeit. So habe ich mehr Spielraum für Experimente und kann herausfinden, was genau bearbeitet werden muss oder welche Dinge noch möglich sind“, erklärt Carter. „Je mehr du einfach herumprobieren kannst, desto besser.“

Mit dem MacBook Pro kann das Team von Trim die Arbeit mitnehmen.

Schneiden – rund um die Uhr, rund um die Welt.

Dank der Flexibilität von Final Cut Pro X und dem MacBook Pro können die Cutter jederzeit außerhalb der Firma arbeiten. „Manchmal will man um sechs oder sieben einfach mal aufhören zu arbeiten, nach Hause gehen und zu Abend essen“, sagt Lindsay. „Dann macht man einfach danach noch ein paar Stunden weiter, um sich auf den nächsten Tag vorzubereiten.“ Carter fügt hinzu: „Es spricht nichts mehr dagegen, von zuhause zu arbeiten. Ich sage mir nicht mehr: ,Oh, um das zu erledigen, muss ich im Büro sein.‘“

Bei anderen NLE Apps müssen Cutter mit mehreren Monitoren arbeiten, um alle Menüs und Fenster im Blick zu behalten. Bei Final Cut Pro X sind alle Funktionen elegant in einem einzigen Fenster dargestellt. Carter stellt fest: „Die einheitliche Benutzeroberfläche ist ideal, um auf dem Laptop zu arbeiten. Egal an welchem Gerät, es funktioniert überall gleich.“ Leung erklärt, man könne Final Cut Pro X auf einem Laptopbildschirm nutzen und habe „nicht das Gefühl, Entscheidendes zu vermissen“.

Selbst wenn sie unterwegs sind, können die Cutter jederzeit produktiv sein. Einmal bearbeitete Leung einen Werbespot auf der Rückreise von einem Dreh. „Als ich am Flughafen drei Stunden warten musste, habe ich die erste Version auf meinem MacBook fertiggestellt. Nach dem Einchecken zeigte ich sie dem Regisseur und er gab mir seine Anmerkungen. Auf dem Flug baute ich sie dann in den Spot ein. Während ich auf das Gepäck wartete, schickte ich die erste EDL mit meinem MacBook, das mit meinem iPhone verbunden war, zur Postproduktion.“

Werkzeuge für das perfekte Bild.

Der gesamte Schnittvorgang wird durch die integrierten leistungsstarken Funktionen von Final Cut Pro X enorm verbessert. Mit dem Skimmer können Cutter neues Material schneller sichten und bewerten. „Mit Final Cut Pro X kannst du deine Rushes schneller eben mal durchsehen“, so Lindsay. „Man erhält punktgenau das benötigte Material.“ Mit intelligenten Schlagwortlisten teilen die Cutter Clips nach Kategorien wie Verschlusszeit, Aufnahmetyp, Inhalt und Kundenpräferenz ein, um sie bei Bedarf sofort zu finden.

Außerdem lässt sich das Material mit intelligenten Sammlungen einfacher durchsuchen. „Anstatt irgendwie herauszufinden, was wir am Freitag alles gemacht haben, erstelle ich oft eine intelligente Sammlung und sage dann ,Zeig mir alles, was am Freitag importiert wurde‘“, sagt Carter. Später im Prozess werden alternative Änderungen automatisch in der intelligenten Sammlung des Projekts organisiert, damit die Cutter in der Hektik nichts verlieren.

In Final Cut Pro X bietet die flexible Magnetic Timeline den Cuttern neue Wege, um Sequenzen zu strukturieren. Alle, die schon längere Zeit mit spurbasierten Timelines arbeiten, müssen sich an das Design und die Einfachheit erst gewöhnen. „Es gab diesen einen Tag, an dem es klick gemacht hat“, freut sich Lindsay. „Seitdem fühlt sich alles andere komplett fremd an.“ Trimmt oder entfernt der Cutter Aufnahmen, bleibt alles synchron. So vereinfacht es die Magnetic Timeline, Cutdowns oder alternative Versionen zu erstellen.

Die Filmstreifen-Darstellung in Final Cut Pro X zeigt Clips des ausgewählten Events als eine zusammenhängende Reihe von Miniaturbildern an. So sieht der Cutter alle Aufnahmen vor und nach einem bestimmten Bild. „Ich sehe mir nicht nur dieses eine Bild an“, sagt Lindsay. „Ich habe einen besseren Überblick über mein gesamtes Filmmaterial. Es fühlt sich an, als habe man mir die Scheuklappen abgenommen.“

Mit Final Cut Pro X ist der fertige Schnitt schon sehr hochwertig und für den Cutter einfach auszugeben. „In der Zeit, die ich benötige, um einen Mitarbeiter anzurufen und ihm zu sagen, was er ausgeben soll, kann ich das auch einfach selbst machen“, erklärt Carter. Außerdem fügt sich Final Cut Pro X nahtlos in den Workflow von Highend-Firmen ein. Eine Reihe von leistungsstarken Dienstprogrammen erleichtern es Trim, ihre Projekte als XML, EDL oder AAF Versionen an die Top‑Adressen in London wie The Mill, MPC und Framestore zum Finishing zu schicken.

Dank der Leistung des Mac Pro und der Geschwindigkeit von Final Cut Pro X kann Trim auch komplexe 4K Projekte bearbeiten.

Anspruchsvolles Sounddesign, ganz einfach.

Natürlich sind die Bilder wichtig, „aber die Hälfte der Arbeit ist der Sound“, sagt Carter. „Auch wenn unsere Filme am Ende noch eine richtige Tonabmischung bekommen, müssen wir den Sound schon beim Schneiden so gut wie möglich machen.“ Mit den intelligenten Funktionen zur Soundbearbeitung von Final Cut Pro X kann Trim unglaublich komplexe Audiobeds entwickeln. Während Lindsay an einem Spot arbeitete, musste er Dutzende verschiedener Klangspuren mischen, die er vom Kunden bekommen hatte. „Der Aufbau der Tonspur war so aufwändig. Die Geschwindigkeit, mit der wir in Final Cut Pro X arbeiten konnten, hat uns mehrere Tage gespart.“

Eine Funktion, die den Ablauf beschleunigt, sind die hochaufgelösten Audiowellenformen. Mit ihnen findet der Cutter bestimmte Stellen im Track und kann Tonwerte ohne Wiedergabe anpassen. „Man muss nicht mehr dasitzen und sich alle drei Aufnahmen anhören“, so Leung. „Man kann direkt zur dritten Aufnahme springen, weil man gleich sieht, wo sie ist.“ Mit der Magnetic Timeline können Cutter einzelne Clips verlängern, ohne die Synchronisierung zu verlieren oder etwas zu löschen. „Ich kann mir immer sicher sein, dass mein Ton nie überschrieben und die Synchronisierung nicht durcheinandergebracht wird“, sagt Carter.

Integrierte Effekte helfen den Cuttern, mit minimalem Zeitaufwand perfekte Tonspuren zu erstellen. Mit dem Fade‑Regler lassen sich Überblendungen schnell und intuitiv kontrollieren. So können die Cutter von Trim die perfekte Länge anpassen und das Ergebnis sofort sehen und hören. Reverb, EQ und andere Effekte können spontan während der Wiedergabe hinzugefügt werden. Dank der Unterstützung von Audio Units Plug‑ins sind die beliebtesten Audiofilter von Logic Pro X und anderen Anbietern mit ihren eigenen spezifischen Oberflächen direkt in Final Cut Pro X verfügbar. Mit den exzellenten Möglichkeiten zur Anpassung der Tonhöhe können Cutter außerdem einen Audioclip auswählen und ihn dehnen, um seine Länge zu bearbeiten, ohne dabei die Tonhöhe zu verändern. Ist die Mischung fertig, exportiert Trim die Projekte mit der X2Pro Audio Convert App in Sekundenschnelle als Pro Tools Sitzung, um sie dann an eine Audiobearbeitungsfirma liefern zu können.

Tatyana Alexandra, Thomas Grove Carter und Dominic Leung besprechen die Endphase eines Werbespots.

Vom Anfang bis zum Finishing.

Wie geht es weiter bei den Kreativen von Trim? Zunächst legt Final Cut Pro den Grundstein für Trim, um in die Bereiche Finishing und Sound zu expandieren und so mit größeren kreativen Möglichkeiten noch schneller produzieren zu können. „Final Cut Pro X räumt vieles aus dem Weg, was uns am Wachsen hindern könnte. Wir lieben die Arbeit am Sound und wollen diesen Prozess bis zum Ende kontrollieren.“

Mit der Software hat Trim eine sichere Basis, um weiter zu expandieren, weil so das Talent und nicht die Technologie im Fokus steht. „Wir beschäftigen uns nicht damit, vierzehn Millionen Pfund in neue Ausrüstung investieren zu müssen“, sagt Lindsay. „Wir überlegen uns eher, wer uns helfen könnte zu wachsen. Es geht nicht darum, die beste Ausrüstung von allen zu haben. Es geht um die richtigen Leute.“

„Ich habe das Gefühl, wir sind vielen Leuten voraus, weil wir nicht übermäßig auf Technologie oder Software setzen. Du kommst einfach mit deinem Rucksack hier rein und kannst alle anderen hinter dir lassen.“
Tom Lindsay, Trim Editing Partner

Workflow

Final Cut Pro X Workflow

Medien werden vor dem Einlesen in ProRes 422 konvertiert. Audio aus Sekundärquellen wird mit dem Primärmaterial synchronisiert.

Das Trim Cutter-Team organisiert und taggt die Medien, nimmt eine Auswahl vor, erstellt einen Rohschnitt und arbeitet das grundlegende Sounddesign aus.

Dieser Prozess wiederholt sich und der Schnitt wird durch stetiges Feedback vom Regisseur und dem Kunden feingeschliffen.

Die Projekte werden dann für die finale Tonabmischung, Farbabstimmung und zur Überarbeitung visueller Effekte zu spezialisierten Postproduktionsfirmen geschickt.

Der Ton wird mit der Drittanbieterapp X2Pro als AAF zur Endbearbeitung in Pro Tools verschickt. Die finale Tonabmischung erhält Trim als Stems zurück. Sie wird dann wieder in das Final Cut Pro X Projekt integriert.

Für die visuellen Effekte können die Projekte als EDLs oder FCPXML für Aufnahmen von visuellen Effekten verschickt werden. Für EDLs wird die App EDL‑X eines anderen Anbieters verwendet. EDLs oder XML wird verwendet, um die Änderungen an das Material der hochauflösenden Kamera anzupassen. Sind sie fertig, werden die Aufnahmen als QuickTime Dateien zurückgeschickt, um sie in den Schnitt zu integrieren. Dieser Prozess wiederholt sich.

Für die finale Farbabstimmung und Bearbeitung werden die Projekte als EDLs oder FCPXML an Systeme wie Nuke, Flame und DaVinci Resolve geschickt.

Unterstützte Hardware

  • Mac Pro

    3,5 GHz 6‑Core Intel Xeon E5

    12 GB RAM

    AMD FirePro D500

  • iMac mit Retina 5K Display

    4 GHz Quad-Core Intel Core i7

    16 GB RAM

    AMD Radeon R9 M295X

  • 15" MacBook Pro

    2,8 GHz Dual-Core Intel Core i7

    16 GB RAM

    1 TB Speicherplatz

  • MacBook

    1,2 GHz Dual-Core Intel Core M

    8 GB RAM

    512 GB Speicherplatz