Foster the People: Pumped Up Hits

Der Radiohit „Pumped Up Kicks“ von Foster the People war der Song, der uns 2011 für Monate nicht aus dem Kopf ging. Für Mark Foster hingegen, der den Song schrieb, war es kein Problem, ihn aus seinem Kopf zu bekommen und in ein Demotape zu verwandeln. Da Foster Logic Pro verwendete und alle Instrumente selbst spielte, konnte er die Single in nur eineinhalb Tagen schreiben und aufnehmen. Das Demotape verbreitete sich schnell im Web und so kletterte der Song in die Charts und wurde schließlich zur Fan-Hymne bei den ausverkauften Konzerten der Band.

Mark Foster hatte sich 10 Jahre lang mit Jobs in Los Angeles durchgeschlagen und versucht, als Songwriter und Musiker Fuß zu fassen. Mit einem so erfolgreichen Hit den Einstieg in seine Traumkarriere zu schaffen, war mehr als er je zu hoffen gewagt hatte. „Pumped Up Kicks“ wurde mehr als 4 Millionen Mal verkauft. Torches, das Debütalbum der Band, schaffte es in die Top 10 der Billboard 200 Charts – eine ordentliche Leistung für eine Band, die es erst seit 2 Jahren gab. Foster the People sind seither Headliner bei großen Konzerten und spielen an ausverkauften Locations wie Central Park SummerStage, Red Rocks Amphitheatre und Gibson Amphitheatre und erzielen Besucherrekorde bei Festivals wie Lollapalooza, Coachella und South by Southwest. Die Band trat auch bei Saturday Night Live und den Grammy Awards auf, wo sie zwei Nominierungen erhielt und außerdem mit den Beach Boys spielte.

Isom Innis und Mark Foster bearbeiten Musikspuren mit Logic Pro.
Foto: Magda Wosinska.

Foster führt seinen Erfolg als Songwriter größtenteils auf die jahrelange Arbeit mit Logic Pro zurück, das zu seinem wichtigsten kreativen Instrument geworden war, als er „Pumped Up Kicks“ schrieb. „Durch den Wechsel zu Logic veränderte sich meine Arbeit als Songwriter drastisch, denn plötzlich konnte ich viele Dinge an einem Ort machen“, sagt er. „Ich konnte nicht nur Klavier spielen, sondern auch den Bass-Part dazumischen. Nicht nur den Bass-Part ergänzen, sondern auch ein Drum-Pattern. Ich konnte sogar verschiedene Producer-Tricks lernen, die mit Songwriting eigentlich nicht viel zu tun haben, sich aber stark auf das gesamte Hörerlebnis auswirken.“

Den Traum verfolgen

Diese vielfältigen Kompositions- und Steuerungsmöglichkeiten waren eine Offenbarung für Foster, der in der Nähe von Cleveland in Ohio aufwuchs und bereits sehr früh anfing, Musik zu schreiben. Inspiriert durch eine Kassette der Beach Boys, die er von seinem Vater bekam, als er sechs war, wurde er zum Multiinstrumentalisten und spielte in verschiedenen Bands Schlagzeug, Klavier und Gitarre. „Für viele verschiedene Musiker und Musikstile zu schreiben, war vermutlich der Einstieg ins Songwriting für mich“, sagt er.

Nach seinem Highschool-Abschluss ging Foster nach Los Angeles, um dort seine musikalischen Interessen zu verfolgen, aber es war entmutigend. „Beim Songwriting mit der Akustikgitarre stieß ich schnell an meine Grenzen“, so Foster. „Ich erkannte, dass ich ohne Geld, um einen Produzenten für Studiozeit zu bezahlen, und ohne zu wissen, wie ich das selbst machen könnte, nicht weiterkommen würde. Also entschloss ich mich, mir ein eigenes System zuzulegen und das Produzieren zu lernen, denn ich wollte nicht von anderen abhängig sein.“

Doch Fosters erste Experimente mit PC-basierten Soundtools waren frustrierend. „Immer nachdem ich eine Weile gearbeitet hatte, verabschiedete sich mein PC. Ich erinnere mich, dass ich eine wirklich gute kreative Phase hatte und unzählige Songs schrieb, mein Computer aber alle 10 Sekunden abstürzte. Ich startete ihn neu, probierte ein paar Sachen aus und sicherte sie ganz schnell. So ging das stundenlang. Mir blieb einfach nichts anderes übrig.“

Bei kurzen Produktionsetappen in diversen Studios rund um Los Angeles sah Foster, wie er mehr erreichen konnte. „Bei Sessions mit Produzenten wie Greg Kurstin und Switch konnte ich miterleben, wie produktiv Logic war. Es schien mir ein intuitiveres und besseres Kreativtool für Songwriter zu sein als Pro Tools. Ich wusste, ich wollte Logic haben.“

In Logic eintauchen

Als Foster die Begleitmusik für den Film eines Freundes komponierte, erhielt er seinen ersten größeren Scheck, den er in ein MacBook Pro und Logic investierte. Da sowohl die Software als auch das Betriebssystem und die Hardware von Apple stammten, profitierte er von mehr Stabilität und Leistung. „Alles arbeitet einfach nahtlos zusammen“, sagt er. „Logic fühlt sich so intuitiv an, als wär es von einem Musiker entwickelt worden. Es beschleunigt meinen Workflow enorm und ich kann meiner Kreativität freien Lauf lassen. Ich muss kein Tontechniker sein, um das Programm zu bedienen, ich kann einfach Songwriter sein.“

Die nützlichen Tools, die mit dem Programm kommen, machten den Wechsel umso lohnenswerter: „Ich liebe das Maß an Kontrolle, das Logic mir gibt, ebenso die mitgelieferten Instrumente und Effekt-Plug-Ins, ganz besonders den EXS24 Sampler und das Space Designer Reverb. Und die Tape Delay und Compressor Plug-Ins verwende ich ständig. Für mich als unerfahrenen Switcher war es toll, all diese Features direkt verfügbar zu haben und nicht erst hunderte separater Plug-Ins kaufen zu müssen.“

Mit zunehmender Logic Erfahrung gelang es Foster schließlich, einen Vollzeitjob zu ergattern. „Je besser ich das Programm kennenlernte, desto besser wurde auch mein Know-how im Songwriting und Produzieren mit Logic“, erzählt er. „Schließlich war ich so gut, dass mir eine Firma namens Mophonics einen Vollzeitjob als Komponist von Soundtracks für Werbefilme anbot.“

Gründung der Band

Während seiner Zeit bei Mophonics fühlte sich Foster darin bestärkt, seine Songwriting-Ambitionen weiterzuverfolgen. Nachdem er verschiedenste Genres ausprobiert hatte, tat sich Foster (zuständig für Lead-Gesang, Keyboard, Klavier, Synthesizer, Gitarre, Programming und Percussion) 2009 mit dem Drummer Mark Pontius und dem Bassisten Cubbie Fink zusammen und gründete mit ihnen die Band „Foster the People“. Nach dem Erfolg des Hits „Pumped Up Kicks“, den Foster im Mophonics Studio schrieb, legte die Band mit der EP Foster the People nach, gefolgt von ihrem ersten Album Torches.

Mit dem Ziel, zehn große, kompromisslose Songs für Torches zu schreiben, arbeitete die Band mit namhaften Produzenten wie Greg Kurstin, Rich Costey und Paul Epworth zusammen. Foster brachte ausgereifte Versionen jedes Songs für die Produzenten ins Studio mit. „Ich hatte die Demos meiner Songs selbst in Logic bearbeitet“, erzählt er. „Als wir uns meine Sessions anhörten, war es leicht, in die Arbeit, die ich bereits mit Logic geleistet hatte, Elemente zu integrieren.“

Neue Richtung

Während einer Tourpause schrieben Foster und die Band in den Paramount Recording Studios in Hollywood Songs für ihr nächstes Album, das 2013 veröffentlich werden soll. Für dieses Album nutzt Foster die Möglichkeiten von Logic Pro, um einen neuen kreativen Ansatz zu verfolgen: Dieses Mal wird Foster nicht wie beim ersten Album das komplette Songwriting allein übernehmen, sondern die ganze Band wird daran mitwirken. Im Studio und auf der Bühne werden Foster, Fink und Pontius von Gitarrist Sean Cimino und von Isom Innis (Keyboard, Synthesizer, Klavier, Programming, Percussion und Backing Vocals) unterstützt.