Außerdem werden schon im Vorentwurf Visualisierungen erstellt, um eine Planung sofort von wichtigen Blickpunkten aus räumlich beurteilen zu können. Zugleich sind diese Visualisierungen ein unentbehrliches Hilfsmittel im Gespräch mit Bauherren. Denn die können sich eine Planung anhand von Grundrissen meist nur schwer vorstellen. Völlig unverzichtbar sind fotorealistische Darstellungen zudem bei Wettbewerben, in denen diese Form der Präsentation mittlerweile zum Standard gehört. Dabei legen die Architekten Wert darauf, auch hier ihren minimalistischen Stil zu wahren. So werden Bäume oder sonstige dekorative Elemente nur sehr reduziert eingesetzt, um nicht vom eigentlichen Entwurf abzulenken.
„Wir sind einfach schneller, seitdem wir auf das Gespann Mac und ArchiCAD setzen. Wir können ein Projekt in kürzerer Zeit mit weniger Leuten bearbeiten.“
Michael Dahmen, Döring Dahmen Joeressen Architekten
Das Verständnis von Architektur hat der Computer bei Döring Dahmen Joeressen nicht verändert; sehr wohl jedoch die Art und Weise, wie ein Projekt bearbeitet wird. „Wir sind einfach schneller, seitdem wir auf das Gespann Mac und ArchiCAD setzen,“ zieht Michael Dahmen Fazit. „Wir können ein Projekt in kürzerer Zeit mit weniger Leuten bearbeiten.“ Zu diesem Ergebnis trägt eine Vielzahl von Funktionen bei, mit deren Hilfe sich vor allem Routinearbeiten beschleunigen lassen. So können etwa Massen und Mengen in ArchiCAD direkt für die Berechnung der Bruttogeschossflächen und Rauminhalte genutzt, und an die Ausschreibung weiter gegeben werden. Zudem erfolgt die Festlegung der Maße automatisch, und mit Hilfe der Bibliothekselemente lassen sich Änderungen pauschal in einem Arbeitsschritt ausführen.
Auch die Planungsqualität hat sich dank CAD-Software erhöht insbesondere mit Hilfe der so genannten „Hotlinks“, die dafür sorgen, dass jeweils auf Basis des aktuellen Planungsstands gearbeitet wird. Das Projektmanagement wird durch die IT-Werkzeuge ebenfalls erleichtert, vor allem in punkto Kommunikation. Hier nutzen die Architekten zwei unterschiedliche Standards: Wenn es um die Zusammenarbeit mit anderen am Bau Beteiligten geht, erfolgt der Datenaustausch per DWG-Format - eine Möglichkeit, die ArchiCAD problemlos unterstützt. Für die Kommunikation mit dem Bauherren setzen die Planer jedoch PDF-Dateien ein, die im Apple-Betriebssystem Mac OS X sogar direkt erstellt werden können.
Um den Austausch auch großer Datenmengen zu erleichtern, hat Marius Dittrich, IT-Verantwortlicher bei Döring Dahmen Joeressen, eigens einen FTP-Server eingerichtet, von dem sich autorisierte Nutzer die jeweils aktuellen Pläne eines Projekts herunterladen können. Dittrich, der die Systemlandschaft neben seinen Aufgaben als Architekt betreut, weiß die Vorteile der Apple-Hardware besonders zu schätzen: „Der Mac mit dem Betriebssystem Mac OS X vereinfacht die Netzwerkverwaltung durch eine Vielzahl von Funktionen. IP-Adressen lassen sich beispielsweise problemlos ändern, und Hardware-Komponenten können ohne Installation spezieller Treiber hinzugefügt und wieder entfernt werden,“ erklärt der Planer. „Dabei ist die Handhabung völlig unkompliziert: Mac OS X erklärt sich einfach von selbst.“ Besonders angetan hat es Dittrich die Vorschau-Funktion in Mac OS X: „Ich kann mir den Inhalt jeder beliebigen Datei über ein Vorschau-Icon anzeigen lassen, ohne das entsprechende Anwendungsprogramm gestartet zu haben das spart enorm Zeit.“
Der Einsatz von Apple-Technologie hat sich für Döring Dahmen Joeressen bezahlt gemacht und letztendlich dazu geführt, dass sich die Planer auch in den vergangenen Jahren über einen Mangel an Aufträgen nicht beklagen konnten. Zu diesem Erfolg beigetragen hat aber sicherlich ebenfalls, dass Döring Dahmen Joeressen Architekten ihre Innovationsfreude auch in anderer Hinsicht gern unter Beweis stellen. So etwa kürzlich mit dem Bau des Bürogebäudes Kai 13 im Düsseldorfer Medienhafen, bei dem die Architekten gleich zwei bautechnologische Innovationen umsetzen konnten: Zur Temperierung des vierstöckigen Bauwerks wird fast ausschließlich Erdwärme genutzt, die über 110 jeweils 12 Meter tiefe Gründungspfähle in das Gebäude geleitet wird. Darüber hinaus haben die Architekten in Zusammenarbeit mit dem Hersteller ein neues Deckungssystem für die Kupferfassade entwickelt. Die patinierten Platten konnten dadurch völlig plan realisiert werden und verleihen dem Bau nun einen fast monolithischen Charakter. Klare Formen verbinden sich hier mit gleichsam skulpturalem Bauen eine Architektur, die der Computer besonders effektiv unterstützt.
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