ITV Productions: Mit moderner Technologie in die 60er Jahre
Im Postproduktionsstudio von ITV Productions in Leeds werden erfolgreiche britische Fernsehserien wie "Heartbeat" und "The Royal" produziert. Als man sich dort entschloss, einige proprietäre Schnittsysteme zu ersetzen, fiel die Wahl auf eine moderne digitale Lösung, die auf Final Cut Studio und Xsan von Apple basiert.
ITV Productions, die interne Produktionsabteilung des Fernsehsenders ITV, ist für einige der bekanntesten und beliebtesten Fernsehsendungen Großbritanniens verantwortlich. Viele dieser Sendungen wurden in den Regionalstudios von ITV Yorkshire in Leeds produziert. In der Geschichte des britischen Fernsehens kommt dieser Produktionseinrichtung eine ganz besondere Bedeutung zu. Sie wurde 1968 für den damaligen Regionalsender Yorkshire Television gebaut und war damals die erste für das Farbfernsehen eigens gebaute Einrichtung in ganz Europa. Diese Tradition als Innovator für neue Technologien setzt ITV Productions heute fort.
2006 richtete das Unternehmen ein modernes Postproduktionsstudio mit Final Cut Pro Schnitträumen ein, die über ein Xsan Speichernetzwerk verknüpft sind. "Bis zur Installation der Apple Systeme arbeiteten wir mit mehr als 200 Systemen mit geschlossener Architektur", erinnert sich Mark Chaplin, der bei ITV für die Produktionstechnologie verantwortlich ist. "Durch die Entscheidung für Apple konnten wir uns von dieser unflexiblen Ausstattung lösen."
ITV Yorkshire ist Teil des britischen Sendernetzwerks ITV, das zu den kommerziellen Sendern mit den höchsten Zuschauerzahlen des Landes zählt. Zu den bekanntesten Produktionen von ITV Yorkshire gehören die Fernsehserien "Heartbeat" und "The Royal". Die Final Cut Pro Lösung wurde speziell für den Schnitt dieser beiden Serien installiert, die in den 60er Jahren spielen und in starkem Maße Musik einsetzen.
"Wir haben das Apple System eine Weile getestet", erinnert sich Offline-Cutter Gary Westmoreland. "Probehalber haben wir eine Episode von 'Heartbeat' mit Final Cut Pro geschnitten. Diese Episode durchlief dann unseren normalen Nachbearbeitungsprozess und wurde schließlich ausgestrahlt. Ich glaube, unser Zeitplan verschob sich nur um einen Tag. Wenn man bedenkt, dass ich mich ja gerade erst einarbeitete, ist das wirklich beeindruckend."
Einige weitere Episoden wurden einem Testlauf mit Final Cut Pro unterzogen, bevor ITV Productions den Sprung wagte. Andrew Brearley, der technische Leiter der Abteilung "Post Production North" von ITV Productions, erzählt: "Als wir merkten, dass dieses System den bisher eingesetzten Systemen in puncto Funktionsspektrum und Leistung gleichwertig oder sogar überlegen war, war unsere Entscheidung gefallen."
Vier Final Cut Pro Softwarepakete wurden direkt bei Apple gekauft und von XTFX, einem Apple Solution Expert aus der Umgebung, installiert. Diese vier Systeme wurden zusammen mit dem Testsystem mit einer Xsan Speicherlösung verbunden, die über eine Speicherkapazität von 12,5 TB verfügt. Dazu Westmoreland: "Die Verbindung aller Komponenten via Xsan ist wirklich fantastisch. Vorher haben wir ausschließlich eigenständige, autonome Systeme eingesetzt. Jetzt können wir deutlich effizienter arbeiten und z. B. viel schneller auf Sound FX Komponenten zugreifen. Auch das Öffnen mehrerer Projekte gleichzeitig ist möglich - das konnten wir früher nicht."