A-Medialynx
Pop-Kultur visualisiert mit Apple Lösungen

Ob Lifestyle-Bericht, Chartsendung, Promimagazin oder Tuning-Show - was auf MTV und Viva läuft, bestimmt den Trend der meisten Jugendlichen. Seit vielen Jahren definieren die beiden Sender den Begriff „Pop- und Jugendkultur“ in Deutschland ständig neu. Mit Videoclips, die immer mehr auch die Ästhetik des regulären Fernsehens beeinflussen, unkonventionellen Reportagen aus dem Showbiz, kompetenten Moderatoren, die auf lockere Art durch die Sendungen führen und innovativen Show-Konzepten hat sich das Musikfernsehen einen festen Platz in der deutschen Senderlandschaft erobert. Der Sendebetrieb erfordert hierbei natürlich nicht nur eine schnelle, flexible Anpassung an sich regelmäßig ändernde Inhalte, sondern auch die Erfüllung höchster technischer Ansprüche.

Die Berliner Produktionsfirma A-Medialynx hat sich diesen Herausforderungen gestellt und ist mittlerweile für einen Großteil der hierzulande produzierten Sendungen verantwortlich. Nach der Sendeabwicklung des Kindersenders NICK, die man seit September 2005 betreut und der Herstellung von Viva-Chartshows, MTV Masters, der Talkshow ‚Kuttner.‘, „ALLES NICK“, TRL und einer Vielzahl anderer Produktionen, sind in den folgenden Monaten noch die kompletten Sendeabwicklungen von MTV beziehungsweise von VIVA und VIVA PLUS dazu gekommen.

“Die Apple-Lösung erfüllt alle unsere Anforderungen. Und das zu Kosten, die weit unter denen anderer Plattformen liegen.”

Gegründet im Februar 2001, arbeiten mittlerweile 55 Festangestellte und bis zu 10 freie Mitarbeiter bei A-Medialynx täglich daran, Chartshows, Einspieler, Sondersendungen, Star-Specials und andere Inhalte für das tägliche Programm der drei Viacom-Sender zu erstellen. Um mit den steigenden Anforderungen Schritt halten zu können, wurden, nachdem man erst im Mai 2005 in die Stralauer Allee direkt an der Spree gezogen war, bereits im Juni 2005 weitere Räumlichkeiten direkt neben den Fernseh-Studios bezogen. Während der Neustrukturierungsphase entschieden sich die Verantwortlichen bei A-Medialynx, die Postproduktion auf ein modernes, serverbasiertes SAN-System umzustellen und mit mehreren Edit-Suiten zu erweitern, um so flexibel wie möglich mit den verfügbaren Ressourcen agieren zu können. Man prüfte die Angebote verschiedener Hersteller, verglich und testete unterschiedliche Produkte, glich Anforderungsprofil und Leistungsdaten miteinander ab und entschied sich am Ende für ein Xsan basiertes System von Apple mit mehreren Final Cut Studio - Schnittplätzen. „Ausschlaggebend war sicher das hervorragende Preis-Leistungs-Verhältnis der Apple-Lösung“ so Carmen Mannhardt, die als Technische Leitung NLE für die Betreuung der Installation zuständig ist. "Die Apple-Lösung erfüllt alle unsere Anforderungen. Und das zu Kosten, die weit unter denen anderer Plattformen liegen." Gemeinsam mit dem Kölner Systemhaus Mediatec wurde ein Konzept erarbeitet, das sowohl zuverlässig funktioniert, einfach zu verwalten als auch im Bedarfsfall beliebig erweiterbar ist.

Seit August letzten Jahres ist die neue Produktionsumgebung nun in Betrieb. Herzstück der Infrastruktur ist das Apple Xsan System. Zwei Xserve G5 Dual 2,3 GHz werden als Metadatencontroler eingesetzt, ein Xserve Cluster Node steht als Failover-System bereit, um absolute Betriebssicherheit zu garantieren. Zwei 5,6 TB große Xserve Raids mit Raid Level 5 dienen als zentraler Massenspeicher auf den alle Schnittplätze über Fibre Channel zugreifen.

Medialynx

Im Ingest-Raum neben den Studios zeichnen zwei Power Mac G5 das eingehende Signal aus der Senderegie über je eine AJA IO Box auf. Dabei greift A-Medialynx auf die Software PictureReady! aus dem Hause Gallery zurück, um die Daten direkt auf den Xsan Speicher zu schreiben. So wird gewährleistet, dass die Daten direkt nach der Aufzeichnung an jeder Edit-Suite zur Verfügung stehen.

An augenblicklich zehn Final Cut Pro Arbeitsplätzen, ausgestattet mit je einem Power Mac G5 Dual 2,7 GHz mit 3 GB Arbeitsspeicher, stellen die Cutter zusammen mit den Redakteuren unter Hochdruck Chart-Shows, Szenemagazine und andere Formate fertig. Alle Schnittplätze sind an einen zentralen Maschinenraum angeschlossen, so dass nach Beendigung des Schnittes das Sendemaster direkt auf Digibeta oder IMX ausgespielt werden kann. Das Xserve Raid dient aber auch zur zentralen Archivierung der Projektdaten. Bei Sendeformaten wie „ MTV Brandneu“ ist das ein enormer Arbeitsvorteil, da jeder Cutter auf vorherige Sendungen zurückgreifen, Opener und Bauchbinden übernehmen kann, die Musikvideos der aktuellen Platzierungsreihenfolge anpasst und neue Clips problemlos einfügt. Drei weitere Schnitträume werden zurzeit mit Rechnern, Kontrollmonitoren, Mischpulten und Messgeräten eingerichtet. Diese Plätze dann schnell und unkompliziert in das SAN einzubinden, ist dank der Offenheit des Systems kein Problem. Frau Mannhardt bestätigt, dass „dies und die Tatsache, beliebig viele Clients an einem Xsan-System betreiben zu können“ absolut bindende Kriterien bei der Kaufentscheidung waren.

“Final Cut Pro ist leicht verständlich strukturiert und fast selbsterklärend.”

Bei Fertigungszeiten von meist unter 24 Stunden ist es für die technischen Mitarbeiter bei A-Medialynx außerdem ein wichtiger Faktor, dass der Wartungsaufwand - sowohl für die Final Cut Pro-Schnittplätze als auch für das Xsan - in überschaubarem Rahmen bleiben. Aktuell betreut Frau Mannhard die Schnittregien alleine, die Verwaltung des Xsan erledigt sie gemeinsam mit dem technischen Leiter sowie dem Netzwerkadministrator im Haus. So ist gewährleistet, dass immer jemand im Hause ist, der den Cuttern bei Fragen zur Seite steht und die Speicherauslastung auf dem Xserve Raid koordiniert.

In einem Umfeld, wo kurze Produktionzeiten die Regel sind, stellt sich ein Wechsel auf ein neues Schnittsystem normalerweise als nicht immer ganz unproblematisch dar. Daher waren die Verantwortlichen bei A-Medialynx umso erfreuter, als alle Editoren die neue Software begeistert annahmen. „Final Cut Pro ist leicht verständlich strukturiert und fast selbsterklärend. Und für eine Programmversion 5 bereits ausgesprochen weit entwickelt und ausgereift.“ Lachend erinnert sich Carmen Mannhardt, dass „die Cutter nach einer Woche Schulung regelrecht im ‚finalen Rausch’ waren und bereits wenige Tage nach dem Training die ersten Sendungen ohne Probleme erstellt haben.“