Otto Waalkes: ...“so was habe ich jahrelang gesucht und plötzlich ist es da!“
Ein Konzert im Audimax in Hamburg und die daraus resultierende LP aus dem Live-Mitschnitt legen den Grundstein für eine der rasantesten Karrieren des deutschen Unterhaltungsgeschäftes: OTTO, der Götterbote aus Ostfriesland, feiert in diesem Jahr sein 35- jähriges Bühnenjubiläum.
Unzählige seiner Live-LPs, TV-Shows, Bücher und Filme werden mit Preisen und Auszeichnungen belohnt. Zu den größten Erfolgen des Meisters der deutschen Comedy zählt sein erster Kinofilm „Otto – Der Film“ (1985), der mit über 10 Mio. Besuchern der erfolgreichste deutsche Film aller Zeiten ist. Im Herbst kommt sein neuestes Werk „7 Zwerge – Männer allein im Wald“ in die Kinos. Parallel bereitet der viel beschäftigte Komiker seine bereits ausverkaufte Live-Tour „100 Jahre Otto“ vor.
Wir haben uns mit Otto bei „Rüssl Räckords“ in Hamburg verabredet. Kleine Ottifanten marschieren selbstbewusst über den Teppich im Eingangsbereich. Der Künstler selbst hat sich in den Wintergarten zurückgezogen. Hier ist es hell und freundlich, Ottifanten auf Sitzkissen und Kaffeebechern zaubern eine fröhliche Atmosphäre. Der Ottifant – treuer Weggefährte seit Jugendtagen – ist sein Markenzeichen. Der bekannteste „Friesenjung“, der 1948 in Emden geboren wurde, trinkt echten Ostfriesentee. Lustige blaue Augen strahlen uns an.
Unter dem Label „Rüssl Räckords“, das 1972 von Otto Waalkes und seinem Freund und Manager Hans Otto Mertens gegründet wurde, wird Otto´s Vermarktung zentral gesteuert.
Wenn ich eine Idee habe, will ich die gleich umsetzen und das macht das MacBook Pro möglich.
Otto hat nicht nur das richtige Gespür für Witz und Situationskomik, sondern auch für den Markt. Seiner Einschätzung nach werden viele Studios von AVID auf native Systeme wie Final Cut Pro umsteigen. Dieser allgemeinen Aufbruchstimmung sei das Unternehmen gefolgt und – so Otto weiter - „das bereue ich bis heute nicht!“ Und ergänzend fügt er hinzu: „Ich habe einen richtigen Schritt nach vorn gemacht.“ Bei den komplizierten Arbeitsweisen und komplexen Prozessen, die den Alltag heute prägen, ist Otto froh über die einfach zu bedienende Technik, die Apple bietet. Vom Design über die Verpackung bis hin zum Produkt – Otto schwärmt von der überzeugenden Einfachheit. „Ich möchte am liebsten immer alles aufbewahren und irgendwo hinstellen, weil alles so schön aussieht.“
Otto benutzt z.B. das Programm iMovie für die Visualisierung seiner Ideen - zur professionellen Bearbeitung bzw. Umsetzung dieser Ideen überlässt er das Projekt den Profis an Final Cut Pro.
Einen typischen kreativen Prozess beschreibt der Meister so: „Ich kommuniziere mit meinen Leuten, mit denen ich zusammenarbeite, mit Komponisten und Autoren. Das geht alles über Computer, da werden Texte per Word Dokument ausgetauscht, korrigiert und hin- und hergeschickt. Dann werden MPGS dazu gemacht. Wenn ich z.B. schon eine bestimmte Vorstellung habe von den Zwergen, dann mache ich einen Filmmitschnitt – einfach Kamera anschließen, diese wird von iMovie sofort erkannt und schon kann man mitschneiden, fertig. Dann schicke ich´s weiter; das Team kuckt´s sich an, super! Ich habe das gerade mit iMovie gemacht, das war der erste Videoclip, den ich gemacht habe.“
Und – schwupps – bekommen wir eine kleine Kostprobe auf dem MacBook Pro, live und in Farbe, am großen Tisch im Wintergarten. Mit bedeutungsvollem Blick präsentiert er uns stolz seinen ersten Clip. „Sogar das Playback habe ich noch über das Laptop eingesprochen, als Demo. Einfacher kann man es doch nicht haben. Ich muss nicht stundenlang irgendwelche Regler drehen oder Knöpfe drücken, ich brauch so was nicht. Wenn ich eine Idee habe, will ich die gleich umsetzen und das macht das MacBook Pro möglich.
Ich spreche ins Mikrofon und es ist da, das ganze Audio zum Bild und sogar synchron. Du schiebst es hin und her, und es ist so einfach zu verstehen. Tolles Werkzeug! Das ist klasse und für mich ideal.“ Während man seinen begeisterten Ausführungen folgt, wird klar: Otto ist ganz in seinem Element. Er ist authentisch, mitreißend und einfach komisch. So, wie wir ihn alle lieben.
Und wie wird Apple bei Live-Auftritten eingesetzt?
„Wir arbeiten mit Halb-Playbacks und Geräuschen. Das läuft auch alles über Apple. Und ganz stolz fügt er hinzu: „Wir haben noch nie einen Technik-Ausfall gehabt, noch nie! All die Tourneen und es ist noch nicht einmal passiert.“
Ottos Einstellung nach, sollten profunde technische Kenntnisse nicht notwendige Voraussetzung für kreative Arbeit sein. Im Gegenteil: jeder müsse kreativ tätig werden können und dank Apple sei dies schlicht und ergreifend möglich. „Mit Apple Sachen ist es viel einfacher als mit anderen, wo du viele Tage damit verbringst, etwas überhaupt erst einmal zu verstehen.“ Und da fällt Otto gleich ein passendes Beispiel ein: der Internetbrowser Safari. „Ob Flüge oder Übersetzungen, du tippst das einfach im „Google Suchfeld“ ein. Mein Bruder ist ja halb ausgerastet, als ich ihm das Programm zeigte: „Was, das gibt es? Ich sag: ja, das gibt es.“
Wir haben noch nie einen Technik-Ausfall gehabt, noch nie! All die Tourneen und es ist noch nicht einmal passiert.
Und wie sind die Apple Produkte privat im Einsatz? Nutzt er z.B. iMovie? „Das macht meine Frau Eva, sie hat das PowerBook 17“. Eva hat jetzt gerade mit dem PowerBook einen Kurzfilm produziert, selbst geschnitten und vertont – das ist unglaublich – und sie ist jetzt damit in Amerika auf vier Short Film Festivals gewesen und wurde in New York nominiert für „best short“ – und dabei ist sie technisch doch so untalentiert, aber sie schneidet und setzt Blenden ein....echt toll!“
Auch iTunes komme, so Otto, den Künstlern sehr entgegen und sei ein ausgesprochen künstlerfreundliches Programm. Auf die Frage, ob Otto ein eigenes privates Studio hat, ist die prompte Antwort: „Überall. Und ergänzend fügt er hinzu: „Mit einem MacBook Pro hast du dein eigenes Studio immer bei dir.“ Musik produziert Otto unterwegs, er arbeitet mit GarageBand.
„Früher haben wir große Tonstudios gehabt, voll ausgerüstet, aber das braucht man ja alles gar nicht mehr unbedingt. Mit Logic arbeite ich nicht selbst, das ist mir zuviel Feinarbeit, dazu habe ich keine Lust, das machen meine Toningenieure. Wenn ich eine Idee habe, will ich das sofort umsetzen können.“ Dennoch kennt er sich grundlegend damit aus. Aber „da sitze ich stundenlang und das ist mir persönlich zu arbeitsintensiv, da dreh ich dann an so Knöpfen (Otto beginnt, an imaginären Knöpfen zu drehen und weiß dies meisterhaft mit passenden Geräusch-Effekten in Szene zu setzen)... Das tolle daran ist, dass die Songs, die ich mit GarageBand produziere, in Logic geöffnet werden können - zur weiteren Bearbeitung. Ich habe mir gerade ein kleines iMic gekauft. Das ist total zuverlässig, du sprichst einfach rein und alles ist drin, irre. So was habe ich jahrelang gesucht und plötzlich ist es da!“
In naher Zukunft ist der Einstieg in das 3D Geschäft mit den sieben Zwergen geplant. „Ich habe ein Cinema 4D Animationsprogramm – das kommt noch alles auf uns zu. Ein reines Apple-Werk.“ Und nach kurzer Überlegung fügt Otto verschmitzt hinzu: „Schneewittchen und die 7 Apple“ oder „Apple und die sieben Zwerge“.
Es ging immer nur darum, ein Programm für Ottifanten zu entwerfen.
Ottos Fangemeinde, die über Generationen mit ihm gewachsen ist und ständig neu nachwächst, kann sich freuen: „100 Jahre Otto“, seine neueste CD, ist im Frühling erschienen. „Ich bin ca. 50 Jahre alt, seit 30 Jahren auf Tournee und seit 20 Jahren eine Legende...“ Es ist eine gelungene Mischung aus Klassikern und tollen Neuheiten und natürlich ein „must have“ für jeden Fan. Zum Abschluss bekommen wir eine erste Kostprobe aus Ottos Übersetzungsprogramm (s. Infokasten).
Unser Gespräch im gemütlichen Wintergarten ist zu Ende. Wir sind bester Laune und wischen uns die ein oder andere Lach-Träne aus den Augen. So ist er, der Otto. Einer, der uns seit mehr als drei Jahrzehnten immer wieder zum Lachen bringt.
Danke, Otto!
