Mit dem Mac kommen wir schneller ans Ziel.

Die Produktion des SPIEGEL:
Jedes Bild ein Treffer

Illustrationen auf dem Titel des SPIEGEL haben eine lange Tradition. Ob beauftragte Künstler wie Braldt Bralds, Boris Artzybasheff, Dieter Wiesmüller oder Michael Matthias Prechtl – die Kunst führender Illustratoren der Welt will technisch genauso einwandfrei in den Titel einmontiert werden, wie die illustrativen oder fotografischen In-House-Produktionen der Titelgrafik.

Die Farbe sicher im Griff

Dafür braucht es die Sicherheit der kontrollierbaren Farbdarstellung am Bildschirm. Die Vorlagen sind vielfältig: mal bekommt DER SPIEGEL Originale geliefert, die dann gescannt oder abfotografiert werden müssen, mal handelt es sich um Arbeiten in Illustrator, Photoshop, Maya 3D oder anderen Grafikprogrammen

Titel im Blick am Cinema Display 30“

In jedem Falle ist für die Titelgrafiker das Apple Cinema Display ein Werkzeug, um die Farbwirkung des Titelbildes schon während der Gestaltungsphase kritisch zu betrachten. Erst am Ende einer Titel-Produktion wird ein druckverbindlicher Proof für die abschließende Beurteilung herangezogen.

Unterstützt werden die SPIEGEL Titelgrafiker durch das Team der Elektronischen Bildverarbeitung (EBV). Auch in der EBV setzt man voll und ganz auf farbkontrolliertes Arbeiten an farbkalibrierten Bildschirmen. Das war nicht immer so.

Produktion im Wandel

Noch in den frühen Photoshop-Zeiten (1996/97) wurde jedes Bild aus der Redaktion in der Druckerei überarbeitet und endmontiert. Heute sieht die Produktionswelt des SPIEGEL in Hamburg komplett anders aus.

Damals wurden Fotos und Grafiken im Verlagshaus zunächst digitalisiert und dann ihr Stand im Layout festgelegt. Nach Freigabe gelangten die Originale per Kurier in die Druckerei, wurden erneut gescannt und druckfertig retuschiert.

Gestaltet wurde auch schon vor 10 Jahren auf dem Mac. Die gute Unterstützung farbkritischer Produktionsprozesse durch ColorSync ermöglichte jedoch weitere Schritte. So konnten Grafik und EBV schon bald auf eigenen Geräten im Verlagshaus proofen und damit die Bildschirmansicht zum Druck hin abstimmen. Nach Einführung farbgenauer Barco-Monitore und später auch Eizo TFT-Displays, reduzierte sich die Anzahl der benötigten Prüfdrucke immer weiter. Auch die vordefinierbaren Farbeinstellungen von Photoshop halfen dabei, leichter zwischen den benötigten unterschiedlichen Druckprozessen wechseln zu können.

Seit etwa zwei Jahren setzt die Spiegel Titel Grafik auf Apple Cinema Display 30“, um hohe Farbgenauigkeit und Komfort in der Gestaltung verbinden zu können. Die EBV des SPIEGEL verwendet iMac 20“ mit kalibrierbarem Eizo Display, teilweise wird der iMac 24“ solo eingesetzt. Die regelmäßige Kalibration und Profilierung erlaubt den Einsatz dieser preiswerten Produktionstechnik. Hier kommt seit Jahren basICColor display zum Einsatz. Mindestens einmal monatlich führt ein Dienstleister die messtechnischen Kontrollen durch.

Letzter Schritt in die Vollproduktion

Im Oktober 2007 vollzog der Spiegel den letzten Schritt: Die Qualitätsanforderungen waren hoch gesteckt, gespannt schaute man auf die erste Produktion. Doch Mensch und Technik funktionierten reibungslos – nun werden sämtliche Bilder im Haus druckfertig bearbeitet. Zuverlässige Farbbeurteilung am Bildschirm und höchste Proofsicherheit auf Epson Druckern ermöglichen zielsicheres Arbeiten. Die eingesetzten GMG Proofsysteme sind mit der Druckerei abgestimmt. Zwischen Prüfdruck unter Normlicht und Softproof am Bildschirm bleibt selbst für ein geübtes Auge kaum ein sichtbarer Unterschied.

Das Team der EBV bewältigt die deutlich erhöhte Produktionslast weitgehend ohne Stress. Einhellige Meinung: „Mit dem Mac kommen wir schneller zum Ziel – die einfache, klare Navigation hilft dabei“. Vielfältige Automatismen im Mac OS X und ein KlearVision Bildserver übernehmen einen Großteil der Bildumrechnungen. Die auf diesem Wege gut vorbereiteten Bilder werden von den Mitarbeitern mit versiertem Auge kontrolliert und dann individuell optimiert.

EBV-Chefin Christiane Stauder bei der Proofkontrolle

Durchschnittlich 500 Bilder werden so pro Woche von max. 10 Mitarbeitern verarbeitet. „Eine Spiegel-Ausgabe ohne den Mac könnte ich mir heute nicht mehr vorstellen!“, so Spiegel EBV Leiterin Christiane Stauder. „98% aller Bilder gelingen auf Anhieb – Kosteneffizienter und schneller könnten wir kaum produzieren“.

Bei so vielen Treffern bleibt noch ein wenig Zeit für einen gemeinsamen Kaffee – und der ist beim Spiegel bekanntermaßen vortrefflich.

 

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