Am eigenen Fortkommen mitentwickeln und individuelle Lösungen maßgerecht anfertigen, das ist zentrale Aufgabe der Entwicklungsabteilung der iWelt. Das passende Handwerkszeug liefert Apple mit seinen Developer Tools.
In der Wirklichkeit klaffen die Welten zwischen Print und Online herkömmlicherweise weit auseinander. Im normalen Tagesgeschäft der iWelt liegen diese beide Medienarten aber nah aneinander. Die Entwicklung und das Hosting von Kommunikations-verzeichnissen ist nur ein Baustein im Engagement auf dem Telekom-munikationsmarkt. Seit Jahren zählen die Printvarianten von DasTelefonbuch und DasÖrtliche zu attraktiven Informationsquellen, wenn es um das Finden von Kommunikationsadressen geht. Den Anspruch, den der Kunde an das Medium hinsichtlich Qualität und Vollständigkeit stellt, ist hoch. Die Produktion eines gedruckten Verzeichnismediums ist aus diesem Grund besonders anspruchsvoll. Neben den großen Datenmengen in Form von Text- und Grafikinhalten, den engen Produktionsfenstern erweist sich auch die komplexe Struktur bei der Repräsentation der Daten als besonders arbeitsaufwendig. Fast nahe liegend eigentlich, dass die hierfür benötigte Software nicht von der Stange erhältlich ist. Der Weg zur Eigenentwicklung ist somit quasi schon vorgezeichnet.
Produktion eines Verzeichnismediums
Der Produktionszyklus eines Verzeichnismediums enthält die unterschiedlichsten Arbeitsschritte: Automatisierte Aufbereitung der Grunddaten der Telekom auf der Basis der unterschiedlichsten Satz-, Sortier- und Darstellungsregeln, Erstellen und Platzierung von Grafikanzeigen, Erzeugung des Seitenumbruchs mit anschließender Qualitätssicherung und am Ende die Aufbereitung für den Druck. Die entwickelte Umbruchs-Software läuft mit seiner Cocoa-Architektur unter Mac OS X und bezieht ihre Informationen aus zwei unterschiedlichen Datenquellen von einer Oracle-Datenbank und einer Auftragsverwaltung auf der Basis i5 von IBM. Sie übernimmt nicht nur die einfache Platzierung von Grund- und Auftragsdaten nach komplexen Sortierregeln, sondern ermöglicht auch die individuelle Einsteuerungen von Schrift-, Spalten- und Satzlayoutinformationen je nach Buchart. Der im Anschluss erzeugte Umbruch im Metaformat wird automatisch in das Maker Interchange Format (MIF) von Adobe FrameMaker überführt.
Die im Telekommunikationsbereich häufig vorkommenden Anzeigen auf reiner Textbasis lassen sich über ein eigenes Programmmodul automatisiert aus der Produktionsdatenbank im Format PDF erstellen. Möglich macht dies die auf PDF-basierende Grafikschicht Quartz von Mac OS X, welche direkt über eine API aus Cocoa angesprochen werden kann. Das machte bei der Entwicklung den Einsatz von weiteren externen Software-Komponenten überflüssig. Der Umbruch läuft am Ende des automatisierten Prozesses in das Satz- und Layoutprogramm Adobe FrameMaker. Anzeigen, welche außerhalb des Satzspiegels stehen, werden dort händisch platziert und der erzeugte Satz qualitätsgeprüft. Die Druckaufbereitung erfolgt im PDF-Format und die Weiterverarbeitung bei den Dienstleistern über Computer-To-Plate. Der Produktionsablauf eines Telekommunikationsverzeichnisses ist also ein Zusammenspiel von einzelnen Elementen, welche durch die Nutzung von moderner Apple-Technologie kontinuierlich an Effizienz gewinnt. Auf diese Weise sollte die Produktion auch für die wachsenden Anforderungen gewappnet sein.
Beweglich bleiben
Die drei vorgestellten Einsatzbereiche von Apple-Technologie bei der iWelt AG spiegeln nicht nur ein breites Portfolio an Dienstleistungen wider, die ein Mittelständler oft aufbringen muss, um sich auf dem Markt zu behaupten. Eine Anforderung, welche das Unternehmen bislang mit seiner Wahl der Plattform und der eingesetzten Technologie hervorragend meistern konnte. Der Zukunft blickt man hier etwas gelassener entgegen, denn den gleichen Anspruch hinsichtlich Innovation beweist auch Apple immer wieder. Deshalb ist auch das nächste größere Software-Projekt der iWelt AG, die Entwicklung eines Computer-Aided-Sales-System für den Verkauf von Anzeigen in Telekommunikationsverzeichnissen, natürlich auf dem Mac geplant.
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