Tipp der Woche

Beibehalten des RGB-Formats von Bildern

Wenn Sie ein RGB-Bild in das CMYK-Format konvertieren, geht dies zu Lasten der Flexibilität, da Sie das Bild so auf eine bestimmte Druckform ausrichten. Bei einer Konvertierung in "SWOP Coated" gehen Sie z. B. davon aus, dass das Bild auf einer Web-Offsetdruckmaschine mit ganz bestimmten Tinten, Papiertypen und Papierfarben gedruckt wird. Doch damit sind die Verwendungsmöglichkeiten des Bilds eingeschränkt. Möglicherweise möchten Sie genau dieses Bild später für eine Bogenoffsetdruckmaschine oder für die Online-Bereitstellung verwenden. Daher ist es ratsam, das RGB-Format der Bilder so lange wie möglich beizubehalten - auch bis zur Verwendung in Ihrer Seitenlayoutsoftware.

RGB-Bilder lassen sich nämlich direkt in Adobe InDesign oder QuarkXPress platzieren. Beide Programme besitzen leistungsstarke Systeme für das Farbmanagement, die Bilder in das CMYK-Format konvertieren können, wenn Sie sie drucken oder als PDF exportieren. Bei InDesign sind die Resultate in der Regel identisch mit denen, die Sie bei einer Konvertierung in Photoshop erzielen. Ersparen Sie sich also Zeit und Mühe und belassen Sie Ihre Bilder im RGB-Format, solange dies möglich ist.

Wenn Ihr Druckanbieter sich mit Farbmanagement auskennt und RGB-PDFs verwenden kann, senden Sie ihm PDF/X3-Dateien (bei diesen Dateien bleiben die ursprünglichen Farbräume erhalten). Wenn CMYK-Dateien gewünscht werden, stellen Sie sicher, dass Sie beim Exportieren Ihrer PDF-Dateien in einen CMYK-Zielraum konvertieren. Beispielsweise ist durch den Export als PDF/X1-a-Datei sichergestellt, dass alle Farben für Ihren Druckauftrag in CMYK konvertiert werden. Stellen Sie durch Nachfrage bei Ihrem Drucker sicher, dass Sie das Bild in das richtige CMYK-Format (SWOP, Sheetfed usw.) für Ihren Druckauftrag konvertieren.