Tipp der Woche
Warum OpenType Schriften verwenden?
Einer der ältesten Mythen beim DTP lautet: "Niemals TrueType Schriften für professionelles Publishing verwenden". Das traf vielleicht noch in den frühen 90er Jahren zu, doch heute können diese Schriften bedenkenlos eingesetzt werden. Es gibt jedoch noch ein besseres Schriftformat, das Sie verwenden sollten: OpenType. OpenType Schriften bieten zahlreiche Vorteile:
- Sie benötigen nur eine Datei pro Schrift - Sie müssen also nicht separate Dateien für Bildschirm- und Druckerschriften verwenden.
- Die Schriften sind plattformübergreifend, d. h., Sie können dieselbe Schrift auf Mac und PC nutzen.
- Sie können tausende Zeichen enthalten, sodass Sie keine separaten Spezialschriften mehr benötigen.
- Sie können intelligente Zeichen enthalten, z. B. automatische Brüche, Sonderzeichen und Zeichenpaare, die sich abhängig davon ändern, wo sie im Wort auftreten (z. B. ein Zierbuchstabe).
- Die Schriften ermöglichen Programmen mit OpenType Unterstützung die Einhaltung spezieller Anweisungen innerhalb der Schrift (Glyphenvarianten genannt) und tauschen bei Bedarf Zeichen automatisch aus. Beispielsweise würde das Programm bei einer Skriptschriftart am Wortanfang ein anderes T verwenden als innerhalb eines Worts, sodass ein gleichmäßiges Schriftbild gewährleistet ist. Programme ohne spezielle OpenType Erkennung, z. B. ältere QuarkXPress oder PageMaker Versionen, können mit OpenType Schriften verwendet werden, wobei erweiterte Funktionen für Glyphen oder intelligente Funktionen jedoch nicht verfügbar sind.
In einem Programm mit OpenType Erkennung werden die Zeichen, die Sie in dieser Schrift (Adobe Bickham Script Pro) sehen, kontextabhängig geändert. Beispielsweise ändert sich die Form der Buchstaben "t" und "h" abhängig davon, ob sie am Anfang, in der Mitte oder am Ende eines Worts verwendet werden.

