Die Apple Produkte gehören in der Snowboard Szene zum Lifestyle. Klar, dass auch die selbst produzierten Filme auf Macs entstehen.
Der 24-jährige Münchner David Benedek gehört zu den erfolgreichsten deutschen Snowboard Fahrern, doch das Fahren ist nicht seine einzige Passion: „Filme und Photos sind als Wertungskriterium des technischen Fortschritts ziemlich tief in der gesamten Snowboard- und Skateboardkultur verankert. Sie eignen sich einfach besser als jegliche Wettkampfformate zum Veranschaulichen des Könnens oder des gesamten Sports. So wird jeder professionelle Snowboardfahrer irgendwann einmal mit dem Mitwirken an Filmen beginnen müssen, wenn er ernsthafte Ambitionen zeigt.“
David hatte zunächst keine sonderlich großen Ambitionen Filme zu machen, bevor das Snowboarden zu seinem Beruf wurde. Nachdem er mit fünf Kollegen eine Saison lang mit einer amerikanischen Produktionsfirma gearbeitet hatte, waren sie vom finalen Produkt nicht überzeugt. So beschlossen Sie im Sommer 2002 eine eigene Produktionsfirma zu gründen und ins Filmgeschäft einzusteigen. Das ist dem Team bisher äußerst erfolgreich gelungen. Schon der erste Streifen „Afterbang“ wurde vom größten amerikanischen Snowboard Magazin als „Video of the Year“ ausgezeichnet. Gleichzeitig wurde David selber mit dem „Videopart of the Year“, also den besten Fahrkünsten und Einlagen, beglückwünscht. Die gleichen Auszeichnungen konnte die Crew ein Jahr später mit dem nächsten Videoprojekt „Lame“ verbuchen und vertreibt mittlerweile schon das dritte Werk „Afterlame“.
In der Snowboardszene gehört der Mac fast schon zur Grundausstattung und obwohl David selber anfangs nicht viel mit Computern zu tun hatte, waren ihm die Apple Produkte durch sein Umfeld sehr vertraut. Während eines Beinbruches war seine Bewegungsfreiheit stark eingeschränkt das Schlimmste was einem Snowboarder und Skater passieren kann. Eine Spielkonsole half zwar die Zeit etwas zu vertreiben, konnte aber den Hunger nach Kreativität nicht stillen. David entschloss sich die Genesungszeit zu nutzen, um sich die gängigen Grafikprogramme beizubringen. Sein Bruder besorgte ihm kurzerhand einen iMac DV den ersten iMac mit FireWire. So lernte David in autodidaktischer Manier mit Photoshop Bilder zu bearbeiten und mit Final Cut Pro Filme zu schneiden.
Für einen Fahrer, der an internationalen Wettbewerben teilnimmt und auch in der Freizeit immer die besten Spots sucht, war der iMac DV etwas zu unhandlich im Transport den neuen Mac mini hätte David damals natürlich gerne gehabt. So kam zunächst ein PowerBook G3 zum Einsatz die erste Generation, die für den mobilen Videoschnitt mit Final Cut Pro über FireWire gerüstet war. David erkannte das Potential für seine kreative Arbeit und ließ bis heute keine Powerbook Serie und Final Cut Pro Generation aus. Schließlich waren nicht Studium oder Ausbildung der Schlüssel zur eigenen Firma und Selbstständigkeit, sondern Talent und passendes Werkzeug.
Wie selbstverständlich wird der komplette Arbeitsprozess an Apple Systemen durchgeführt. Die Produktionsfirma arbeitet dabei mit der Agentur Nemo Design in Portland zusammen. Der Schnitt findet in Final Cut Pro HD statt, umfangreiche Effektbearbeitung und Animationen werden in After Effects erstellt und das Authoring für die DVD wird anschließend mit DVD Studio Pro durchgeführt. Für die grafische Gestaltung wie Broschüren, Flyer oder Cover-Gestaltung kommen Photoshop und Illustrator zum Einsatz. „Wenn ich recht überlege,“ so David, „hat niemand aus meinem Freundes- und Arbeitsumfeld einen PC. Apple hat bei uns 100% Marktanteil.“
Schon beim Dreh legt die Produktionsfirma großen Wert auf gute Bilder. Für viele Aufnahmen kommen 16 mm Kameras zum Einsatz. Für die Crew macht nicht nur der Film-Look den Reiz aus auf 16 mm zu drehen, sondern die Möglichkeit hochwertige Zeitlupen mit High-Speed Aufnahmen zu erzeugen. Die schweren Kameras lassen sich natürlich nicht immer während der Fahrt auf dem Snowboard mitführen, zumal die Fahrer auch oft selber drehen müssen. Für diesen Fall kommen dann entweder kleine handliche und leicht zu bedienende DV-Kameras zum Einsatz oder aber die spezielle „a-cam“ des schwedischen Herstellers „Ikonoskop“. Zudem werden DV-Kameras für verschiedene Perspektiven parallel eingesetzt.
Die 16 mm Aufnahmen wurden bei den bisherigen Produktionen immer auf DVCAM überspielt. So konnte man das Filmmaterial einfach per FireWire auf den Rechner überspielen und im DV-Format in Final Cut Pro bearbeiten. Für die Aufnahmen stellt das komprimierte DV-Format einen vertretbaren Kompromiss zwischen Qualität und Datenaufkommen dar. Die hohe Ausgangsqualität von 16 mm Film macht auch auf der fertigen DVD noch eine gute Figur. Die gemischten Film- und Video-Aufnahmen harmonieren erstaunlich gut nicht zuletzt wegen dem gelungenem Schnitt.
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