Wir arbeiten daran, unsere Ökobilanz zu verbessern. Und wir erwarten das Gleiche von unseren Zulieferern.

Öffnen
Schließen

Ein Prüfer inspiziert Lüftungsanlagen und Filter in einem Galvanikbetrieb in Suzhou, China.

Wir setzen alles daran, umweltfreundliche Produkte zu entwickeln. Und wir arbeiten mit unseren Zulieferern daran sicherzustellen, dass dort, wo unsere Produkte gefertigt werden, ökologisch verantwortungsbewusste Fertigungsprozesse eingesetzt werden.

Highlights aus unserem Bericht 2014

Mehr als 520 Erhebungen für Standortprofile abgeschlossen, um Risiken für die Umwelt abschätzen zu können.

62 zielgerichtete Umweltprüfungen durchgeführt.

Start der Pilotphase des Clean Water Programms an 13 Zuliefererstandorten, um Wiederverwendung und Aufbereitung zu verbessern.

Alle Highlights für 2014

Apple und der Umgang mit der Umweltverantwortung.

Unser Engagement für ökologische Verantwortung reicht tief in unsere Lieferkette. Selbst wenn lokale Bestimmungen weniger streng sind als unser Verhaltenskodex für Zulieferer, erwarten wir von unseren Zulieferern, mehr zu tun, als vom Gesetzgeber gefordert, um die umliegenden Gemeinden zu schützen und die Auswirkungen auf die Umwelt zu minimieren. Überall, wo Apple Produkte hergestellt werden, müssen unsere Zulieferer die von uns festgelegten Umweltstandards einhalten. Das umfasst unter anderem den Umgang mit Sonderabfällen, die Abwasser- und Regenwasseraufbereitung, die Reinigung von Luftemissionen und Lärmschutz.

Wir wenden viele verschiedene Methoden an wie Inspektionen vor Ort, Umfragen zum ökologischen Profil, Partnerschaften mit Nichtregierungsorganisationen und Ressourcen wie die Datenbank über Wasser- und Luftverschmutzung des IPE (Institute of Public and Environmental Affairs), um Gefahren für die Umwelt zu ermitteln. 2013 haben wir mehr als 520 Umfragen zum ökologischen Profil abgeschlossen, wobei wir uns auf unsere 200 größten Zulieferer konzentriert haben. Mit den Daten dieser Umfrage können wir die Risiken je nach Erzeugnis bestimmen und gezielt Schulungen, Tools und Programme für unsere Zulieferer organisieren, um deren Ökobilanz zu verbessern.

Wenn wir auf Risiken oder Probleme stoßen, führen wir eine genauere Umweltprüfung durch. Im Jahr 2013 haben wir 62 solcher Prüfungen durchgeführt. Dafür analysieren wir Vorfälle aus der Vergangenheit, entnehmen Umweltproben (z. B. aus Boden und Abwasser), sammeln Informationen und untersuchen Verstöße gegen den Verhaltenskodex von Apple. Auf die Ergebnisse und Verstöße reagieren wir mit einem Prozess korrektiver Maßnahmen. Anschließend kontrollieren unabhängige Prüfer und ggf. Umweltverbände in China, ob die Mängel beseitigt wurden.

520

im Jahr 2013 durchgeführte Umfragen zum ökologischen Profil.

Wir haben uns dem Umweltschutz und der Minimierung unseres ökologischen Fußabdrucks verschrieben.

Weitere Infos zu Apple und dem Umweltschutz
Öffnen
Schließen

Manager von Apple Zulieferern bei der Gründungsversammlung der EHS Academy für Apple Zulieferer im chinesischen Suzhou.

Die EHS Academy: Besseres Wissen für eine bessere Umwelt.

Mit dem Ziel, den Mangel an qualifiziertem Personal im Bereich Umwelt, Gesundheit und Arbeitssicherheit (Environment, Health and Safety) zu beheben, haben wir die EHS Academy für Apple Zulieferer (ausführlicher beschrieben unter Gesundheit und Sicherheit) gegründet. Das Programm dauert 18 Monate und bietet 25 Kurse zu Umwelt, Gesundheit und Sicherheit und umfasst allgemeine sowie kombinierbare Unterrichtsblöcke zu Themen wie Einhaltung von Umweltbestimmungen, Identifizieren und Beurteilen von Umweltaspekten, Wasserwirtschaft, Luftreinhaltung und umweltverträgliche Produktion. Ziele der Ausbildung sind die Vermittlung von Grundlagen und Kenntnissen sowie der Aufbau von Management- und Führungsqualifikationen. Die Teilnehmer müssen 19 Kurse wählen und erfolgreich abschließen. Am Ende des Programms erhalten sie eine Bescheinigung über den erfolgreichen Abschluss. Außerdem müssen sie das Gelernte anwenden, indem sie an ihren Produktionsstandorten Projekte starten und umsetzen. 2013 waren über 240 Teilnehmer aus mehr als 60 Zuliefererstandorten mit einer Gesamtbelegschaft von mehr als 270.000 Arbeitern an der EHS Academy eingeschrieben. 2014 soll das Programm noch erweitert werden.

Das Clean Water Programm.

Trinkwasser ist eine kostbare Ressource und es ist die Pflicht eines jeden, verantwortungsbewusst damit umzugehen. Einige Fertigungsprozesse in der Lieferkette von Apple verbrauchen mehr Wasser als andere. Für einen ressourcenschonenden Umgang unserer Zulieferer mit diesem Rohstoff hat Apple das Clean Water Programm ins Leben gerufen, um den Wasserverbrauch zu reduzieren, Methoden der Wasseraufbereitung zu fördern und illegale Wasserverschmutzung in der Lieferkette zu verhindern.

Wir haben uns dabei vor allem auf Zulieferer konzentriert, die Produktkomponenten mit hohem Wasserverbrauch produzieren. Dazu gehören Zulieferer von gedruckten Leiterplatten, Gehäusen, Glasabdeckungen, Verpackungen, Printprodukten und einige Lieferanten elektrischer Platinen. 13 Produktionsanlagen mit hohem Wasserverbrauch (insgesamt mehr als 41 Millionen Kubikmeter jährlich) nahmen 2013 im Rahmen eines Pilotprojekts an unserem Clean Water Programm teil.

Dieses Programm beschränkt sich nicht einfach darauf, die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben zu überwachen und zu prüfen, ob entsprechende Genehmigungen vorliegen. Zunächst wird für die jeweilige Produktionsstätte eine vollständige Übersicht der verwendeten chemischen Gefahrenstoffe und des im Laufe des Prozesses anfallenden Abwassers erarbeitet. Die bestehenden Programme zur Wiederverwertung und Wiederaufbereitung sind nur einer von mehreren Faktoren, die dabei analysiert werden. Auch der gesamte Prozess der Abwasseraufbereitung wird untersucht, wobei dessen Effizienz und Leistungsfähigkeit bezogen auf die Art von Fertigung bewertet wird. Wir stellen außerdem sicher, dass die nötigen Kapazitäten zur Aufbereitung des anfallenden Abwassers vorhanden sind. Wir messen, wie viel Wasser ein- und abgeleitet wird, und entnehmen Wasserproben an mehreren Stellen des gesamten Aufbereitungsprozesses bis zu dem Punkt, an dem das Wasser wieder ausgestoßen wird. Wir berücksichtigen außerdem die Risiken, die vor Ort eine Rolle spielen können, z. B. durch den Ausfall der Wasserversorgung für die tägliche Produktion, und minimieren die Auswirkungen für die Bevölkerung, in deren Umgebung die Ressource genutzt wird.

Nach eingehender Prüfung bewerten wir den Zulieferer nach Kategorien wie Abwasser- und Regenwasseraufbereitung, Betrieb von Wasseraufbereitungsanlagen, Wasserverbrauch, Wartung, Leistung und Kontrollen sowie Umgang mit Sonderabfällen. Sind Verbesserungen notwendig, schlagen wir dem Zulieferer bestimmte Maßnahmen vor, die er in Zusammenarbeit mit unserem Team und unabhängigen technischen Beratern umzusetzen hat.

Ab 2014 werden wir die Ergebnisse und bewährten Methoden aus diesem Pilotprojekt bei anderen Zulieferern mit wasserintensiven Produktionsverfahren anwenden.