Jeder Arbeiter hat das Recht auf Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz.

Öffnen
Schließen

Eine Arbeiterin in einem Glaslabor in Kentucky, USA trägt Schutzkleidung bei der Arbeit mit einem Ionenaustauscher.

Wir lassen nicht zu, dass an der Sicherheit gespart wird. Produktionsprozesse und -standorte werden von uns ständig noch sicherer gemacht. Außerdem bieten wir Weiterbildungsmöglichkeiten, um den Umgang mit den Themen Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz in unserer Lieferkette zu verbessern.

Highlights aus unserem Bericht 2014

Start der EHS Academy (Environment, Health and Safety) für Apple Zulieferer.

240 Teilnehmer an der EHS Academy angemeldet, die mehr als 270.000 Arbeiter repräsentieren.

Strengere ergonomische Standards für das Design von Arbeitsplätzen.

Alle Highlights für 2014

Gesundheit und Sicherheit durch Weiterbildung verbessern.

Gesundheit und Sicherheit der Arbeiter waren schon immer Top‑Prioritäten bei Apple und durch regelmäßige Inspektionen und korrektive Maßnahmen haben wir in diesem Bereich immer wieder für Verbesserungen gesorgt. Doch wir finden es wichtig, noch einen Schritt weiter zu gehen, und Mitarbeiter mit einer umfassenden Ausbildung zu den Themen Umwelt, Gesundheit und Arbeitssicherheit, kurz EHS (Environment, Health and Safety), sind dabei der Schlüssel zum Erfolg. Das Problem: Es gibt nur wenige Arbeitnehmer mit Fachwissen in diesem Bereich. Viel zu oft hatten Werksleiter daher keine andere Wahl, als leitende Positionen im Bereich EHS mit nicht ausreichend qualifiziertem Personal zu besetzen. Diese Mitarbeiter können zwar aufgetretene Probleme beheben, aber ihnen fehlt die Ausbildung und das Fachwissen, um Mängel in Eigeninitiative zu ermitteln und abzustellen, bevor sie zu einem echten Problem werden.

Um diesem Ausbildungsmangel entgegenzuwirken und den Pool an qualifizierten EHS Managern zu erweitern, haben wir die EHS Academy für Apple Zulieferer gegründet. Dabei handelt es sich um ein 18-monatiges Programm, das unserer Meinung nach eines der umfangreichsten Ausbildungs- und Weiterbildungsprogramme im Bereich EHS in einer Lieferkette darstellt. Bei der Entwicklung dieser Einrichtung haben wir mit der Universität Nanjing, der Sun‑Yat‑sen Universität und dem Institut für nachhaltige Gemeinschaften (Institute for Sustainable Communities, ISC), einer gemeinnützigen Organisation, die auf gesellschaftlicher Ebene nach Lösungen zur Senkung der Klimabelastung in den USA und in China sucht, zusammengearbeitet. Durch die Kombination und Weiterentwicklung bestehender Lehrpläne haben wir ein einzigartiges Programm erstellt, dessen Ziel es ist, kompetentes EHS Personal auszubilden. Die Kosten dieses Programms teilen wir uns mit unseren Zulieferern, die die Hälfte der Studiengebühren für ihre eingeschriebenen Mitarbeiter übernehmen. 2013 waren über 240 Arbeitnehmer aus über 60 Zuliefererbetrieben mit einer Gesamtbelegschaft von 270.000 Arbeitern an der EHS Academy eingeschrieben. 2014 soll das Programm noch erweitert werden.

Die Akademie bietet 25 Kurse zu den Themen Umwelt, Gesundheit und Arbeitssicherheit. Das Programm umfasst allgemeine und kombinierbare Unterrichtsblöcke zu Themen wie Erkennung und Einschätzung von Gefahrenpotenzial, Brandschutz, Ergonomie, Industriehygiene, Wasserwirtschaft und Luftreinhaltung. Ziele der Ausbildung sind die Vermittlung von Grundlagen und Kenntnissen sowie der Aufbau von Management- und Führungsqualifikationen. Die Teilnehmer müssen 19 Kurse wählen und erfolgreich abschließen. Am Ende des Programms erhalten sie von den Universitäten ein Abschlusszeugnis. Außerdem müssen sie das Gelernte anwenden, indem sie an ihren Produktionsstandorten Projekte starten und umsetzen. Diese Kenntnisse können sie später auch in ihrem Berufsleben einsetzen, egal ob bei Apple Zulieferern oder einem anderen Arbeitgeber. Die EHS Academy für Apple Zulieferer hilft also, die Standards für EHS Management auch über unsere eigene Lieferkette hinaus zu erhöhen.

Unsere Weiterbildungsprogramme an der Akademie sind aber nicht nur auf Arbeiter in den Produktionswerken beschränkt. Entscheidungsträger in höheren Führungsebenen erhalten im Rahmen eines eintägigen Pflichtseminars, das gemeinsam mit dem Team für die Verantwortung unserer Zulieferer und dem Team für das operative Geschäft geleitet wird, eine Einführung in das Programm. Durch ihre Teilnahme entwickeln die Werksleiter ein besseres Verständnis für die Notwendigkeit von EHS Schulungen und können so ihre EHS Manager während der Ausbildung an der Akademie besser unterstützen.

Die EHS Academy
im Jahr 2013

240

Teilnehmer

60

Zuliefererwerke

270K

Arbeiter insgesamt

Öffnen
Schließen

Ein EHS Experte erklärt Führungskräften eines Zulieferers die Wichtigkeit der EHS Academy für Apple Lieferanten im chinesischen Suzhou.

Risiken erkennen und reduzieren.

Wir unterstützen die EHS Academy für Apple Zulieferer mit speziellen Schulungen zu EHS relevanten Themen, die erhöhte technische Aufmerksamkeit erfordern. Mit diesen Schulungen bereiten wir das Personal unserer Zulieferer als auch Apple Mitarbeiter darauf vor, bei der Arbeit in einem Produktionsstandort des Zulieferers potenzielle Gefahrenquellen zu erkennen und abzustellen. Im Jahr 2013 haben wir mehr als 320 Mitarbeiter von Zulieferern zu Themen wie Lasern, nicht ionisierende und ionisierende Strahlung und Unfallvermeidung geschult. Mehr als 100 Mitarbeiter von Zulieferern – darunter 100 % unserer Eloxalzulieferer – erhielten eine Schulung im Umgang mit chemischen Gefahrenstoffen. Außerdem führten wir in knapp 20 Werken Gefährdungsbeurteilungen für chemische Stoffe durch und inspizierten die Industriehygiene vor Ort. Über 1.200 Apple Mitarbeiter aus unserer Lieferkette nahmen an Schulungen zu Themen wie Erste Hilfe, Ergonomie, Sicherheit an Zuliefererstandorten sowie Umwelt, Gesundheit und Arbeitssicherheit teil. Durch die Kombination aus speziellen Beurteilungen der Prozesssicherheit und Schulungen können unsere Mitarbeiter Gefahren erkennen, Zulieferer weiterbilden und es ihnen ermöglichen, durch entsprechende Maßnahmen die Sicherheit in ihren Fertigungsanlagen zu verbessern.

420

Insgesamt 420 Mitarbeiter von Zulieferern erhielten 2013 Schulungen zu den Themen Gesundheit und Arbeitssicherheit.

Öffnen
Schließen

Ein Prüfer inspiziert die Feuerlöscher an einem Standort im chinesischen Shenzhen.

Vorbereitet für Notfälle.

Wenn es tatsächlich zu einem Ernstfall kommt, ist es wichtig, dass die Zulieferer entsprechende Vorkehrungen zum Schutz ihrer Arbeiter getroffen haben und auf alle Situationen angemessen reagieren können. Um den Zulieferern zu helfen, Vorkehrungen für Notfälle zu treffen und dann entsprechend zu reagieren, haben wir Checklisten zusammengestellt, die unsere Zulieferer bei betriebsinternen Überprüfungen und unsere Teams bei Inspektionen und Bewertungen vor Ort verwenden. Diese Checklisten dienen auch als Leitfaden für Zulieferer, um eine sichere Arbeitsumgebung zu schaffen, die auch für Notfälle ausgerüstet ist. Die Checklisten umfassen wichtige Themen wie geeignete Feuerlöschgeräte, Genehmigungen, Notfallbeleuchtung, Erste-Hilfe-Kästen, Breite der Durchgänge, Pläne und Schilder für Rettungswege, Einsatzteams, Notfallpläne und -übungen sowie spezielle Sicherheitsvorkehrungen beim Umgang mit heißen Materialien. Auch führen wir weiterhin regelmäßig Inspektionen durch und setzen an chinesischen Produktionsstandorten mit hohem Gefahrenpotenzial Standards und Verfahren um, die unseren Zulieferern helfen, bei Notfällen die Sicherheit der Arbeiter zu gewährleisten.

Öffnen
Schließen

Arbeiter beim Mittagessen in einer Werkskantine im chinesischen Shanghai.

Ergonomie und Wohl der Arbeiter.

Im Jahr 2013 gaben wir Personalmanagern, Vorarbeitern und weiteren Mitarbeitern unserer Zulieferer Schulungen zu Themen rund um das Wohlbefinden am Arbeitsplatz, beispielsweise zu Kommunikation, Vertrauensbildung und psychischer Gesundheit. Um ein gesünderes Arbeitsumfeld zu schaffen, haben wir hohe Standards für die Qualität von Unterbringung und Verpflegung sowie für die Vermeidung ergonomischer Gefahren gesetzt.

Durch eine Partnerschaft externer Ergonomieexperten mit der Apple Abteilung für Ergonomie haben wir Studien und Analysen zu ungefähr 75 häufigen Tätigkeiten in unserer Lieferkette durchgeführt, um ergonomische Risiken zu ermitteln. Die Ergebnisse der Untersuchungen lassen wir in unsere Standards für Arbeitsplatzdesign einfließen. Wir verlangen von unseren Zulieferern, Arbeitsplätze zu überprüfen, Risiken abzuschätzen, Kontrollen durchzuführen und deren Wirksamkeit zu überwachen. Über die EHS Academy bieten wir außerdem Weiterbildungen zum Thema Ergonomie an.