Wir bieten Arbeitern unserer gesamten Lieferkette Fortbildungsmöglichkeiten an – von Schulungen über die ihnen gesetzmäßig zustehenden Rechte bis hin zu kostenlosen Kursen in Fremdsprachen, Computertechnologie und anderen Fächern. Viele Arbeiter erhalten auch die Chance einen Associate- oder Bachelor-Abschluss zu machen.
Shanghai, China
Ein Arbeiter nutzt den Computerraum in einer Endfertigungsanlage in Shanghai. Apple und seine Zulieferer haben Millionen von
US-Dollar in die Computerausrüstung von Fertigungsstätten innerhalb der gesamten Lieferkette investiert.
Jundiaí, Brasilien
Ein leitender Mitarbeiter hilft zwei Arbeitern am Fließband in dieser Endfertigungsanlage in Brasilien.
Schulungen für Arbeiter und Manager.
Wir wissen, dass es nicht reicht, Missstände und Probleme aufzudecken und zu beseitigen. Wir verlangen auch, dass unsere Zulieferer von Apple entwickelte Schulungsprogramme einsetzen, um die Arbeiter über lokale Gesetze, ihre Rechte als Arbeiter, über Aspekte wie Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz und den Verhaltenskodex für Apple Zulieferer zu informieren. Leitende Mitarbeiter und Manager werden im Hinblick auf effektive Managementpraktiken geschult, darunter Arbeitgeber-Arbeitnehmer-Kommunikation, Maßnahmen gegen Belästigung sowie Schutz der Arbeiter. Seit 2007 haben über 2,3 Millionen Arbeiter und Manager in unserer Lieferkette an diesem Training teilgenommen und können das erworbene Wissen in ihrer aktuellen und in zukünftigen Positionen einbringen.
Wir schulen Arbeiter und Manager auch zu speziellen Themen, die intensiveres Lernen erfordern. 2012 haben wir uns beispielsweise auf Schulungen zur Bekämpfung von Kinderarbeit und zu zahlreichen Gesundheits- und Sicherheitsthemen konzentriert.
Kostenlose Fortbildungsmöglichkeiten für Arbeiter.
Durch sein SEED Programm (Supplier Employee Education and Development) bietet Apple den Arbeitern zusätzliche Möglichkeiten zur beruflichen und persönlichen Weiterbildung. Im Rahmen dieses von Apple entwickelten Programms stehen Arbeitern u. a. Kurse zu technischen Kompetenzen, Softwarekenntnissen, Lebenskompetenzen, sozialer und umweltpolitischer Verantwortung, Fremdsprachen, Managementfähigkeiten und Ingenieurwesen zur Verfügung. Darüber hinaus gehen wir Partnerschaften mit Universitäten ein, um Arbeitern eine hochwertige Fortbildung und weiterführende Abschlüsse zu ermöglichen.
Seit Beginn des SEED Programms im Jahr 2008 haben über 200.000 Arbeiter daran teilgenommen. Und jetzt weiten wir das Programm aus, um noch mehr Arbeiter zu erreichen. Wir haben Unterrichtsräume und Studienprogramme an neun Endfertigungsstandorten finanziert und Vereinbarungen mit drei Tier-2-Zulieferern getroffen, um das Programm weiter auszubauen. Außerdem haben wir seit Beginn des Programms Millionen von Dollar in Computerausrüstung und Unterrichtsgebühren investiert.
Hier einige Aussagen von Foxconn Arbeitern über die Vorteile, die ihnen die Fortbildungsprogramme bieten.
Niu Depo, Personalwesen
„Nachdem ich direkt nach der Highschool in der Fabrik anfing, habe ich immer davon geträumt, eine weiterführende Ausbildung zu machen. Ich hatte sogar die Zugangsprüfung zum National College bestanden, aber zu dem Zeitpunkt war es wichtig, dass mein älterer Bruder und meine jüngere Schwester die Chance auf eine Ausbildung bekamen. Daher beschloss ich, eine Arbeit anzunehmen, um meine Familie zu unterstützen. SEED bietet mir Informationsquellen und Wissen zu Fächern aller Art und ich nehme kontinuierlich an Kursen teil, die für meine jeweilige Arbeit relevant sind. Ich habe Kurse in Projektmanagement besucht und bin gerade dabei, meinen Abschluss in Personalwesen zu machen, denn damit möchte ich meinen Lebensunterhalt verdienen.“
Zhang Taowei, Qualitätskontrolle
„Ich habe die Schule abgebrochen. SEED gibt Leuten wie mir eine zweite Chance im Leben, eine Chance zu studieren. Die Kurse und Zeitpläne sind wirklich gut aufgebaut. Man muss nach der Arbeit einfach nur in den Unterricht gehen. Ich hoffe, dass ich bald meinen Schulabschluss nachholen kann. Es wäre toll, wenn ich auch einen Berufsabschluss machen könnte.“
Tian Kailan, Supply-Chain-Management
„Ich habe vor ungefähr zwei Jahren bei Foxconn angefangen, da war ich 17. Als ich als Beschaffungs- und Logistikverantwortlicher eingesetzt wurde, hatte ich keine Ahnung, was dieser Job bedeutet. Ich hatte Probleme mit der Fachsprache, die die Leute dort verwenden. Dann erzählte mir ein Arbeitskollege von diesem Logistik-Kurs von SEED und ich bin hingegangen. Ich hoffe, dass ich auf lange Sicht in meine Heimatstadt Hunan zurückkehren und mein eigenes Logistikunternehmen gründen kann.“
Sicherstellen, dass die Arbeiter Gehör finden.
Arbeiter haben das Recht auf eine Arbeitsumgebung, in der sie ihre Sorgen frei äußern können und in der Manager und leitende Angestellte auf diese Anliegen eingehen. Deshalb wird in unserem Managertraining viel Wert darauf gelegt, die Kommunikation zwischen Arbeitern und Management zu fördern. Doch wir wissen, dass das nicht genug ist. Daher haben wir 2012 zwei separate Initiativen mit dem Ziel gestartet, die effektivsten Wege für die Kommunikation der Arbeiter mit ihren Managern zu finden und sicherzustellen, dass ihr Feedback gehört und berücksichtigt wird.
Zum einen haben wir das Programm für Nachhaltigkeit am Arbeitsplatz in Absprache mit Verité eingeführt, einer Nichtregierungsorganisation (NRO), die sich dafür einsetzt, dass Menschen auf der ganzen Welt unter sicheren, fairen und legalen Bedingungen arbeiten. Zum anderen beteiligen wir uns an der IDH Sustainable Trade Initiative, einer öffentlich-privaten Gruppe, die es uns ermöglicht, uns mit anderen Unternehmen in unserer Branche über dieses Thema auszutauschen.
Im Rahmen dieser zwei Initiativen untersuchen wir eine Reihe von Lösungen, um eine offenere Kommunikation zu fördern, darunter Hotlines und eine Art von Betriebsräten, in denen Sprecher der Arbeiter mit den Managern über die Anliegen der Belegschaft diskutieren. Bis heute nehmen Zulieferer, die etwa 47.000 Arbeiter in unserer Lieferkette ausmachen, an diesen Programmen teil. Und wenn wir die effektivsten Lösungen gefunden haben, präsentieren wir sie allen anderen Beteiligten in unserer Lieferketten.
