Wir lassen nicht zu, dass an der Sicherheit gespart wird. Wir suchen ständig nach Ideen – von Mitarbeitern und externen Fachleuten – um Fertigungsprozesse sicherer zu machen und in der gesamten Lieferkette anzuwenden. Außerdem arbeiten wir mit den Zulieferern daran, das Wohl der Arbeiter in den Fabriken und darüber hinaus zu verbessern.
Shanghai, China
Eine Arbeiterin bereitet ein iPhone für die Endmontage vor. Zulieferer müssen den Arbeitern Schutzkleidung
bereitstellen und sicherstellen, dass sie in Sicherheitsstandards ordnungsgemäß geschult sind.
Harrodsburg, Kentucky, USA
Eine Arbeiterin in einem Glaslabor trägt Schutzkleidung bei der Arbeit mit einem Ionenaustauscher.
Sicherere Arbeitsbedingungen.
Um das Gefahrenpotenzial am Arbeitsplatz zu reduzieren, müssen die Zulieferer Schutzkleidung, Schutzgeländer, Sicherheitsgurte und andere Sicherheitsausrüstung bereitstellen und den Arbeitern umfassende und aktuelle Schulungen anbieten. Doch wir gehen noch einen Schritt weiter. Bevor neue Materialien und Fertigungsprozesse in der Lieferkette eingeführt werden, prüfen wir diese in vielen Fällen, um potenzielle Risiken zu identifizieren und entsprechende Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Wenn wir (während einer Überprüfung oder durch Hinweis von einem der vielen Apple Mitarbeiter vor Ort) einen Missstand feststellen, erwarten wir, dass dieser umgehend beseitigt wird. Außerdem suchen wir nach Möglichkeiten, um die Sicherheitsabläufe und -verfahren in allen ähnlichen Anlagen zu erweitern.
Sicherheit am Arbeitsplatz und bei der Fertigung.
Mit Unterstützung von Branchenexperten überprüfen wir gezielt die Produktionssicherheit in bestimmten Zuliefereranlagen, um mögliche Gefahrenquellen in Fertigungsprozessen zu ermitteln. 2012 haben wir diese Überprüfungen an 40 Standorten durchgeführt. Wenn wir ein Problem feststellen, teilen wir dies den Verantwortlichen mit und diskutieren, welche Maßnahmen der Zulieferer ergreifen muss. Später kehren wir zum Standort zurück, um uns davon zu überzeugen, dass diese Korrekturmaßnahmen auch durchgeführt wurden. Außerdem schulen wir unsere Zulieferer intensiv darin, Risiken zu erkennen und entsprechende Verbesserungen in ihren Fertigungsanlagen vorzunehmen.
Schulung zur Erkennung von Gefahren.
Es ist extrem wichtig, dass sowohl Zulieferer als auch Apple Mitarbeiter qualifiziert sind, mögliche Gefahrenquellen zu erkennen. Seit 2011 haben wir über 350 Apple Mitarbeiter geschult, die sich vor Ort in den Zuliefereranlagen mit Sicherheitsthemen wie entzündliche Gase, brennbare Stäube, Giftstoffe und reaktive Materialien befassen. 2012 haben wir weitere 261 Mitarbeiter von Zulieferern zum Thema Schutzausrüstung geschult. Weitere Themen des Gesundheits- und Sicherheitstrainings sind chemische Sicherheit und Lockout/Tagout (kurz LOTO genannt) – ein Verfahren in Zusammenhang mit der Isolierung von Gefahrstoffen und Energie bei Wartungsarbeiten und Modifizierungen. Wir haben 95 Zulieferer zu chemischer Sicherheit und 77 Zulieferer zu LOTO geschult.
Durch die Kombination aus speziellen Überprüfungen der Prozesssicherheit und Schulungen können wir Gefahren identifizieren, Zulieferer weiterbilden und es ihnen ermöglichen, durch entsprechende Maßnahmen die Sicherheit in ihren Fertigungsanlagen zu verbessern. Außerdem entwickeln wir weiterhin umfassende Gesundheits- und Sicherheitsstandards und -vorgaben für die Zuliefereranlagen. Beispielsweise entwickeln wir Prüfstandards für das Gefahrenmanagement bei chemischen Störfällen. Bereits 2012 haben wir begonnen, diese Vorgaben gemeinsam mit wichtigen Zulieferern auszuarbeiten, und wir werden 2013 Schulungen zu diesen Standards durchführen.
Das Wohl der Arbeiter.
Um die Gesundheit und das Wohl der Arbeiter zu verbessern, führen wir eine detaillierte Studie der verschiedenen Tätigkeiten in den Fabriken in diversen Bereichen unserer Lieferkette durch, um ergonomische Risiken aufzuzeigen. Ergonomiefachleute analysieren sorgfältig die Aufgaben und Arbeitsstationen für jede dieser Tätigkeiten. Die Ergebnisse der Untersuchungen lassen wir in unsere Standards für Arbeitsplatzdesign sowie in die Richtlinien für die Arbeitsleistung einfließen, einschließlich Vorgaben für Aufgaben, Schulungen und den turnusmäßigen Wechsel des Arbeitsbereichs.
Doch unser Engagement für das Wohl der Arbeiter geht noch weiter. Wir haben verstärkt in die Unterstützung der Mitarbeiter investiert und vier unserer Endmontagewerke gründlich untersucht, um einen genauen Eindruck von den Bereichen zu erhalten, für die sich unsere Arbeiter Verbesserungen wünschen. Mit einer Kombination aus Gesprächen am runden Tisch und schriftlichen Umfragen haben wir die wichtigsten Anliegen der 70.000 Arbeiter an diesen Standorten ermittelt. Unsere Untersuchungen legen u. a. Verbesserungen in Bereichen wie Sozialleistungen, Qualität der Schlafräume und Kantinen, Beziehung zwischen Arbeitern und leitenden Mitarbeitern sowie Beratungs- und Betreuungsdienstleistungen nahe. In diesem Pilotprojekt haben unsere Umfragen unter den Arbeitern an allen Standorten dazu geführt, dass die Zulieferer spezielle Maßnahmen ergriffen haben, etwa Wechsel der Essenslieferanten, Erfassung der Essenskäufe in der Kantine, um den Essenslieferanten Feedback zu geben, Bewertung der Auswirkungen von Verdunklungsrollos in den Schlafräumen, Berücksichtigung der Schichten von Arbeitern bei der Verteilung der Schlafplätze und Wechsel der Sicherheitsfirmen zwecks mehr Präsenz.
Zusammenarbeit mit der akademischen Gemeinschaft.
Das mit der Verantwortung der Zulieferer betraute Apple Team arbeitet eng mit der akademischen Gemeinschaft zusammen, um Möglichkeiten zur Verbesserung unserer Arbeiterprogramme auszuloten. 2012 haben wir ein Beratungsgremium gebildet, an dem führende Experten von Hochschulen wie Stanford, Columbia, Cornell, dem MIT, der University of Michigan, der University of Washington und der University of California, Berkeley mitwirken. Dieses Gremium erhält Zugang zu den Prüfdaten, Programmergebnissen und Lieferkettendaten von Apple, sodass die Mitglieder unabhängig Projekte entwickeln und untersuchen können, die in unser Programm für die Verantwortung der Zulieferer integriert und der breiteren akademischen Gemeinschaft zur Verfügung gestellt werden.
