Verantwortung der Zulieferer

Eine Lieferkette, die Menschen fördert und den Planeten schützt.

Wenn es um Menschenrechte, Umweltschutz und verantwortungsvolle Geschäftspraktiken in unserer Lieferkette geht, setzen wir die höchsten Standards für uns und unsere Zulieferer. Zusammen mit unseren Partnern gehen wir weit über die branchenüblichen Praktiken hinaus, um das Leben der Mitarbeiter unserer Zulieferer zu verbessern und die Ressourcen der Erde für kommende Generationen zu erhalten. Und wir teilen unsere Vision, Prozesse und Ergebnisse offen mit – denn durch Transparenz bleiben wir uns selbst und der Welt gegenüber verantwortlich. Und gleichzeitig können andere von unseren Erfahrungen lernen und profitieren.

Fortschrittsbericht 2018 ansehen (PDF)

Erst setzen wir hohe Standards für faire Arbeit. Und dann noch höhere.

Der Apple Verhaltenskodex für Zulieferer beschreibt im Detail die Schutzmaßnahmen für die Mitarbeiter unserer Zulieferer wie zum Beispiel angemessene Lebensbedingungen, faire Arbeitszeiten und Sicherheit am Arbeitsplatz. Die Zulieferer müssen ihre Mitarbeiter bei der Einstellung über diese Maßnahmen informieren. Und die Mitarbeiter bekommen garantiert sichere und anonyme Kanäle, über die sie bei Bedarf Bedenken äußern können. Die Richtlinien und Standards des Kodex gelten bei unseren Partnern in allen Bereichen, von der Rohstoffbeschaffung bis hin zur Fertigung. Wir erwarten, dass sie eingehalten werden, auch wenn sie über die lokale, regionale oder nationale Gesetzgebung hinausgehen. Zusätzlich zu diesen zentralen Schutzmaßnahmen haben wir weitere Schritte unternommen und Programme zur Weiterbildung und beruflichen Förderung eingeführt.

3 Mio.+Personen in unserer Lieferkette wurden 2017 in Bezug auf Schutz­maßnahmen für den Arbeitsplatz geschult.
14,7 Mio.Mitarbeiter von Zulieferern wurden seit 2007 in Bezug auf Schutzmaßnahmen für den Arbeitsplatz geschult.

Frauen durch Gesundheitsbildung stärken.

Neben einem sicheren und gesunden Arbeitsplatz sollten alle Mitarbeiter in unserer Lieferkette die Möglichkeit haben, mehr über individuelles Wohlergehen und Gesundheitsvorsorge zu erfahren. 2017 haben wir bei Zulieferern in Indien und China ein Gesundheits­programm speziell für Frauen eingeführt. Das Programm richtet sich an Frauen, weil sie einen besonders starken Einfluss auf ihre Familien und ihre Gemeinschaft haben, und auch, weil Frauen oft unterversorgt sind. Die Teilnehmerinnen lernen in diesem Programm etwas über gesunde Ernährung, Müttergesundheit und Gesundheitsvorsorge. Und sie werden dazu ermutigt, das Gelernte mit ihren Kollegen, Familien und Freunden zu teilen.

Ich fühle mich glücklicher und gesünder, seit ich bei dem Programm mitmache. Ich konnte mein neues Wissen an Freunde und meine Familie weitergeben. Das macht mich stolz und gibt mir das Gefühl, etwas geleistet zu haben.

Zhangjing, Teilnehmerin beim Gesundheitsprogramm für Frauen

Die Chancen von morgen beginnen mit der Ausbildung von heute.

Zusammen mit unseren Partnern bieten wir den Menschen in unserer Lieferkette mehr als nur einen fairen Arbeitsplatz. Seit 2008 hat Apple Bildungsprogramme geschaffen, um die Karrierechancen der Mitarbeiter unserer Zulieferer zu fördern. Das SEED Programm (Supplier Employee Education and Development) unterstützt Mitarbeiter dabei, sich in den Bereichen fortzubilden, die sie am meisten interessieren. Seit seiner Einführung haben 2,5 Millionen Menschen teilgenommen und mehr als 12.000 haben sich für einen Hochschulabschluss angemeldet. Mit einer führenden Universität in China haben wir außerdem das Factory Line Leader Programm ins Leben gerufen. Es bietet Schülern, die ansonsten vielleicht auf Einstiegspositionen beschränkt wären, eine berufliche Ausbildung. Dabei lernen sie die technischen Fähigkeiten und sozialen Kompetenzen, um sich als Fließbandleiter zu qualifizieren. Absolventen erhalten ein garantiertes Praktikum bei einem Apple Zulieferer und die Möglichkeit auf eine Vollzeitstelle.

Wir graben tief, um sicherzugehen, dass Rohstoffe verantwortungsvoll beschafft werden.

Wir sind stolz darauf, bei der verantwortungsvollen Beschaffung von Mineralien für unsere Produkte als weltweit führend zu gelten. 2010 waren wir das erste Unternehmen, das seine Lieferkette für Zinn, Tantal, Wolfram und Gold (3TG) von der Fertigung bis zum Schmelzwerk überprüft hat. Wir waren auch das erste Unternehmen, das eine Liste der Schmelzwerke in seiner Lieferkette veröffentlicht hat. 2014 haben wir angefangen, unsere Lieferkette für Kobalt zu überprüfen, und 2016 haben wir diese Überprüfung abgeschlossen. 2017 haben alle unsere identifizierten 3TG- und Kobalt-Schmelzwerke das zweite Jahr in Folge an einer unabhängigen Überprüfung teilgenommen. So stellen wir sicher, dass die Mineralien in unseren Produkten verantwortungsvoll gemäß den Richtlinien der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) und anderer international anerkannter Menschenrechts­organisationen bezogen werden. Unsere Anstrengungen berücksichtigen Konflikte, Menschenrechte und andere Risiken und gehen weit über gesetzliche Vorgaben hinaus.

Das Enough Project sah Apple weltweit auf Platz 1 über alle Branchen hinweg, als Anerkennung für unsere Bemühungen, in der Demokratischen Republik Kongo Lieferketten mit konfliktfreien Mineralien zu entwickeln.

Wir verfolgen Rohstoffe zurück, von der Endfertigung bis zur Quelle.

Nur wenige Unternehmen verfolgen den Weg der Rohstoffe in ihren Produkten bis hin zum Schmelzwerk zurück. Apple überprüft viele Rohstoffe, inklusive Konflikt­mineralien, bis zurück zum Schmelzwerk, und geht bei anderen sogar noch weiter. Einige wie zum Beispiel Kobalt überprüfen wir bis zur Quelle.

  1. Schritt 1: Endfertigung
  2. Schritt 2: Produktion
  3. Schritt 3: Schmelzen/Veredeln
  4. Schritt 4: Handel
  5. Schritt 5: Rohstoffbeschaffung

Mehr tun, um Schuldknechtschaft zu bekämpfen.

Schuldknechtschaft entsteht, wenn jemand arbeiten muss, um seine Schulden zu begleichen oder andere Auflagen abzugelten. Manchmal stammen diese von Gebühren, die gezahlt werden, um eine Stelle überhaupt zu bekommen. 2008 haben wir das zu einem schweren Verstoß gegen den Verhaltenskodex für Apple Zulieferer erklärt und die zulässigen Gebühren auf ein Monatsgehalt beschränkt. 2015 ging Apple noch weiter mit der Forderung, dass den Mitarbeitern von Zulieferern keine Gebühren für die Stellenvermittlung berechnet werden dürfen – selbst wenn solche Gebühren im gesetzlichen Rahmen des Landes liegen, in dem der Zulieferer arbeitet. Wenn Schuldknechtschaft festgestellt wird, muss der Zulieferer die Vermittlungsgebühren an alle betroffenen Angestellten in voller Höhe zurückzahlen. Wir sorgen für sichere Kanäle, über die Mitarbeiter und Zulieferer Bedenken äußern können. Und wir gelten weiterhin über alle Branchen hinweg als führend in unseren Bemühungen, diese üblen Praktiken zu beenden.

Wenn Schuldknechtschaft aufgedeckt wird, handeln wir sofort:

  1. Schritt 1: Bewährungs­benachrichtigung

    Eine Bewährungs­benachrichtigung geht an den Zulieferer, der gegen die Richtlinie verstoßen hat. Sie enthält Bedingungen für die Zahlung und eine Klausel gegen Vergeltungs­maßnahmen, um die Mitarbeiter zu schützen.

  2. Schritt 2: Frist für die Rückzahlung

    Die Benachrichtigung verlangt von Zulieferern, den Mitarbeitern unrechtmäßige Gebühren innerhalb von 30 Tagen zurückzuzahlen. Andernfalls droht der Verlust von Apple als Geschäftspartner.

  3. Schritt 3: Rückzahlung erfolgt

    Die Rückzahlung an jeden betroffenen Mitarbeiter wird von Apple genehmigt und erfolgt durch den Zulieferer. Seit 2008 wurden mehr als 30 Millionen US‑Dollar zurückgezahlt, um Verstöße auszugleichen.

  4. Schritt 4: Zahlung bestätigt

    Ein unabhängiger Prüfer bestätigt, dass jeder Betroffene eine Rückzahlung erhalten hat. Im Verlauf von 10 Jahren wurden ca. 35.000 Einzelpersonen entschädigt. 2017 wurden 1.560 Fälle festgestellt und behoben.

Wenn wir nichts verschwenden, haben wir viel erreicht.

Indem wir Produktionsabfall von Deponien fernhalten, reduzieren wir die Auswirkungen auf die Umwelt und schützen die Gemeinden, in denen unsere Produkte hergestellt werden. Unser Programm zur Müllvermeidung ist eine Partnerschaft mit Zulieferern, die mit uns gemeinsam die Umwelt schützen. Für das Zertifikat „Zero Waste to Landfill“ von Underwriters Laboratories (UL) muss eine Fabrik die Endlagerung von Abfällen auf Deponien zu 100 % vermeiden und darf maximal 10 % ihres Mülls an Anlagen zur Energiegewinnung schicken. 2017 haben 100 % unserer iPhone Endfertigungs­stätten ein „Zero Waste“ Zertifikat erhalten. Damit alle Zulieferer dieses Ziel erreichen, bieten wir ihnen Tools und Hilfen an, wie zum Beispiel die Unterstützung durch führende Experten im Bereich nachhaltiger Lösungen für die Abfallentsorgung.

Alle iPhone Endfertigungs­standorte weltweit haben jetzt ein „Zero Waste“ Zertifikat.
625.000Seit 2015 wurde die Endlagerung von 625.000 Tonnen Abfall auf Deponien vermieden. Das ist genug, um 2.545 Fußballfelder 1 Meter hoch mit Müll zu bedecken.

Wir kommen unserem Ziel näher, Abfall ganz zu vermeiden.

Abfall zu reduzieren, bedeutet, die bestehenden Fertigungsprozesse zu überdenken. Wir machen das zum Beispiel, indem wir Zulieferern helfen, von neuen Rohstoffen auf wiederverwertete und recycelte Materialien umzustellen. Einer unserer Hersteller implementiert nun sogar einen innovativen Prozess, bei dem ein Teil der Schutzfolie recycelt wird, die iPhone Displays bei der Fertigung schützt. Früher landete dieses Material auf Deponien. Jetzt wird es recycelt und zu Verpackungen verarbeitet, in denen Produkte später im Fertigungs­prozess transportiert werden. Das spart Abfälle und Transportkosten und verbessert unsere CO₂ Bilanz. Und jedes Jahr wird das ca. 200 Tonnen Müll von Deponien fernhalten.

Aus dem Schutzfilm für iPhone Displays werden Verpackungen.

  1. Schritt 1

    Die Schutzfolien und -leisten, die iPhone Displays während der Montage schützen, werden nicht mehr benötigt.

  2. Schritt 2

    Schutzfolie und -leiste werden getrennt. Die eine wird recycelt, die andere wird zur Energiegewinnung genutzt.

  3. Schritt 3

    Das recycelte Teil wird zu Verpackungen verarbeitet, die in der Produktion verwendet werden.

  4. Schritt 4

    Die Verpackungen werden genutzt, um iPhones in einer späteren Produktionsphase zu halten.

Mehr machen mit weniger.

Ein wichtiger Teil unseres Fertigungsprozesses ist, dass wir immer wieder neue Wege finden, natürliche Ressourcen zu schonen und weniger Energie zu verbrauchen. Wir arbeiten mit Zulieferern zusammen, um bis 2020 weltweit mehr als 4 Gigawatt neuen sauberen Strom zu produzieren und zu beziehen und so Emissionen durch Fabriken zu reduzieren. 2018 verlangen wir von all unseren Zulieferern, dass sie sich Ziele zur CO₂ Reduzierung setzen. Wir haben auch das Clean Water Programm ins Leben gerufen, über das Produktionsstätten Wege finden können, Trinkwasser zu sparen und Abwasser wiederzuverwenden. Dadurch konnten teilnehmende Fabriken in China eine durchschnittliche Wiederverwendungsrate von 37 % erreichen, was den Branchen­durchschnitt von 30 % übertrifft.

Im vierten Jahr in Folge hat Apple die beste Bewertung auf dem Corporate Information Transparency Index des Institute of Public and Environmental Affairs erzielt, einer chinesischen Nichtregierungs­organisation.
51,5 Mrd.Der Wasserverbrauch in unserer Lieferkette wurde seit 2013 um 51,5 Milliarden Liter reduziert. Das ist genug, um mehr als 20.592 olympische Schwimmbecken zu füllen.
37 %2017 lag unsere durchschnittliche Wiederverwendungsrate für Abwasser in teilnehmenden Fabriken in China bei 37 %.
1062017 haben wir 14 neue Zulieferer in unser Clean Water Programm aufgenommen. Damit liegt die Gesamtzahl an Zulieferer­standorten bei 106.

Was wir tun, ist erst der Anfang.

Gemeinsam mit unseren Zulieferern haben wir 2017 große Fortschritte gemacht. Wir gehen immer tiefer in unsere Lieferkette, um zu prüfen, wo Verbesserungen gemacht werden können und wo wir Innovationen nutzen können, um neue Werkzeuge und Prozesse einzusetzen. Dabei wird klar, dass wir noch mehr für die Menschen und den Planeten tun können. Jedes Jahr wirkt sich unsere Arbeit auf immer mehr Zulieferer und Mitarbeiter weltweit aus. Und wir glauben, dass unsere Arbeit einen positiven Effekt auf die Branche insgesamt hat.

Mehr überprüfte Standorte. Mehr Zulieferer mit guten Ergebnissen.

Jedes Jahr überprüft Apple mehr Partner in seiner Lieferkette. 2017 haben wir 756 Zuliefererstandorte in 30 Ländern bewertet. Jeder Standort wird anhand der strengsten Standards der Branche als Zulieferer mit niedrigen, mittleren oder guten Ergebnissen eingestuft. Wir arbeiten eng mit Zulieferern mit niedrigen Ergebnissen zusammen, um ihre Entwicklung zu beschleunigen. Wenn sich ein Zulieferer aber nicht an unsere Standards halten will oder kann, entfernen wir ihn aus unserer Lieferkette. Dank der gemeinsamen Anstrengungen von Apple und unseren Partnern ist die Zahl der niedrigen Ergebnisse um 71 % zurückgegangen und die Zahl der guten Ergebnisse um 35 % gestiegen.

35 %2017 ist die Zahl der Zulieferer mit guten Ergebnissen in unserer Lieferkette um 35 % gestiegen.
71 %2017 hat sich die Zahl der Zulieferer mit niedrigen Ergebnissen in unserer Lieferkette um 71 % reduziert.

2017 wurden an 756 Fertigungsstätten, Contact Centern und Retail Standorten Überprüfungen durchgeführt. Weitere 256 Überprüfungen fanden auf Ebene von Schmelzwerken und Minen statt.

Der ausführliche Bericht zeigt, wie weit wir schon gekommen sind.

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Weitere Berichte

Bemühungen im Kampf gegen Menschenhandel und Sklaverei 2017

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Bemühungen im Kampf gegen Menschenhandel und Sklaverei 2016

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Spezifikation für regulierte Stoffe

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Liste der Schmelzwerke und Raffinerien

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