Apple erstattet ausführlich Bericht über die Umweltbelastungen, die durch das Unternehmen entstehen. Dabei werten wir Daten über den Entwicklungsprozess, die Fertigung und die Umweltbelastung aus, die bei der Verwendung von Apple Produkten durch unsere Kunden entsteht.
CO2-Gesamtbilanz
Im Jahr 2011 hat Apple geschätzte 23,1 Mio. Tonnen Treibhausgase produziert.1
So berechnen wir unsere CO2-Bilanz.
Für die CO2-Bilanz eines Unternehmens muss man berücksichtigen, welchen Einfluss die Produkte dieses Unternehmens auf die Umwelt haben. In den vergangenen drei Jahren hat Apple eine umfassende Lebensdaueranalyse durchgeführt, um zu ermitteln, wo unsere Treibhausgasemissionen entstehen. Es ging um das Addieren aller Emissionen, die bei Fertigung, Transport, Nutzung und Recycling unserer Produkte entstehen, und um die generierten Emissionen an den Unternehmensstandorten. Wir haben festgestellt, dass über 98 Prozent der CO2-Bilanz von Apple in direktem Zusammenhang mit unseren Produkten stehen. Für die verbleibenden 2 Prozent sind die Standorte und Betriebsanlagen verantwortlich.
Starkes Wachstum, kleine Auswirkung.
Wir wissen, dass eine verbesserte Umweltverträglichkeit unserer Produkte ganz entscheidend zur Entlastung der Umwelt beiträgt. Daher achten wir beim Design ganz besonders auf die Verringerung des Materialeinsatzes und der Verpackungsgrößen, auf die Unbedenklichkeit, was schädliche Substanzen anbelangt, und auf eine möglichst hohe Energieeffizienz und Recyclingfähigkeit unserer Produkte. Gerade weil Apple weitaus schneller wächst als das Gros der Branche, fühlt sich Apple in besonderem Maße verpflichtet, Produkte so zu produzieren und zu gestalten, dass sie die Umwelt möglichst wenig belasten. Trotz der Steigerung unseres Umsatzes seit 2008 konnten wir im gleichen Zeitraum unsere Treibhausgasemissionen pro Dollar Umsatz um 15,4 % senken. Apple ist industrieweit nach wie vor das einzige Unternehmen, dessen Produktlinie in ihrer Gesamtheit die strengen Richtlinien für Energieeffizienz der ENERGY STAR Spezifikation übererfüllt. Weitere Infos zu den Fortschritten von Apple im Umweltschutz
Fertigung
Die Fertigung – inklusive Gewinnung von Rohstoffen und der Produktfertigung – macht 61 Prozent der Treibhausgasemissionen von Apple aus.
14.096.000 Tonnen
Treibhausgasemissionen
Materialnutzung.
Im letzten Jahrzehnt leisteten die Apple Designer und Ingenieure Pionierarbeit bei der Entwicklung kleinerer, dünnerer und leichterer Produkte. Während unsere Produkte immer leistungsstärker werden, verbrauchen sie immer weniger Rohstoffe bei der Fertigung und erzeugen auch weniger CO2-Emissionen. So bietet etwa der aktuelle 21,5" iMac mehr Leistung und einen deutlich größeren Bildschirm im Vergleich zum 15" iMac der ersten Generation, kommt aber mit der Hälfte der Rohstoffe aus und erzeugt 50 % weniger CO2-Emissionen. Sogar das iPad wurde in nur einer Generation 33 % dünner und bis zu 15 % leichter und produziert 5 % weniger CO2-Emissionen.
Verzicht auf giftige Substanzen.
Zur Entwicklung umweltfreundlicher Produkte gehört auch, dass man die Belastung berücksichtigt, die durch die zur Fertigung verwendeten Materialien zustande kommt. Ob es um Kunststoffe, Glas, die Metalle in unseren Produkten oder das Papier und die Farben unserer Verpackungen geht – wir haben es uns zum Ziel gesetzt, weiterhin führend zu sein, wenn es darum geht, den Einsatz umweltschädlicher Stoffe weiter einzuschränken oder ganz zu vermeiden.
Eine der größten umweltspezifischen Herausforderungen, mit denen unsere Branche heute konfrontiert ist, sind giftige Substanzen wie Arsen, bromierte Flammschutzmittel, Quecksilber, Weichmacher (Phthalate) und PVC in den Produkten. In den meisten Ländern ist der Einsatz dieser Stoffe noch zugelassen. Trotzdem haben wir in Zusammenarbeit mit unseren Fertigungspartnern diese Substanzen aus unseren Produkten eliminiert. Jedes unserer Produkte ist deshalb nicht nur frei von bromhaltigen Flammschutzmitteln und anderen schädlichen Toxinen, wir haben auch tausende qualifizierte Komponenten, die frei von Brom- und Chlorverbindungen sind. Damit sind wir anderen Herstellern um Jahre voraus. Dazu ist jedes von uns hergestellte Display – integriert ins System oder eigenständig – mit quecksilberfreier LED-Hintergrundbeleuchtung und arsenfreiem Glas ausgestattet.
Umweltschonende Materialien.
Das Augenmerk von Apple gilt aber nicht nur dem Design von Produkten ohne Schadstoffe und mit einem Gehäuse aus wiederverwertbarem Aluminium, sondern auch der Nutzung umweltschonender Materialien wie recycelte Kunststoffe, Umweltpapier, Biopolymere und Tinten auf pflanzlicher Basis. Apple ist auch erfolgreich in der Aufbereitung von Sekundärrohstoffen, sodass sie dem hohen Standard unseres Designs genügen. So bestehen z. B. unsere Lüfterbaugruppen aus repolymerisierten Kunststoffflaschen, und Millionen von Lautsprechergehäusen und internen Halterungen werden heute aus PC-ABS aus Recyclingbeständen gefertigt. Unsere Verpackungen bestehen aus Papierfasern, die aus Altpapier gewonnen werden, und unsere Benutzerdokumentation wird mit Tinten auf pflanzlicher Basis gedruckt. Der Schaumstoff, in den Millionen von iPhones verpackt sind, wird aus Tapiokastärke und damit aus einem nachwachsenden Rohstoff gewonnen. Und die iTunes Geschenkkarten werden zu 100 % aus Umweltpapier hergestellt.
Verantwortungsbewusste Produktion.
Apple setzt sich dafür ein, dass die Arbeitsbedingungen über die gesamte Produktions- und Zuliefererkette hinweg sicher sind, die Mitarbeiter mit Respekt und Würde behandelt werden und die Fertigungsprozesse umweltverträglich sind. Näheres dazu haben wir in unserem Verhaltenskodex für Zulieferer und in den Rechnungsberichten unserer Zulieferer auf der Webseite zur Verantwortung der Zulieferer zusammengestellt.
Transport
Fünf Prozent der Treibhausgasemissionen durch Apple entfallen auf den Transport unserer Produkte von den Fertigungsstätten an die Verteilungszentren in den Ländern, in denen die Produkte verkauft werden.
1.239.000 Tonnen
Treibhausgasemissionen
Kleinere Verpackungen.
Apple beschäftigt Design- und Konstruktionsfachleute, die kleinere, leichtere und dennoch möglichst robuste und belastbare Produktverpackungen entwickeln. Effizientes Verpackungsdesign spart nicht nur Material und Müll, sondern trägt auch zur Reduzierung der beim Transport der Produkte anfallenden Emissionen bei.
Die Verpackung des iPhone 4 ist zum Beispiel 42 Prozent kleiner als die des original iPhone, das 2007 ausgeliefert wurde. Das heißt, auf eine Versandpalette passen 80 % mehr Versandkartons für das iPhone 4, auf jedem Schiff und in jedem Flugzeug werden mehr Paletten befördert und weniger Schiffe und Flugzeuge eingesetzt – unterm Strich führt das zu weniger CO2-Emissionen.
*Berechnung anhand von in den USA erhältlichen Konfigurationen.
Produktnutzung
Die Produktnutzung verursacht 30 % aller Treibhausgasemissionen von Apple.3
6.995.000 Tonnen
Treibhausgasemissionen
Energieeffizienz.
Ein Großteil der Treibhausgasemissionen von Apple entsteht, wenn unsere Kunden die Produkte an die Steckdose anschließen und nutzen. Deshalb entwerfen wir Produkte, die so energieeffizient wie möglich arbeiten. Da wir die Hardware und das Betriebssystem selbst entwickeln, können wir auch dafür sorgen, dass beides möglichst energiesparend zusammenarbeitet. Ein gutes Beispiel dafür ist der Mac mini. Dank vieler größerer und kleinerer Innovationen verbraucht er gerade einmal ein Sechstel des Stroms einer herkömmlichen Glühlampe.4 Der Mac mini verbraucht sogar weniger Energie als eine einzelne Energiesparlampe mit 13 Watt. Damit ist er der weltweit energieeffizienteste Desktopcomputer.5
Der A5 Chip von Apple, der im iPhone 4S und iPad 2 verbaut wird, und der A4 Chip, der im iPhone 4, iPod touch und Apple TV verwendet wird, sind weitere Beispiele für gelungenes energieeffizientes Design. Mit dem A5 und dem A4 Chip ist es den Ingenieuren von Apple gelungen, hohe Leistungsfähigkeit und außerordentliche Energieeffizienz zusammenzubringen. Mit diesen Chips können Apple Geräte komplexeste Aufgaben übernehmen, ohne die Batterien übermäßig zu beanspruchen.
ENERGY STAR Zertifizierung.
Anders als andere Hersteller, bei denen vielleicht ein oder einige wenige Produkte die ENERGY STAR Zertifizierung erhalten, werden bei Apple die von der US-Umweltbehörde festgelegten strengen Vorgaben für die Energieeffizienz nicht nur eingehalten, sondern übertroffen. Apple ist das einzige Unternehmen der Branche, das soviel leistet. Weitere Infos zur Energieeffizienz
Recycling
Zwei Prozent der Gesamtmenge an von Apple produzierten Treibhausgasen entfallen auf das Recycling.
396.000 Tonnen
Treibhausgasemissionen
Wiederverwendbarkeit von Produkten.
Apple denkt schon beim Design der Produkte an das Recycling, denn wir entwickeln kompakte, effiziente Produkte, für deren Herstellung weniger Material benötigt wird. Und die von uns eingesetzten Materialien, z. B. arsenfreies Glas, hochwertiges Aluminium und stabiles Polycarbonat, sind begehrte Stoffe bei Recyclingunternehmen, die diese für die Herstellung neuer Produkte nutzen können. Die Produktverpackungen werden nach Möglichkeit auch aus recycelbaren Materialien produziert.
Produkte mit langer Lebensdauer.
Apple entwickelt Produkte mit einer langen Lebensdauer. Die integrierte Batterie der MacBook Produktlinie ist ein Paradebeispiel dafür. Unsere Notebook-Batterien können zwischen 200- und 300-mal aufgeladen werden. Die Batterie des MacBook Pro lässt sich bis zu 1000-mal aufladen.6 Die Batterie im MacBook Pro hält bis bis zu fünf Jahre. Damit benötigt es nur eine Batterie in der Zeit, in der ein typisches Notebook drei Batterien verbraucht. Das spart Geld, produziert weniger Abfall und erhöht die Lebensdauer des MacBook Pro.
Verantwortungsbewusstes Recycling.
Der gesamte von Apple kontrollierte und über freiwillig und fest vorgegebene Programme gesammelte Elektronikschrott wird in der Region verarbeitet, in der er gesammelt wurde. Nichts davon wird zur Wiederverwertung oder Entsorgung in andere Länder transportiert. Unsere Recyclingpartner müssen die geltenden Gesundheits- und Sicherheitsvorschriften einhalten und dürfen in keiner Phase des Recyclingprozesses Häftlingsarbeit einsetzen. Apple untersagt natürlich die Entsorgung gefährlicher elektronischer Abfälle in Mülldeponien oder Müllverbrennungsanlagen.
Recyclingprogramme von Apple.
Apple denkt auch an das Ende der Lebensdauer seiner Produkte und trifft Vorsorge für die verantwortungsbewusste Entsorgung. Apple hat zu diesem Zweck ein Recyclingprogramm ins Leben gerufen, bei dem in 95 % der Länder, in denen Apple Produkte verkauft werden, Altgeräte in verschiedenen Städten und Universitäten zurückgenommen werden. Seit 1994 konnten so 115.504 Tonnen an Rohstoffen der Wiederverwertung zugeführt werden. Für 2010 hatten wir uns das Ziel gesetzt, weltweit eine Recyclingquote von 70 % zu erzielen. (Der Berechnung dieser Quote liegt ein Vorschlag von Dell zugrunde, der von einer Produktlebensdauer von sieben Jahren ausgeht. Dabei wird das Gewicht der von Apple in einem Jahr recycelten Materialien mit dem Gesamtgewicht der sieben Jahre zuvor verkauften Apple Produkte verglichen.) Wir haben dieses Ziel für 2010 erreicht und übererfüllt. Unser Ergebnis übertrifft bei Weitem die von Dell und HP zuletzt gemeldeten Zahlen, die jeweils unter 20 % liegen. Auch 2011 liegt die von Apple erzielte Recyclingquote weltweit über der Zielmarke von 70 %, und wir sind zuversichtlich, dieses Niveau bis 2015 halten zu können.
Standorte
Auf die Apple Standorte, darunter die Zentrale, Verteilungszentren, Datenzentren und Apple Stores, entfallen 2 % der Treibhausgasemissionen von Apple.
378.000 Tonnen
Treibhausgasemissionen
Firmenstandorte im Mittelpunkt.
Firmen wie Dell und HP stellen vor allem Büros und Standorte in den Mittelpunkt, wenn es um ihren Umwelteinfluss geht. Aber mit Licht ausschalten und Büromüll recyceln ist es nicht getan. Die Produkte, die wir herstellen, sind in unserer Branche die größte Belastung für die Umwelt. Deshalb liegt der Schwerpunkt bei Apple auf Produktdesign und Innovationen. Trotzdem hat Apple wichtige Maßnahmen ergriffen, um auch die von unseren Standorten auf der ganzen Welt erzeugten Treibhausgase zu reduzieren.
Sauberer Strom.
Apple reduziert den Energieverbrauch an den Unternehmensstandorten auf vielfältige Weise. Bereits heute werden die Standorte in Austin (Texas), Sacramento (Kalifornien), München und Cork (Irland) mit Strom aus 100 % erneuerbaren Energien beliefert – wodurch 30.000 Tonnen an CO2e-Emissionen wegfallen. Zusätzlich installiert Apple seit Jahren modernste digitale Steuervorrichtungen, hocheffiziente mechanische Geräte und Überwachungstechnologie. Natürlich arbeiten wir an allen Standorten mit energieeffizienten Apple Computern.
Das Rechenzentrum von Apple
in Maiden, North Carolina.
Unser neues Rechenzentrum in Maiden, North Carolina, belegt unser Engagement dafür, durch Energieeffizienz und umweltgerechtes Bauen die Auswirkungen unseres Geschäftsbetriebs auf die Umwelt zu reduzieren. Dem Betriebsstandort wurde vom U.S. Green Building Council (USGBC), einer gemeinnützigen Handelsorganisation für nachhaltige Bauweise, die höchstmögliche Zertifizierung "LEED Platinum" zuerkannt. Uns ist kein anderes Rechenzentrum vergleichbarer Größe bekannt, das diese hohe LEED-Zertifizierung hat. Apple hat sich das Ziel gesetzt, den Betriebsstandort in Maiden mit einem hohen Anteil an erneuerbaren Energien zu betreiben, und hat einige große Projekte in die Wege geleitet, um dieses Ziel zu erreichen. Dazu gehören der Aufbau des US-weit größten, im Besitz von Endverbrauchern befindlichen Solarfelds sowie der Aufbau der größten, von unabhängigen Erzeugern ("Nonutility") betriebenen Brennstoffzellenanlage in den USA. Weitere Infos zu unserem energieeffizienten Rechenzentrum
Pendlerprogramme für Mitarbeiter.
Im Geschäftsjahr 2011 beteiligten sich über 10.000 Mitarbeiter – und damit 61 % mehr als im Vorjahr – am Programm "Commute Alternatives" und stiegen vom allein genutzten Auto auf andere Transportmöglichkeiten um. Dadurch konnten das Verkehrsaufkommen, die Belastung durch Smog und die CO2e-Emissionen reduziert werden. Zu den Teilnehmern gehören auch über 1.100 Mitarbeiter am Apple Hauptsitz in Cupertino, die nun mit Biodiesel betriebene Pendlerbusse für die Fahrt zur Arbeit und zurück nutzen.
Minimierung der Umweltbelastung von Apple Produkten bei deren Nutzung



