Auf dem Gipfel geht’s noch weiter.

Die Bergsteiger Adrian Ballinger und Emily Harrington haben viele der berühmtesten – und gefürchtetsten – Berge der Welt bestiegen. In den eisigen und unbarmherzigen Höhen, in die die meisten Menschen nur bequem in der Druckkabine eines Flugzeugs vordringen, ist ein Teil ihrer Ausrüstung für sie unverzichtbar geworden: ihr iPad.

Schritt 1

Vorbereitung

Beim Bergsteigen in extremen Höhen geht es bei der umfangreichen Planung nicht nur darum, auf den Gipfel zu kommen. Sondern auch darum, wieder zurückzukommen.

180–270 Tage | 0–4600 m

Ein Aufstieg auf den Mount Everest oder Ama Dablam, die Ballinger und Harrington viele Male bestiegen haben, erfordert Monate, wenn nicht sogar Jahre komplexer und akribischer Planung. Bevor sie einen Trip mit ihrer Alpenglow Expeditions Gruppe anführen, studieren sie Terrain und Wetterverhältnisse, planen Strecken, entscheiden über die Orte für ihre Lager und organisieren Equipment und Vorräte. Vor nicht allzu langer Zeit mussten sie sich bei der Streckenplanung auf veraltetes oder ungenaues Kartenmaterial auf Papier verlassen. Und manchmal gab es nicht einmal das. Doch mit dem iPad und der Gaia GPS Topografie-App können sie sich jetzt entlegene Bergregionen detailliert ansehen.

„Noch vor 5 Jahren war es schwierig, überhaupt gedruckte Karten dieser Orte zu bekommen. Es ist unglaublich, wie weit wir jetzt mit dem iPad vorausplanen können.“

Adrian Ballinger
Schritt 2

Akklimatisieren

Den Körper auf das vorbereiten, was ihn erwartet.

42–56 Tage | 4600–5600 m

  • Basislager
  • Lager 1
  • Lager 2
  • Lager 3
  • Gipfel

Höhe und verfügbarer Sauerstoff

Je höher man kommt, desto geringer ist der Luftdruck und die Bergsteiger müssen mit deutlich weniger Sauerstoff zurechtkommen. In 6100 m Höhe gibt es nicht einmal halb so viel Sauerstoff wie auf Meeresspiegelhöhe.

Relativer Sauerstoffgehalt

6100 m
0 m 6100 m

Trotz des Namens liegt das Basislager weit entfernt vom Fuß des Berges. Bei einer großen Tour lassen sich Ballinger, Harrington und ihr Team mit dem Hubschrauber auf etwa 2700 m Höhe bringen – die Höhe, in der der Körper noch keine Akklimatisierung braucht. Von dort aus führt dann ein Trip von 7 bis 8 Tagen zum Basislager in 4900 m Höhe. Dort verbringen sie mehrere Wochen, damit ihre Körper mehr rote Blutkörperchen bilden und sich an die sauerstoffarme Umgebung gewöhnen können.

Im Basislager verwenden Ballinger und Harrington ihr iPad, um zu bloggen, Fotos zu posten und Updates in sozialen Netzwerken zu veröffentlichen. Früher konnten sie erst Wochen später, nachdem sie in die Zivilisation zurückgekehrt waren, von ihren Erlebnissen berichten. Mit dem iPad können sie heute direkt im Lager Fotos bearbeiten und hochladen.

Als Nächstes machen sie einige Erkundungstouren und richten mehrere Lager in deutlich höheren Regionen ein – alles Vorbereitungen für den Aufstieg zum Gipfel. Nachdem sie zu höher gelegenen Lagern geklettert sind und dort mehrere Nächte verbracht haben, kehren sie bei diesen „Rotationen“ immer wieder ins Basislager zurück. Während dieser Vorbereitungstouren können sich ihre Körper allmählich an die physischen Herausforderungen beim Klettern in dünnerer Luft gewöhnen.

Nur das Wichtigste darf mit. Und dazu gehört das iPad.

In jeder Kletterphase reduzieren Ballinger und Harrington den Inhalt ihrer Rucksäcke. Werden die Touren schwieriger, nehmen sie nur noch das absolut Nötigste mit. Und weil die Orientierung beim Klettern in den Bergen so wichtig ist, ist das iPad bis zum Gipfel mit dabei.

Schritt 3

Aufstieg zum Gipfel

Jahrelanges Training, monatelange Planungen und Wochen voller Strapazen gipfeln schließlich in finalen Aufstieg, einer viertägigen Tour, die im Basiscamp startet.

4–5 Tage | 5600–6400 m

„Zuverlässigkeit, Batterielaufzeit und die Fähigkeit, mit widrigen Wetterverhältnissen klarzukommen, sind nur einige der Gründe, warum das iPad immer dabei ist.“

Adrian Ballinger

Neben körperlichen Strapazen und sauerstoffarmer Luft können unerwartete Wetterumschwünge zum Albtraum jedes Bergsteigers werden. Ein plötzlicher Whiteout kann dazu führen, dass es nicht mehr weitergeht. Deshalb müssen sich Ballinger und Harrington auf die Wegpunkte verlassen, die sie auf ihrem iPad markiert haben – wichtige, digitale „Brotkrumen“, die die bestmögliche Strecke markieren. „Ist an einem Tag das Wetter schlecht, checken wir alle paar Minuten, ob wir noch auf Kurs sind“, erzählt Harrington. „Manchmal halten wir das iPad sogar die ganze Zeit in der Hand.“*

Ballinger und Harrington nutzen das iPad und die Gaia GPS App, um ihren Aufstieg zu planen, zu navigieren und aufzuzeichnen. GPS kommuniziert direkt mit Satelliten und kann überall verwendet werden. Und weil das iPad so dünn und leicht ist, lässt es sich einfach mitnehmen.

„Bei einem Whiteout zu sehen, wo man sich gerade auf dem Berg befindet, kann eine Sache von Leben und Tod sein. Nur das iPad kann uns sagen, wohin wir gehen müssen.“

Emily Harrington
Schritt 4

Gipfelbesteigung

Für Bergsteiger ist es mehr als nur ein Punkt auf der Landkarte. Es ist ein lebenslanger Traum.

1 Tag | 6400–6812 m

Selbst für erfahrene Bergsteiger gibt es keine Garantie, dass sie den Gipfel erreichen.

„Ich habe es nur bei etwa der Hälfte der Berge, die ich bestiegen habe, tatsächlich bis zum Gipfel geschafft“, erzählt Ballinger. Wenn sie den Gipfel erreichen, ist das ein unglaublicher Moment – doch dann gilt es, das auch zu beweisen. Die Besteigung zu registrieren, erfordert einen überzeugenden Nachweis für Behörden und Bergsportverbände. Ballinger und Harrington verwenden Gaia GPS auf ihrem iPad, um den exakten Gipfelpunkt zu finden, und setzen dann eine Geotagging-Stecknadel, die alle Welt sehen kann. Indem sie diese virtuelle Flagge hissen, weisen sie nach, dass sie tatsächlich dort gewesen sind.

Die höchsten Gipfel der Welt zu besteigen, ist etwas, das niemals komplett sicher ist. Es wird immer mit großen Anstrengungen und vielen Risiken verbunden sein. Und so sollte es auch bleiben, denn schließlich liegt ein Teil der Faszination beim Extremklettern darin, dass es nicht jeder kann. Doch mit dem iPad können Ballinger und Harrington in diesen atemberaubenden Höhen genauer navigieren. Und weil diese Expeditionen zumindest etwas sicherer geworden sind, haben sie laut Harrington jetzt vor, neue Strecken an noch abgelegeneren Orten auszuprobieren.

Kilimandscharo 5895 m

Ama Dablam 6812 m

Mount Everest 8850 m

Mit dem iPad finden Ballinger und Harrington den exakten Gipfelpunkt und beweisen, dass sie ihn erreicht haben.

„Dies sind unglaubliche Erfahrungen, die das Leben verändern. Ich liebe es, sie mit anderen zu teilen.“

Adrian Ballinger
Entdecke weitere Geschichten.

4500 m