UPDATE 10. Mai 2018

Apple ebnet den Weg für ein bahnbrechendes, kohlenstofffreies Verfahren der Aluminiumschmelze

Apple spielte eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung eines Joint Ventures, das die globale Herstellung von Aluminium verändern könnte.

Das weltweit erste Aluminium, das durch ein kohlenstofffreies Schmelzverfahren hergestellt wird.
Aluminium ist ein wichtiges Material in vielen der beliebtesten Produkte von Apple und seit mehr als 130 Jahren wird es auf die gleiche Weise hergestellt. Bis heute.  
Die Aluminiumriesen Alcoa Corporation und Rio Tinto Aluminum haben heute ein Joint Venture zur Vermarktung einer patentierten Technologie angekündigt, die die direkte Treibhausgas-Emissionen aus dem traditionellen Schmelzprozess, einem wichtigen Schritt in der Aluminiumproduktion, eliminiert. Dies ist ein revolutionärer Fortschritt in der Herstellung eines der weltweit meistverwendeten Metalle.  
Als Teil des Engagements von Apple, die Auswirkungen seiner Produkte auf die Umwelt durch Innovationen zu reduzieren, hat das Unternehmen dazu beigetragen, die Entwicklung dieser Technologie zu beschleunigen. Darüber hinaus hat Apple mit beiden Aluminiumunternehmen sowie den Regierungen Kanadas und Quebecs zusammengearbeitet, um gemeinsam 144 Millionen US-Dollar in die zukünftige Forschung und Entwicklung zu investieren.  
"Apple hat sich verpflichtet, Technologien zu entwickeln, die gut für den Planeten sind und ihn für kommende Generationen zu schützen", sagt Tim Cook, CEO von Apple. "Wir sind stolz darauf, Teil dieses ehrgeizigen neuen Projekts zu sein und freuen uns darauf, eines Tages Aluminium, das ohne direkte Treibhausgas-Emissionen hergestellt wird, bei der Fertigung unserer Produkte verwenden zu können".  
Die heutige Ankündigung in Saguenay, Quebec, an der der kanadische Premierminister Justin Trudeau, der Premierminister Philippe Couillard von Quebec und Apples Senior Director, Sarah Chandler teilgenommen haben, umfasst Forschung und Entwicklung für die nächsten Jahrzehnte. Das Engagement von Apple begann im Jahr 2015, als sich drei Ingenieure auf die Suche nach einem saubereren und besseren Weg zur Massenproduktion von Aluminium machten.   
Nach einer Vielzahl an Treffen mit den größten Aluminiumproduzenten, unabhängigen Laboren und Startup-Unternehmen auf der ganzen Welt fanden die Apple Ingenieure Brian Lynch, Jim Yurko und Katie Sassaman ihre Antwort bei der Alcoa Corporation.  
Das neue Verfahren zur Herstellung von Aluminium setzt beim Schmelzprozess keine Treibhausgase, sondern Sauerstoff frei.
Aluminium wird seit 1886 in Massenproduktion hergestellt, als der Gründer von Alcoa, Charles Hall, damals Pionierarbeit leistete. Bei der Schmelzflusselektrolyse wird Aluminiumoxid mit einem starken elektrischen Strom versetzt, der Sauerstoff entzieht. Sowohl Halls ursprüngliche Experimente als auch die heutigen größten Schmelzwerke verwenden ein Kohlenstoffmaterial, das während des Herstellungsprozesses verbrennt und Treibhausgase produziert.  
Lynch, Yurko und Sassaman haben erfahren, dass Alcoa ein völlig neues Verfahren entwickelt hatte, das diesen Kohlenstoff durch ein fortschrittliches, leitfähiges Material ersetzt und anstelle von Kohlendioxid Sauerstoff freisetzt. Die potenziellen Auswirkungen auf die Umwelt sind enorm, und um diese schnell zu realisieren, brauchte Alcoa einen Partner.  
Zu diesem Zeitpunkt brachten David Tom, Maziar Brumand und Sean Camacho von Apple Business Development Rio Tinto mit ins Spiel. Rio Tinto verfügt über eine starke weltweite Präsenz sowie umfassende Erfahrung in der Entwicklung der Schmelztechnologie und im internationalen Vertrieb und der Vermarktung.  
Gemeinsam gründeten die beiden Aluminium-Unternehmen ein Joint Venture mit dem Namen Elysis, das an der Weiterentwicklung dieser Technologie für größere Produktionsmengen sowie der Vermarktung arbeiten wird, mit dem Ziel ab 2024 mit dem Verkauf zu beginnen. Apple wird auch weiterhin technische Unterstützung liefern. Die zum Patent angemeldete Technologie ist bereits im Alcoa Technical Center in der Nähe von Pittsburgh im Einsatz; allein dieses Projekt steht für mehr als 30 Millionen US-Dollar Investment in den USA.  
Wenn diese neue Methode vollständig entwickelt und implementiert wird, hat sie das Potenzial, die direkten Treibhausgas-Emissionen aus dem Schmelzprozess auf der ganzen Welt zu eliminieren und die eng verknüpfte Aluminium- und Fertigungsindustrie in Kanada und den Vereinigten Staaten weiter zu stärken.  
Die heutige Nachricht folgt auf die Ankündigung von Apple im vergangenen Monat, dass alle weltweiten Standorte ab sofort mit 100 Prozent sauberer Energie betrieben werden. Zusätzlich haben sich 23 Lieferanten von Apple verpflichtet, das Gleiche zu tun. Als Teil des Ziels des Unternehmens letztendlich alle seine Produkte aus recycelten oder erneuerbaren Materialien herzustellen, wurde Daisy vorgestellt. Daisy ist ein Demontage-Roboter, der iPhone-Geräte effizienter zerlegen kann, um wertvolle Teile für zukünftiges High-Tech-Recycling zurückzugewinnen.

Fotos der Aluminiumherstellung

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Tobias Fröhlich

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