Wir sind überzeugt, dass Sicherheit nicht auf Kosten des individuellen Datenschutzes gehen darf.

Die häufigsten Anfragen und wie wir darauf reagieren.

Apple erhält unterschiedliche juristische Anfragen, die von uns Informationen oder Maßnahmen einfordern. Wenn Regierungsbehörden und private Einrichtungen Kundendaten anfragen, verlangen wir, dass sie dabei die geltenden Gesetze und Vorschriften einhalten. Wir verpflichten unsere Dienstleister vertraglich, denselben Standard zu befolgen, den wir für Behördenanfragen zu Apple Daten anwenden. Unsere Rechtsabteilung prüft jede Anfrage und stellt sicher, dass ihr ein rechtlich zugelassenes Verfahren zugrunde liegt. Ist diese Voraussetzung gegeben, beschränken wir unsere Antwort auf das Minimum an Informationen. Liegt einer Anfrage kein rechtlich zugelassenes Verfahren zugrunde oder stufen wir sie als uneindeutig, unangemessen oder zu breit gefasst ein, fechten wir die Anfrage an oder weisen sie ab. Wir veröffentlichen alle sechs Monate Berichte zu den Anfragen.

Wir arbeiten weiter an mehr Transparenz und daran, die Daten unserer Kunden zu schützen.

Apple hat niemals eine Hintertür oder einen Generalschlüssel für irgendeines unserer Produkte oder einen unserer Dienste erstellt. Wir haben auch noch nie einer Regierungsbehörde direkten Zugriff auf die Apple Server gegeben. Und wir werden das auch nie tun.

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Behördenanfragen

Geräteanfragen

Geräteanfragen machen den Großteil der Anfragen aus, die bei Apple eingehen. Am häufigsten kommen Anfragen von Behörden, die für einen Kunden ermitteln, der ein verlorenes oder gestohlenes Gerät gemeldet hat. Wir verzeichnen diese Anfragen als Geräteanfragen. Darüber hinaus erhält Apple regelmäßig Anfragen zu mehreren Geräten im Zusammenhang mit Betrugsermittlungen. Bei Anfragen in Bezug auf Geräte geht es meist um Informationen zum iPhone, iPad oder Mac eines Kunden.

Anfragen zu Finanzangaben

Bei Anfragen zu Finanzangaben geht es unter anderem um Kreditkarteninformationen. Beispiele dazu sind Fälle, in denen eine Kreditkarte in betrügerischer Absicht für den Kauf von Apple Produkten oder Diensten verwendet wurde. Bei diesen Anfragen werden im Allgemeinen Details zu vermuteten betrügerischen Transaktionen angefordert.

Accountanfragen

Bei Accountanfragen geht es meistens um Informationen über den Apple Account eines Kunden. Wir richten uns nach den höchsten Standards für US‑Recht und verlangen für jede Anfrage nach Inhalten aus den USA einen Durchsuchungsbefehl. Alle internationalen Anfragen nach Inhalten, die in unseren Rechenzentren in den USA gespeichert werden, müssen sich nach dem Electronic Communications Privacy Act (ECPA) richten. Nur ein geringer Teil der Anfragen von Ermittlungsbehörden betrifft Inhalte wie E‑Mails, Fotos und andere Inhalte, die in iCloud Accounts gespeichert sind. Im gesetzlich zulässigen Umfang teilt Apple betroffenen Benutzern im Voraus mit, dass ihre Daten von einer Ermittlungs- oder anderen Regierungsbehörde angefordert werden. In Ausnahmefällen, zum Beispiel in einem Notfall, können wir von einer Vorabbenachrichtigung absehen, wenn diese Gefahren mit sich bringen könnte (zum Beispiel bei Untersuchungen zu Kindesmissbrauch) oder kontraproduktiv wäre (zum Beispiel wenn der Account des Benutzers gehackt wurde). Wir benachrichtigen Benutzer auch erst nach Ablauf einer gültigen und anwendbaren Geheimhaltungsanordnung, sofern Apple nicht nach eigenem Ermessen zu dem Schluss kommt, dass die Benachrichtigung für identifizierbare Personen oder Gruppen Gefahren mit sich bringen könnte oder kontraproduktiv wäre.

Notfallanfragen

Notfallanfragen beziehen sich auf Umstände, in denen für Menschen Lebensgefahr oder die Gefahr schwerer körperlicher Verletzungen besteht. Apple hat ein spezielles Team, das rund um die Uhr dafür da ist, um auf Notfallanfragen weltweit zu reagieren. Wir bearbeiten Anfragen zu Notfällen rund um die Uhr.

Anfragen zur Einschränkung/Löschung von Accounts

Bei Anfragen von Ermittlungsbehörden zur Einschränkung/Löschung von Accounts wird Apple gebeten, den Account eines Kunden einzuschränken oder zu löschen. Diese Anfragen beziehen sich im Allgemeinen auf Umstände, bei denen ein Account unrechtmäßig oder in Verletzung der Geschäftsbedingungen von Apple genutzt wurde. Apple verlangt dazu einen Gerichtsbeschluss oder ein Schreiben der Ermittlungsbehörde, die bescheinigen, dass ein Kunde anhand von Beweisen verurteilt wurde, die sich im Account des Kunden befinden. Die geltende Einschränkungs-/Löschungsanordnung oder -anfrage muss nachweisen, dass der einzuschränkende oder zu löschende Account die Geschäftsbedingungen von Apple verletzt.

Anfragen zur Sicherstellung eines Accounts

Anfragen zur Sicherstellung eines Accounts erfolgen gemäß dem US-amerikanischen Electronic Communications Privacy Act (ECPA). Dieses Gesetz erlaubt es Ermittlungs- und Regierungsbehörden, von Apple die Sicherstellung der Inhalte eines Apple Benutzeraccounts zu fordern. Wir folgen dieser Anfrage, indem wir eine einmalige Kopie des Apple Kundenaccounts anfertigen und 90 Tage lang speichern (bis zu 180 Tage, falls Apple eine Verlängerungsanfrage erhält).

U.S. National Security Orders

U.S. National Security Orders fordern, dass Apple auf Anfrage von Justizbehörden der U.S. National Security Informationen bereitstellt. Sie werden nicht zu den Geräteanfragen oder Accountanfragen gezählt. Im zweiten Halbjahr des Jahres 2016 hat Apple zwischen 5750 und 5999 dieser Anfragen erhalten. Apple berichtet über National Security Orders im gesetzlich zulässigen Umfang. Auch wenn wir hier gerne transparenter wären, ist das die genaueste Information, die wir laut Gesetz offenlegen dürfen.

Erhält Apple zudem von der US-Regierung einen National Security Letter (NSL) über ein unbegrenztes Redeverbot, bittet Apple die Regierung, die Geheimhaltungsbestimmung des NSL gemäß dem USA FREEDOM Act von einem Gericht prüfen zu lassen. Die Regierung hat dann 30 Tage Zeit, um dem Gericht zu erläutern, warum die Geheimhaltungsbestimmung in Kraft bleiben soll, oder um Apple mitzuteilen, dass die Geheimhaltungsbestimmung nicht länger wirksam ist. Wenn Apple darüber informiert wird, dass die Geheimhaltungsbestimmung nicht länger wirksam ist, wird der betroffene Kunde entsprechend den Mitteilungsrichtlinien von Apple benachrichtigt.

Anfragen von privaten Einrichtungen

Neben Anfragen von Ermittlungsbehörden erhält Apple Anfragen von privaten Einrichtungen in den USA, die Kundendaten anfordern. Diese Anfragen stehen häufig mit privaten Rechtsstreitigkeiten in Verbindung, bei denen eine Partei um IP-Protokolle, Kaufbelege oder Einträge zu Produktregistrierungen zu einem Apple Kunden bittet. Außerdem bekommen wir Anfragen zur Einschränkung oder Löschung eines Kundenaccounts. Apple prüft jede Anfrage, um sicher­zustellen, dass sie rechtsgültig ist. Haben Anfragen keine Rechtsgrundlage, werden sie angefochten oder abgewiesen. Bevor wir Kundendaten an die anfragende Stelle weitergeben, stellen wir sicher, dass der Kunde über die Anfrage informiert wird und die Möglichkeit hat, dagegen Einspruch zu erheben. Apple stellt auf Anfrage Dritter keine iCloud Inhalte bereit, ohne zuvor die schriftliche, notariell beglaubigte Zustimmung des Kunden eingeholt zu haben, dessen Daten angefragt werden.

Apple Richtlinien für Anfragen von Ermittlungsbehörden: