Klimawandel Wie können wir den Kampf gegen den Klimawandel anführen?

Wir haben unsere CO₂ Bilanz analysiert. Jetzt arbeiten wir daran, sie zu optimieren.

Wenn wir unsere CO₂ Bilanz messen, rechnen wir hunderte Zulieferer, Millionen Kunden und hunderte Millionen Geräte mit ein. Und wir suchen immer nach Möglichkeiten, den größten Unterschied in fünf wichtigen Bereichen zu machen: Fertigung, Produktnutzung, Standorte, Transport und Recycling.

Um unsere CO₂ Bilanz zu reduzieren, entwickeln wir jede Generation unserer Produkte so, dass sie so energieeffizient wie möglich sind. Für die Herstellung unserer Geräte nutzen wir Rohstoffe mit niedriger CO₂ Bilanz, arbeiten mit Zulieferern zusammen, damit sie an ihren Standorten saubere Energie verwenden, und produzieren und beziehen saubere, erneuerbare Energien für 96 % des Stromverbrauchs unserer weltweiten Standorte.

Unsere umfassende CO₂ Bilanz 2016

29.500.000 Tonnen Treibhausgas­emissionen
77 % Fertigung
17 % Produktnutzung
4 % Transport
1 % Standorte
1 % Recycling

Die Produktion einer besseren Bilanz.

Die Fertigung macht 77 % unserer CO₂ Bilanz aus. Der Großteil sind CO₂ Emissionen der Energie, die wir bei der Herstellung unserer Produkte benötigen. Daher nutzen wir Rohstoffe mit niedriger CO₂ Bilanz, arbeiten mit Zulieferern zusammen, um ihren aktuellen Energieverbrauch zu senken, und helfen ihnen, zu erneuerbaren Energien zu wechseln. Wir glauben, dass wir gemeinsam den Fertigungsprozess verändern können, um Emissionen deutlich zu verringern.

Bereiche mit größtem Anteil in der CO₂ Bilanz der Fertigung

  • 35 % Integrierte Schaltkreise
  • 29 % Aluminium
  • 13 % Platinen und Kabel
  • 5 % Display
  • 4 % Glas

Wir helfen unseren Zulieferern, zu erneuerbaren Energien zu wechseln.

Da die Energie, die zur Verarbeitung von Rohstoffen, zur Herstellung von Teilen und zur Fertigung unserer Produkte benötigt wird, den größten Teil unserer CO₂ Bilanz ausmacht, helfen wir unseren Zulieferern dabei, ihren Energieverbrauch zu reduzieren. Wir investieren außerdem in Projekte für erneuerbare Energien, um Emissionen zu berücksichtigen, auf die unsere direkten Zulieferer keinen Einfluss haben. Bis heute haben wir Wind- und Solarkraftanlagen in sechs Provinzen in China gebaut, die 485 Megawatt produzieren. Diese Projekte dienen unseren direkten Zulieferern als Modell, um ihre eigenen Projekte für erneuerbare Energien zu entwickeln – von denen viele bereits umgesetzt werden. Das alles ist Teil des Clean Energy Programms, das wir 2015 gestartet haben.

Als Teil unseres Clean Energy Programms wird Apple zusammen mit unseren Zulieferern bis 2020 weltweit mehr als 4 Gigawatt neuen sauberen Strom erzeugen und beziehen – davon allein 2 Gigawatt in China – und nutzen, um die Emissionen bei der Fertigung zu reduzieren. Unser Engagement hat bis April 2017 bereits 2 Gigawatt eingebracht. Und am Ende werden die 4 Gigawatt saubere Energie 30 % unserer aktuellen CO₂ Bilanz in der Fertigung ausmachen. Da es schwierig für unsere Zulieferer sein kann, Zugriff auf saubere Energie zu bekommen, haben wir außerdem das Clean Energy Portal gestartet. Es bietet regionale Hilfen und Tools, um saubere Energie zu beziehen, und ist in den Landessprachen der Regionen verfügbar, in denen der Großteil unserer Fertigung stattfindet – inklusive Mandarin, Japanisch und Koreanisch.

Unsere direkten Partner sorgen bereits für einen großen Unterschied. Ibiden produziert Aufbau- und Verbindungsmaterial für integrierte Schaltungen. Sie wollen bis Ende 2018 so viel erneuerbare Energie produzieren, wie für die Herstellung von Apple Produkten verbraucht wird. Ibiden wird unser erster Zulieferer aus Japan, der diesen Wechsel durchführt. Und ihr schwimmendes Photovoltaik-Projekt wird eins der größten des Landes sein. Andere Partner in unserer gesamten Lieferkette installieren oder investieren in größere Solarprojekte, betreiben ihre Fabriken mit 100 % Windkraft und beziehen saubere Energie von etablierten Versorgerprogrammen.

Partner, die bis 2018 bei ihrer Apple Produktion zu 100 % auf erneuerbare Energien wechseln wollen

  • Biel Crystal Manufactory Ltd.
  • Catcher Technology
  • Compal Electronics
  • Ibiden
  • Lens Technology
  • Solvay Specialty Polymers
  • Sunwoda Electronics

Wir reduzieren CO₂ Emissionen, indem wir uns auf Aluminium konzentrieren.

Wir verkaufen Millionen Smartphones. Selbst geringe Anpassungen in der Fertigung des iPhone können große Auswirkungen auf unsere CO₂ Bilanz haben. Wir haben zum Beispiel verändert, wie wir unsere Aluminiumgehäuse produzieren. Wir nutzen mehr Aluminium, das mit Wasserkraft geschmolzen wurde, als solches, für das fossile Brennstoffe verwendet wurden. Und wir haben unseren Fertigungsprozess so angepasst, dass gebrauchtes Aluminium mit eingebaut wird. Dadurch sind die Treibhausgas­emissionen bei der Herstellung des iPhone 7 Gehäuses um 17 % gesunken im Vergleich zum iPhone 6s und um 60 % im Vergleich zum iPhone 6. Und durch den gleichen Ansatz beim 13" MacBook Pro mit Touch Bar, haben wir die Treibhausgas­emissionen für das Aluminiumgehäuse um 48 % reduziert im Vergleich zum MacBook Pro der vorherigen Generation.

Wir wollen unsere Anlagen weltweit mit 100 % erneuerbarer Energie betreiben.

2016 kamen 96 % des Stroms, den wir in unseren eigenen Standorten verbraucht haben, aus sauberen, erneuerbaren Quellen. Diese Zahl beinhaltet jetzt nicht mehr nur unsere Büros, Apple Stores und die Rechenzentren, die wir selbst betreiben, sondern auch unsere Verteilerzentren für Produkte sowie gemietete oder gemeinsam genutzte Rechenzentren. Durch dieses Engagement konnten wir die Emissionen unserer Standorte auf 1 % unserer gesamten CO₂ Bilanz reduzieren. Aber unser Ziel ist es, sie komplett erneuerbar zu machen. Das haben wir bereits in jedem einzelnen Apple Rechenzentrum und in all unseren Standorten in 24 Ländern erreicht – inklusive den USA, Großbritannien, China und Australien.

Wir bauen die grünste Firmenzentrale auf dem Planeten.

Der Apple Park in Cupertino ist auf dem Weg, das größte Bürogebäude in Nordamerika mit einem LEED Platin-Zertifikat zu werden – und das beinhaltet Räumlichkeiten für Forschung und Entwicklung, die viel Strom benötigen. Er wird zu 100 % mit Energie aus erneuerbaren Quellen betrieben, wovon 75 % direkt vor Ort mit einer 17 Megawatt Solaranlage auf dem Dach und durch Biogaszellen mit einer Grundlast von 4 Megawatt produziert werden. Alle zusätzlich benötigte Energie kommt vom California Flats Solarprojekt aus dem nahe gelegenen Monterey County. Wenn das Gebäude weniger Energie verbraucht – wie etwa am Wochenende – produziert es Ökostrom, der für das öffentliche Stromnetz an Pacific Gas and Electric geliefert wird.

Über 80 % des neuen Campus sind offenes Gelände mit mehr als 9000 trockenresistenten Bäumen. Die meisten davon sind Eichen und viele sind Schatten- oder Obstbäume. Außerdem haben wir alte Eichen aus Kalifornien neu angepflanzt, die ansonsten abgeholzt worden wären. Um Wasser zu sparen, nutzt der neue Campus 75 % recyceltes Abwasser zur Versorgung seines dichten Waldes sowie zum Betreiben von Anlagen vor Ort, die kein Trinkwasser benötigen.

Wir erzeugen erneuerbare Energie, um unseren Verbrauch zu decken.

Um all unsere Büros, Apple Stores und Rechenzentren weltweit mit erneuerbaren Energien zu versorgen, müssen wir viel davon selbst produzieren. Deshalb entwickeln wir unsere eigenen Solar-, Brennstoffzellen-, Wasser- und Windprojekte. Wir haben zum Beispiel 40 Megawatt neue Solarenergie an das nationale Stromnetz in China angeschlossen, wodurch mehr als genug Strom für alle unsere Büros und Apple Stores in China produziert wird. Seit 2011 konnten diese Projekte die Emissionen unserer Büros, Rechenzentren und Apple Stores weltweit um 60 % reduzieren – und über 1,6 Millionen Tonnen CO₂e wurden daran gehindert, in die Atmosphäre zu gelangen. Allein 2016 wurden so die CO₂e Emissionen um fast 585.000 Tonnen reduziert. Ohne erneuerbare Energien hätten sich diese Emissionen seit 2011 mehr als verdreifacht. Wir haben außerdem grüne Anleihen in Höhe von 1,5 Milliarden US‑Dollar zur Finanzierung von Umweltprojekten herausgegeben, inklusive Initiativen für erneuerbare Energien an unseren Standorten auf der ganzen Welt.

Wir übernehmen die Verantwortung für jedes Watt Energie, das du mit deinem Gerät verbrauchst.

Den Strom, den dein Gerät während seiner erwarteten Lebensdauer verbraucht, fügen wir unserer CO₂ Bilanz hinzu. Dazu gehört sogar der Strom, den du zum Laden deines Geräts nutzt, der oft aus Quellen mit starken CO₂ Emissionen wie Kohle oder Gas kommt. Darum suchen wir ständig neue Wege, um unsere Produkte so effizient wie möglich zu machen. macOS versetzt zum Beispiel Speichermedien in den Ruhezustand und lässt Prozessoren in einem besonders sparsamen Modus laufen, wenn du gerade nicht viel damit machst. Und wenn du arbeitest, verbraucht es weniger Strom für Apps, die geöffnet, aber nicht sichtbar sind, und pausiert animierte Website-Plug‑ins, bis du sie brauchst. Es kann sogar den Prozessor zwischen Tastaturanschlägen und bei eingeschaltetem Display herunterfahren. Energie-Einsparungen wie diese mögen winzig erscheinen – aber multipliziert mit allen Apple Computern auf der ganzen Welt werden sie riesig.

iMessage, FaceTime und Siri laufen zu 100 % mit erneuerbaren Energien.

Immer, wenn du eine iMessage schickst, einen FaceTime Anruf machst, Siri etwas fragst, einen Song lädst oder ein Foto teilst, verbraucht das Strom. Wir sind stolz darauf, dass alle Apple Datenserver, die diese Aufgaben erledigen, zu 100 % mit erneuerbaren Energien betrieben werden. Unsere Rechenzentren haben 2015 insgesamt 187.000 Tonnen CO₂e Emissionen eingespart. Und 2016 ist diese Zahl auf über 330.000 Tonnen gestiegen. Wenn wir mehr Kapazität benötigen, arbeiten wir mit Rechenzentren von Partnern zusammen. Obwohl wir diese gemeinsam genutzten Einrichtungen nicht selbst besitzen und wir sie mit anderen Unternehmen teilen, schließen wir sie trotzdem in unsere Ziele für erneuerbare Energien ein. Deshalb arbeiten wir mit diesen Anbietern zusammen, damit sie ebenfalls zu 100 % erneuerbare Energien nutzen. Und wir sind stolz darauf, dass 2016 über 99 % ihres Stroms aus erneuerbaren Quellen kamen.

Seit 2008 haben wir den durchschnittlichen Energieverbrauch von Apple Produkten um 70 % reduziert.1

Das MacBook Pro verbraucht 15 % weniger Strom als vorherige MacBook Pro Modelle. Der iMac verbraucht im Stromsparmodus 97 % weniger Strom als die erste Generation. Der Mac mini verbraucht im Vergleich zur Vorgängergeneration 40 % weniger Strom im inaktiven Zustand. Und du kannst dein iPhone 7 ein ganzes Jahr lang einmal täglich für gerade mal 61 US‑Cent aufladen. Diese Verbesserungen reduzieren gleichzeitig unsere CO₂ Bilanz und deine Stromrechnung.